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Verhalten nach Abmahnung zum Arbeitsplatzerhalt

| 03.01.2008 13:15 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


SEhr geehrter Anwalt sehr geehrte Anwätin,
ich habe eine Frage zum Thema Abmahnung, möchte gerne 2 Dinge.
1 Eine kurze Stellungnahme zum bisherigen Verhalten.
2 Eine kurze stellungnahme, ob die von uns nun geplanten Schritte sinnvol sind.
Kuze Tatsachen: Mein mann ist als Küchenchef beschäftigt seit 15 Mai 2006, mit 6 Monatiger Probezeit, anschliessend unbefristet mit verweis auf den MTV BW. Arbeitszeit 169 Monatsstunden, durch Gehalt Überstunden abgegplten, dabei ist das Recht auf Freizeitausgleich nicht eingeschränkt.
Mein Mann hat immer eine 5 TAgewoche garbeitet, bekam 6 und 7 TAge als Guttage aufgeschrieben, und hat im Übrigen i. d. R 0hne weitere Forderungen 10 Stunden am Tag gearbeitet, was für Ihn immer eine selbstverständlichkeit war.
Der Hoteldirektor hat nun zum 1 Dezember gewechselt, und seitdem sind die Arbeitsverhältnisse so, dass mein Mann ein nervliches Frack gworden ist.
Von seinem aus dem Betrieb ausgeschiednen Direktor hat er ein Zwischezeugniss mit "sehr gut", in einem persönlichen Gespräch wurde dies auch nocheinmal bekräftigt.
Seit 1 Dezember ist nun ohne nähere Konktretisierung und Begürndung alles "Scheisse" schlecht und alles ohne auch auf Nachfragen näher zu benennen.
Mein Mann hat dagegen protestiert, leider bisher als einziger offen, nun bekommt er auch noch vorgehalten, er sei der einzige, der unzufriden sei. Die anderen sagen einfach nichts offen, und es heisst immer nur "habe die sChnauze voll", offen sagen tut dies im Moment niemand.
Daraufhin hat mein Mann in den letzten 2 Wochen nichts mehr gesagt, und nur Versucht, seine Arbeit weiter so gut als möglich zu nachen.
er hat im Dezember auch aus Arbeitsbelastung gar keine richtige Zeit gehabt, sich weitere Schritte zu überlegen( stand heute 30 Guttage, 8 davon allein im Dezember), Resturlaub aus 2007 auch noch 3 TAge, weil seit Mai kein Stellvertreter mehr.
Gestern hat mein mann nun eine Abmahnung erhalten: Zitat:
.... in Ihrer Funtion als Küchenchef ist es Ihre Pflicht, die entsprechende vertraglich geregelte Leistung zu erbringen. Am 31.12.2007 ( Sylvesternacht) haben Sie ohne Abmeldug beim Unterzeichner Ihren Arbeitsplatz verlassen und es zudem versäumt, eine Absprache bezüglich des weiteren Ablaufs der Sylvesternacht aus Küchetechnischer Sicht vorzunehmen.
Wir halten diese Verhalten ganauso als verantwortungslos, wie dem Restaurantleiter diese Verantwortung einfach zu übertragen.
Die noch geplante Mitternachtssuppe war von den Gästen ( ca. 110 Gäste im Hause) innerhalb weniger Minuten vollständig verzehrt.
Dies führte letzlivh dazu, dass der unerzeichner den entstandenen Ärger zu bereinigen hatte.
Ein derart Verantwortungsloses Verhalten kann von uns nicht akzeptiert werden. Deshalb erhalten Sie heute Ihre 1. Abmahnung.
Im Falle einer weitere derartigen oder ähnlichen Pflichtverletzung sehen wir uns gezwungen, Ihr Arbeitsverhältniss zu kündigen. Zitat Ende. Den Empfang der Abmahnung hat mein Mann bestätigt. Dann hat er mich angerufen, wir haben uns besprochen, er hat sich daufhin an den Direktor gewandt, mit der bitte um ein klärendes Gespräch, das im WEsentlichen ergebnislos verlief. Die Aufforderung, nur mündlich gegeben, heute Frei zu machen wegen Guttage abbaus hat mein Mann vorsichtshalber nicht angenommen, und ist heute morgen vorsichtshalber zur Arbeit erschienen, da wir die Befürchtung hatten, da keine Schriftform und keine Zeugen, dies könne Negative Folgen haben.
Mein Mann nahm eine von uns Verfasste Gegendarstellung mit:
........ hiermit möchte ich eine Richtigstellung zu Ihrer Abmahnung vom 2 Januar 2008 nach § 83 Absatz 2 BeVG in meine Personalakte aufgenommen haben.Ich fordere Sie auf, die Abmahnung aus meiner Personalakte zu entfernen / zu löschen. Ich habe mir aus meiner Sicht keinerlei Vergehung schuldig gemacht.
1 Ich habe meine Arbeitszeit am 31 Dezember voll erfüllt, da ich von 6 Uhr bis 23 Uhr gearbeitet habe. dabei habe ich nur 30 Minuten Pause gemacht. Daher habe ich meine Arbeitszeit mit Überstunden an iesem TAg voll geleistet.
2 DAss ich mich bei Ihnen persönlich vor Feierabend abzumelden habe war mir nicht gekannt, auch bei Irem Vorgänger Herr XXXXwr dies nie nötig. Wnn Sie dies wünschen hätte eine einfache Bitte/ Anweisung schon im Vorfeld genügt. Es war bei uns bisher immer ausreichend, wenn ich mich mit dem Serviceverantwortlichen abgesprochen hatte. Mitternachtsimbisse wurden im Betrieb, egal in welcher Form immer von der Küche bereitgestellt und vom Service serviert. Ddaher habe ich mich keinerlei vergehen schuldig gemacht.
3 Den Mitternachtsimbiss hatte die Küche aus kalkulisatorischer Sicht eine ausreichende Menge wie sonst auch üblich bereitgestell. Wie sonsst auch üblich hatten wir für Notfälle sogar vorgesorgt, indem für alle Eventualitäten noch mehr Suppe Portionsweise tiefgefroren vorrätig war. Dies war abgesprochen mit dem Serviceleiter, wie bisher gehandhabt. Daher habe ich mich aus meiner Sicht auch in dieser Hinsicht keinerlei Pflichtveraletzung schuldig gemacht.
us den oben genannten Gründen möchte ich daher noch einmal darum bitten, die ungerechtfertigte Abmahnung aus der Personalakte zu löschen.
Mit freundlichen Grüssen.
Zitat ende.
Die Annahme der Gegendarstellung wurde abgelehnt.
Dann versuchte mein Mann, diese im Büro bei der Buchhaltung abzugeben, was abgelehnt wurde.
Der nochmalige Versuch, enigstens zu ERfahren, wieso die Annahme Verweigert wird endete Damit, dass mein Mann angebrüllt wurde, der Direktor brüllte Sinngemäss, er würde überhaupt nichts annehmen, und wenn mein Mann nicht augenblicklich das Hotel Verlisse, würde er direkt die nächste Abmahnung kassieren.
Die Gegendarstellung wurde nicht Quittiert, aber angenommen.
Daraufhin machte mein Mannn in seinem Büro noch die einpflegung der bereits gezählten Inventur, da Ihm in der Buchhaltung angedroht wurde, ansonsten würde er wegen der nicht abschlossenen Invertur eine Abmahnung erhalten. Danach verlies er die Arbeitsstelle.
Bis dahin meine erste Frage. Ohne die gefühlte Mobbing situation im Vorfeld, nur in Bezug auf die Abmahnung, bisher war das Verhalten meines Mannes doch korrekt? Ich denke, die Beurteilung, ob die Abmahnung gerechtfertigt ist muss im Schlimmsten Fall ein Arbeitsgericht klären.

