Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
478.661
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verhandlung einer berechtigten Forderung nach Widerspruch - Zum Termin gehen?


| 30.11.2016 13:54 |
Preis: 43,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Andrea Krüger-Fehlau



Hallo! Ich habe einer Forderung widersprochen, die mittels Mahnbescheid von einem Inkassobüro eines Lieferanten betrieben worden ist. Die Forderung ist berechtigt. Nach dem Widerspruch kam es nun zu einem Verfahren. Der Termin ist morgen. Da die Forderung berechtigt ist und ich den Widerspruch bereits zurückgenommen habe (erst gestern) plane ich nicht bei Gericht zu erscheinen. Dann sollte ja ein Versäumnisurteil ergehen. Entstehen mir dadurch Nachteile wie zB., eine Haftungs als Geschäftsführer meiner Kapitalgesellschaft ? Da die Forderung ja eh berechtigt ist und auch das Urteil so lauten würde, könnte ich mir den Weg ja eigentlich sparen. Gruß
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Frage sich stellt ist die, welche Vorgehensweise für Sie am günstigstens ist. In Betracht kommt für Sie neben der Säumnis nämlich auch ein Anerkenntnis. Welches von beiden günstiger ist, hängt letztendlich davon ab, welche Kosten ingesamt entstehen, was wiederum davon abhängt, ob auf beiden Seiten, nur auf einer Seite oder gar keine anwaltliche Vertretung besteht.

Wie ich dem Sachverhalt entnehmen kann, sind Sie nicht anwaltlich vertreten. Wie aber verhält es sich bei der Gegenseite? Und wie hoch ist der Streitwert, also die Forderung die von der Gegenseite geltend gemacht wird? Wenn Sie mir diese Information per Nachfragefunktion zunächst zukommen lassen, kann ich einmal kurz durchrechnen, welcher Weg der für Sie günstigere ist. Denn je nachdem ob ein Versäumnis- oder ein Anerkenntnisurteil ergeht, fallen verschiedene Anwaltsgebühren und auch Gerichtskosten an.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen
A. Krüger-Fehlau
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 30.11.2016 | 15:10

Hallo! Vielen Dank für die schnelle Reaktion. Der Streitwert liegt bei 11.300 Euro, die Gegenseite ist anwaltlich vertreten, ich nicht. Anfahrt alleine kostet mich schon ca. 200 Euro. D

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.11.2016 | 15:32

Vielen Dank für die Informationen.

Bei einem Versäumnisurteil fallen im Gegensatz zum Anerkenntnisurteil zwar geringere Anwaltsgebühren, dafür aber höherer Gerichtskosten an. Im einzelnen sieht das dann bei einem Streitwert von 11.300 € und nur anwaltlicher Vertretung auf Klägerseite wie folgt aus:

Versäumnisurteil:

Streitwert: 11.300 €
1,3 Verfahrensgebühr Nr. 3001 VV RVG 785,20 €
0,5 Terminsgebühr Nr. 3104, 3105 VV RVG 302,00 €
Postpauschale 20,00 €
19 % Mehrwertsteuer 210,37 €
3,0 Gerichtskosten 801,00 €
Gesamtbetrag 2.118,57 €

Anerkenntnisurteil:

1,3 Verfahrensgebühr Nr. 3001 VV RVG 785,20 €
1,2 Terminsgebühr Nr. 3004 VV RVG 724,80 €
Postpauschale 20,00 €
19 % Mehrwertsteuer 290,70 €
1,0 Gerichtskosten 267,00 €
Gesamtbetrag 2.087,70 €

Sie sehen also, dass das Anerkenntnis die für Sie die günstigere Variante wäre, auch wenn die Differenz nur 30 € beträgt. Wären auch Sie anwaltlich vertreten sähe das ganz anders aus. Dann wäre die Säumnis für Sie deutlich günstiger.

Ein Anerkenntnis können Sie auch schriftlich im Voraus abgeben und müssen dafür nicht extra zum Termin fahren. Das sollte dann aber noch heute, vorab per Fax und mit einem Eilt-Vermerk geschehen, so dass es dem Gericht noch vor Beginn des Termins vorliegt.

Sie als Geschäftsführer haften nur dann persönlich, wenn auch Sie Partei des Verfahrens sind und gegen Sie persönlich ebenfalls ein Urteil ergeht.


Mit freundlichem Gruß
A. Krüger-Fehlau
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 30.11.2016 | 15:37


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Perfekt, vielen Dank!"