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Verhalten nach Todesfall

13. April 2021 12:30 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Mein Vater ist überraschend in Deutschland verstorben. Ich bin der nächste Angehörige. Ich wohne derzeit in Bogotá, Kolumbien, werde aber in 6-8 Wochen wieder in Deutschland sein.

Schnell hat sich herausgestellt, dass mein Vater sehr hohe Schulden hat. Es gibt jedoch eine Bestattungsvorsorge.

Ich möchte das Erbe nun ausschlagen. Der Nachlassbeamte im Rathaus teilte mir jedoch telefonisch mit, dass ich mich trotzdem um die Räumung der Wohnung, Kündigung von Verträgen etc. kümmern muss oder sonst mit einer Strafe wegen Nichtstun rechnen muss.

Die Beerdigung regelt der Bruder meines Vaters. Er möchte sich aber um nichts weiter kümmern.

Was muss ich machen? Wie muss.ich mich verhalten?

13. April 2021 | 14:42

Antwort

von


(312)
Bosestraße 9
08056 Zwickau
Tel: 0375/35313120
Web: http://www.ra-lars-winkler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,


Lassen Sie mich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Die Ausschlagung des Erbes sollte für Sie problemlos möglich sein. dabei gehe ich davon aus, dass Sie sich zu dem Zeitpunkt, als Sie vom Tod des Vaters erfuhren, im Ausland waren. In dem Fall gilt für Sie gemäß § 1944 Abs. 3 BGB eine Frist von sechs Monaten ab diesem Zeitpunkt um das Erbe auszuschlagen. Die Ausschlagung ist entweder beim Nachlassgericht am letzten Wohnort des Vaters, beim Nachlassgericht an Ihrem eventuellen deutschen Wohnsitz oder auch bei jedem Notar möglich.

Ansonsten ist die Auskunft des Mitarbeiters aus dem Rathaus in der Form grober Unsinn. Die nächsten Angehörigen haben – unabhängig von der Stellung als Erbe – eine Pflicht, für die Bestattung zu sorgen. Das erledigt der Bruder des Vaters. Ansonsten sind Sie ab dem Zeitpunkt, ab dem das Erbe ausgeschlagen wurde, für die Kündigung von Verträgen und die Räumung der Wohnung nicht mehr zuständig. Die Ausschlagung wird dann auch rückwirkend zum Zeitpunkt des Todes des Vaters.

Insofern rate ich dringend davon ab, jetzt Verträge zu kündigen. Dies könnte als Annahme des Erbes gedeutet werden. Gegenüber dem Vermieter würde ich lediglich angeben, dass das Erbe ausgeschlagen werden soll und diesem so ermöglichen, die Wohnung zügig wieder zu vermieten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Lars Winkler

ANTWORT VON

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