Nun zum weitern Verhalten:
dadurch dass wir kleine Kinder haben, und unser Sohn gerade erst eingeschult wurde, sind wir was das umziehen betrifft sehr unflexibel. Daher ist im momnet auch aus finazieller Sicht für uns eine Kündigung die rechtlichen Bestand hat der SUPERGAU, da wir uns ausserdem nochn in der Wohlverhaltensperiode im RAhmen einer Insolvenz befinden.
Prinziepiell haben wir, auch wenn es schwer fällt zu folgendem handeln Entschlossen:
möglichkeit 1 morgen einfach ganz normal ohne weitere Schritte zu tätigen zur arbeit gehen, und abwarten was passiert oder nicht passiert, und solange nicht schriflich weiter passiert die arbeit nach bestem Wissen weiter so gut es geht erledigen.Im Zweifelsfall , wenn der Rausschmiss wie heute morgen geschehen täglich geschieht, gehen, und täglich wieder zur Arbeit erscheinen. also arbeitsbereitschaft signalisieren.
Möglchkeit 2
Das Hotel gehört zu einer kleinen, privat geführten Gruppe, und der Direktor ist wiederum einem Regionaldirektor unterstellt. DA wir keinen Betriebsrat haben, könnte wir uns mit den Vorliegenden schriflichen Unterlagen, der Darlegung des Falles aus meiner Sicht, dem Hinweis dass mein Mannssich gemobbt fühle an den Regionaldirektor wenden. Diese Entwicklung in nur 4 Wochen ist uns absolut unverständlich und in keinster Weise nachvollziehbar.
Da uns auch nicht ganz klar ist, was der Direktor mit unserer Gegendarstellung anfängt, haben wir auch schon überlegt, ob wir diese von einem Zeugen ausserhalb des Betribes unterschreiben lassen, um dann die ganze Sache noch einmal per Einschreiben an den Direktor zu senden, um sicherzugehen.
Die Vorgenannten Massnahmen sind uns darum wichtig, weil wir eben finaziell nicht unabhängig sind, und im Momnet keine Passenden Stellen für einen Raschen Arbeitsplatzwechsel in Wohnortnähe Verfügbar sind.
Ich bedanke mich schon jetzt für Ihre Mühen, und würde mich freuen, möglichst rasch eine Antwort zu bekommen Vielen Dank.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Ob sich Ihr Ehemann in der von Ihnen beschriebenen Situation abmahnungswürdig verhalten hat, kann ohne genaue Kenntnis der Ausgestaltung des Arbeitsverhältnisses mitsamt der diesem innewohnenden Pflichten nicht abschließend beurteilt werden. Letztlich könnte dies wahrscheinlich, wie Sie richtig erkannt haben, nur in einem arbeitsgerichtlichen Verfahren abschließend geklärt werden.

