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Verjährung ?

29.04.2006 01:44 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


19:54
Ich habe auf Anraten meines "Finanzberaters" in 1995 und 1996 durch den Kauf von Tafelwertpapieren im Ausland Zinseinkünfte an der Steuer vorbei laufen lassen und somit Steuern hinterzogen.

Meine Fragen: (kurze knappe Antwort reicht mir völlig aus)

1. Ist der Strafbestand der Steuerhinterziehung inzwischen verjährt ?
2.) Falls noch nicht vejährt... ist mein Berater ebenfalls heute noch belangbar ?
29.04.2006 | 02:13

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage!

Normale Steuerhinterziehung verjährt binnen fünf Jahren.

In besonders schweren Fällen verjährt die Steuerhinterziehung binnen zehn Jahren. Vielleicht könnten Sie die Höhe der hinterzogenen Steuern mitteilen, um zu bestimmen, ob ein besonders schwerer Fall vorliegt.

Strafrechtlich kann Ihr "Finanzberater" grundsätzlich wegen Anstiftung zur Steuerhinterziehung belangt werden, solange Ihre eigene Steuerhinterziehung nicht verjährt ist. Beides hängt miteinander zusammen. Das hängt aber davon ab, ob Ihr Finanzberater Sie angestiftet hat oder ledliglich Beihilfe leistete.

Sollten Sie an eine zivilrechtliche Haftung denken, bitte ich um Mitteilung.

Bitte benutzen Sie bezüglich der erbetenen Informationen oder bei sonstigem Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber


Rückfrage vom Fragesteller 01.05.2006 | 01:08

Danke erst mal für die schnelle Antwort. Es ging damals um einen Anlagebetrag von 50.000 DM. Unterstellt man eine durchschnittliche Verzinsung von 6 %.. also 3.000 DM p.a, ergibt sich hieraus eine hinterzogene Steuerschuld von ca. 1.200 DM p.a. Über 5 Jahre hinweg habe ich also Steuern von ca. 6.000 DM hinterzogen. Ist das ein besonders schwerer Fall ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.05.2006 | 19:54

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die Informationen.

Ein besonders schwerer Fall wird üblicherweise erst jenseits der Millionen-Grenze gesehen, davon sind Sie noch etwas entfernt.

Dementsprechend gilt die fünfjährige Frist.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

ANTWORT VON

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