Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
499.757
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verhaltensbedingte Ermahnung aufgrund Hinweis auf zu hohe Büro-Temperaturen

29.08.2018 11:29 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


12:11
In einem Betrieb herrschen im Grossraumbüro mit 40 Personen über mehrere Wochen täglich Temperaturen über 30 Grad Celsius, teilweise bis zu 35 Grad. Zur Abhilfe wird Eis am Stiel verteilt und die Arbeitszeit auf sechs Uhr morgens vorverlegt. Ein Mitarbeiter spricht im Interesse der Kolleginnen und Kollegen, davon eine schwanger, mündlich zuerst den Vorgesetzten, dann die Geschäftsführerin auf Abhilfe an. Die Reaktion: man könne sich krank melden, im übrigen wäre das nicht so schlimm, anderen ginge es auch so, das wäre seit Jahrzehnten nicht anders.
Der Mitarbeiter setzt eine sachlich gehaltene Mail auf mit der einfachen Frage, welche Gegenmassnahmen man gemeinsam treffen könnte, und Vorschlägen darin, wie zb. Fenster tagsüber geschlossen zu halten und sendet diese intern an Kolleginnen, Kollegen, Vorgesetzten und Geschäftsführerin.
Der Mitarbeiter wird mit dem Kommentar „das fand man nicht gut" zum persönlichen Gespräch eingeladen (noch ausstehend), bekommt aber bereits die Rückmeldung, die Führung wäre erzürnt und hätte diese Mail als Aufwiegelung der Mitarbeiter, als gegen das Unternehmen gerichtet, empfunden.

Frage: hat der Mitarbeiter sich mit der nachweislich sachlichen Ansprache, per Mail, einer gesundheitsgefährdenden Situation an seine Kolleginnen und Kollegen falsch verhalten, oder ist eine verhaltensbedingte Ermahnung/Abmahnung aufgrund dieser Mail anfechtbar?
29.08.2018 | 12:11

Antwort

von


(338)
Herforderstrasse 26
33602 Bielefeld
Tel: 0521/5436685
Tel: 0176/38400010
Web: http://www.asthoff.com
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller.

Grundsätzlich ist es so dass Missstände in der Firma zunächst an die Geschäftsführung heran- getragen werden sollten.

Damit kann bereits am einfachsten erreicht werden, dass die geeigneten Maßnahmen ergriffen werden.

Ein Rundbrief mit etwaiger Auseinandersetzung zur Thematik, der noch dazu in der Arbeits-Zeit geschrieben wurde gehört nicht zu den vertraglichen Pflichten des Mitarbeiters und Ist je nach den Umständen des Einzelfalles sogar abmahnfähig. Dies, weil der Mitarbeiter seinen Aufgabenbereich überschritten hat.

Es ist auch nicht Aufgabe des Mitarbeiters sich um das Wohl aller Angestellten zu sorgen. Wenn am Arbeitsplatz eine Gesundheitsgefährdung besteht sollte der Arbeitgeber darauf aufmerksam gemacht werden. Einen Rundbrief wäre nur mit Zustimmung des Arbeitgebers zulässig.

Dass zu hohe Temperaturen am Arbeitsplatz gefährlich sein können ist Tatsache. Beachten sie dazu bitte auch meinen Ratgeber "wir wollen hitzefrei" den sie hier auf dieser Plattform finden.

Dennoch darf ein Mitarbeiter nicht eigenmächtig Gegenmaßnahmen ergreifen oder erfragen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tamás Asthoff

Nachfrage vom Fragesteller 29.08.2018 | 12:54

Vielen Dank für die Antwort.
Wie oben beschrieben, wurde zuerst mündlich der Vorgesetzte, danach die Geschäftsführerin angesprochen. Ergebnis: siehe oben, erfolglos. Eine mündliche Rückfrage wurde mehrere Jahre hintereinander erfolglos gestellt. In der Firma ist es üblich, dass es viele Rundschreiben, auch privater Art, z. B. zu Geburtstagen und Vorbereitungen dazu, gibt.. Im übrigen, ist nicht die Gesundheit das höherwertigere Gut und insofern eine solche Mail aus der Not geboren?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.08.2018 | 12:11

Leider teilte ich Ihre Auffassung nicht, auch wenn diese nachvollziehbar ist.

Die erfolglose Ansprache an die Vorgesetzten gibt ihnen kein Nothilferecht;

sofern es am Arbeitsplatz zu warm ist, kann jeder Mitarbeiter in EIGENVERANTWORTUNG die Arbeit niederlegen.

Eine Fürsorgepflicht für andere besteht nicht, auch wenn diese menschlich verständlich ist.

Neu

Darf's noch eine Frage mehr sein?

Viele oder regelmäßige Fragen? Mit der Frag-einen-Anwalt.de Flatrate unbegrenzt Fragen stellen.
Sie haben ein Problem, von dem Sie wissen, dass noch mehr Fragen kommen? Sie sind Handwerker, Arzt, Freiberufler oder Gründer? Dann sollten Sie sich das mal näher anschauen.
Details anschauen
ANTWORT VON

(338)

Herforderstrasse 26
33602 Bielefeld
Tel: 0521/5436685
Tel: 0176/38400010
Web: http://www.asthoff.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Miet und Pachtrecht, Arbeitsrecht, Reiserecht, Baurecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 64106 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Der Rechtsanwalt war sehr Kompetent! Er hat mir sehr geholfen. Ich kann ihn nur weiter empfehlen! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles war für mich in Ordnung. Schnell und in einer verständlichen Ausdrucksart. Super - so soll es sein. Danke ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Meine Frage wurde ausführlich beantwortet und es wurde eine neue Möglichkeit aufgezeigt, diesen "Fall" evtl zu lösen. Vielen Dank dafür ...
FRAGESTELLER