Hinsichtlich der Abmahnung hat sich Ihr Mann korrekt verhalten. Der Arbeitnehmer hat das Recht einer in die Personalakte aufgenommenen Abmahnung eine Stellungnahme beizufügen. Daher sollte sich Ihr Mann nochmals vergewissern, dass seine Stellungnahme auch in die Personalakte aufgenommen wurde.

Außerdem möchte ich Sie darauf hinweisen, dass der Arbeitnehmer der Rechtsprechung zu Folge einen Anspruch auf Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte hat, wenn diese formell nicht ordnungsgemäß zustande gekommen ist, unrichtige Tatsachenbehauptungen enthält, den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verletzt oder kein schutzwürdiges Interesse des Arbeitgebers am Verbleib in der Personalakte besteht. Dies könnten Sie auch gerichtlich geltend machen.

Hinsichtlich Ihres weiteren Verhaltens ist Ihrem Mann auf jeden Fall zu empfehlen, sich weiterhin zu seinen Arbeitszeiten an seinem Arbeitsplatz einzufinden, um weder Anlass zu einer weiteren Abmahnung zu geben noch eigener Rechte verlustig zu gehen.

Sollte sich der Chef Ihres Mannes weiterhin weigern, die Gegendarstellung in die Personalakte aufzunehmen und es zu weiteren verbalen Angriffen kommen, rate ich Ihnen, sich an den gemeinsamen Vorgesetzten zu wenden. Dies sollten Sie schriftlich und unter Hinweis an den Chef Ihres Mannes tun. Dabei sollten Sie einen Schwerpunkt auf die Problematik zwischen Ihrem Mann und seinem Vorgesetzten und nicht auf dessen Führungsqualitäten legen.

In diesem Fall würde ich Ihnen auch die Beauftragung eines Rechtsanwalts nahe legen.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende rechtliche Begutachtung unter erschöpfender Sachverhaltserörterung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen entscheidungserheblicher Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Maik Elster
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 03.01.2008 | 15:13

Vielen Dank für die prompte Antwort, hinsichtlich der Aufnahme der Gegendarstellung denke ich, dass wir 14 Tage warten, und mein Mann dann einsicht in die Personalakte verlangt.
Da mein Mann die Dienstplanverantwortung hat, ist wohl am besten, er schreibt die Dienstpläne weiter und lässt diese Genehmigen, oder fordert eine schriftliche anweisung, wie er sich weiter in dieser Hinsicht zu verhalten hat.
Dies wird im moment denke ich die einzige Möglichkeit sein, richtig zu reagieren, oder?
Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.01.2008 | 15:14

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Welches Verhalten Ihres Mannes das absolut richtige ist, kann ohne genaue Kenntnis des gesamten Sachverhaltes nicht abschließend beurteilt werden. Das von beschriebene Verhalten ist angesichts der dargestellten Situation jedoch durchaus zu empfehlen.

Ihr Mann sollte gegenüber seinem Chef nochmals, nötigenfalls schriftlich betonen, dass er darauf besteht, dass seine Gegendarstellung zur Personalakte genommen wird. Einsichtnahme sollten Sie in diesem Fall nach einer angemessenen Frist verlangen.

Außerdem sollte Ihr Mann seinen arbeitsvertraglichen Pflichten genauestens entsprechen und sich betrieblich relevanten Entscheidungen gegenzeichnen lassen.

Sollte sich die Situation nicht wieder entspannen, rate ich Ihnen, einen Rechtsanwalt zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Maik Elster
Rechtsanwalt

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