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Verhinderung der Versteigerung


| 31.10.2007 10:02 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Guten Tag,

im Januar 2005 ist meine Mutter verstorben. Meine Eltern hatten kein Testament, somit bilden meine Schwester, mein Vater und ich eine Erbengemeinschaft. Es ist ein Haus vorhanden, welches mein Vater nun verkaufen möchte (Angebot 125.000,- Euro).

Er hat mit gedroht, wenn ich nicht zustimme wird er eine Teilungsversteigerung beantragen.

Nun meine Fragen:

1. Wieviel weniger Geld (ungefähr) wird man bei der Versteigerung erwarten können?

2. Habe gehört, daß wenn die Versteigerung beendet ist, daß Geld so lange auf einem Konto bleibt bis alle Erben sich einig sind wer welchen Teil bekommt. Wonach richtet sich der Anteil? Ist das genau der Anteil der im Grundbuch steht (1/8), oder ist das auch reine Verhandlungssache?

3. Wie lange kann ich die Versteigerung verhindern? Es ist mein Elternhaus ich möchte nicht, daß es verkauft wird.

Vielen Dank im vorraus

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Sehr geehrte Fragstellerin,

Ihr Vater hat tatsächlich die Möglichkeit, die Teilungsversteigerung zu beantragen, wenn Sie sich nicht einigen können.
Es kann nicht vorhergesagt werden, um wieviel niedriger der Erlös im Gegensatz zum freien Verkauf ausfällt, da dies hauptsächlich vom Objekt (Lage, Zustand, Ausstattung etc.) abhängt, also davon, ob das Objekt begehrt ist oder nicht. Es macht auch einen Unterschied, welches Amtsgericht für die Versteigerung zuständig ist. Viele Amtsgerichte präsentieren die Objekte im Internet (www.versteigerungspool.de). Bei diesen Objekten wird erfahrungsgemäß ein höherer Versteigerungserlös erzielt als bei bloßer Veröffentlichung im örtlichen Amtsblatt.

Vom Versteigerungserlös steht Ihnen der Anteil zu, der Ihrem Anteil im Grundbuch entspricht.

Die Dauer des Versteigerungsverfahrens kann nicht vorhergesagt werden und hängt auch von der Belastung des jeweiligen Amtsgerichts ab. Sie werden den Verkauf jedoch auf Dauer nicht verhindern können, wenn Ihr Vater dazu entschlossen ist. Sie können allenfalls an der Versteigerung selbst teilnehmen und das Haus selbst ersteigern. Dies macht jedoch nur Sinn, wenn das Objekt schlecht gängig ist und ein niedriger Versteigerungserlös zu erwarten ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de



Nachfrage vom Fragesteller 31.10.2007 | 13:42

Hallo,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Habe noch eine kleine Nachfrage. Habe dies im Internet gelesen:

"Soweit es Uneinigkeiten gibt, wird der Erlös hinterlegt. Die Mitglieder der Gemeinschaft müssen sich dann außerhalb des Teilungsversteigerungsverfahrens um die Aufteilung des Geldes bemühen, mithin Klage erheben."

Wenn mir nur 1/8 also das zusteht was im Grundbuch steht, was gibt es da noch zu einigen?

Kann ich die Auszahlung des Geldes verzögern?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.10.2007 | 14:03

Sehr geehrte Fragestellerin,

es könnte z.B. Unstimmigkeiten über weitere Nachlassgegenstände geben, die mit der Auszahlung des Erlöses verrechnet werden sollen. Dies kommt nur in Betracht, wenn außer dem Haus weitere Vermögenspositionen vererbt wurden oder Nachlassverbindlichkeiten vorhanden waren.

Sie können die Auszahlung des Geldes nur verzögern, wenn Sie berechtigte Belange (z.b. oben genannte Verrechnung) geltend machen. Bei unberechtigter Blockade können Sie sich schadensersatzpflichtig machen.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

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