Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verhinderung eines Wasserschadens


06.10.2006 12:52 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Durch die Wasserbetriebe wurde festgestellt, dass die Hauptwassezuleitung auf meinem Grundstück und in meinem Haus defekt ist. Ein Auswechseln der Wasseruhr bzw eine Reparatur des Rohrs ist nicht mehr möglich. Mit einem Wasserrohrbruch ist nach Aussage der Wasserbetriebe jederzeit zu rechnen.
Das Auswechseln des Wasserrohrs bis zur Grundstücksgrenze und der Anschluss an das Haussystem erfolgt zu meinen Lasten.
Hierzu meine Frage:
Einen Wasserschaden nach Rohrbruch würde die Gebäudeversicherung übernehmen. Wenn der Schaden jetzt durch rechtzeitige Erneuerung verhindert wird, kann ich die Versicherung an den Kosten dennoch beteiligen?
Ein Abwarten bis zum Schadenseintritt erscheint mir nicht verhältnismäßig.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Den Grundgedanken Ihrer Frage kann ich gut nachvollziehen: lieber jetzt eine Beteilgung des Versicherers, als noch höhere Kosten und Umstände für alle Beteiligten nach Eintritt des Schadensfalls.

Trotzdem besteht keine rechtliche Grundlage, zum jetzigen Zeitpunkt eine Leistung Ihres Versicheres zu verlangen, denn gemäß § 1 VGB leistet der Versicherer nicht präventiv, sondern "nach Eintritt des Versicherungsfalls für versicherte Sachen, die zerstört oder beschädigt werden."

Zudem muss ich Sie rein vorsichtshalber davor warnen zu sagen "dann warte ich halt auf den Schadenseintritt, weil der Versicherer dann zahlen muss," denn gemäß § 61 Versicherungsvertragsgesetz) VVG wird der Versicherer von seiner Verpflichtung zur Leistung frei, wenn der Versicherungsnehmer einen Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeiführt.

Dass hier auch ein blosses Unterlassen in Betracht kommt, hat die Rechtsprechung mehrfach festgestellt, vgl. OLG Saarbrücken VersR 1989, 397 ; LG Köln VersR 1988,1258 ; LG Hamburg VersR 1986, 564 ; OLG Schleswig-Holstein r+s 1982, 120.

Wer also weiss, dass der Schaden jederzeit eintreten kann, aber nichts unternimmt, um im Schadensfall den Versicherer in Anspruch nehmen zu können, setzt sich der Gefahr aus, den Schaden durch -zumindest grob fahrlässiges- Unterlassen herbeigeführt zu haben und dadurch den Versicherungsschutz zu verlieren.

Grobe Fahrlässigkeit bzw. Vorsatz müsste der Versicherer Ihnen zwar nachweisen, er darf ihn nicht unterstellen. Trotzdem möchte
ich die Problematik zu bedenken geben.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER