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Verhalten bei falscher Mobilfunkabrechung und wann Anwalt?


| 28.04.2006 11:10 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

ich halte viele Details soweit wie möglich heraus, weil der Kern meiner Frage nicht die Aussichten vor Gericht sind sondern der Umgang mit dem Problem. Ist schon allerhand Korrespondenz angefallen die ich hier stichpunktartig wiedergebe ohne zu sehr ins Detail zu verfallen.

Sachverhalt.
Ich habe gerade Ärger mit meinem Mobilfunkanbieter. Ich hatte früher zwar wechselnd hohe Rechnungen. Allerdings der Teil ´Gespräche ins Ausland´, und nur um diesen geht es hier, war stets gering. So 5-10 EUR im Monat. Im Januar bekam ich eine (Ab-)Rechnung worin der Auslandsanteil knapp 400 EUR betrug. Lauter Telefonate die ich nie geführt habe.

Widerspruch der Abrechung per Einschr. mit Rückschein,
darin enthalten korrgierte Berechung,
Lastschrift Retour, Überweisung des korrigierten Betrages selbständig.

Erstmal keine Reaktion, Für Februar ähnlich falsche Rechung.
Erneut wie Jan: Widerspruch, Rech.Korr., Retour und Überweisung

Ich kündigte die Lastschriftvollmacht, bat um Auflösung des Vertrages. Abgelehnt wegen Laufzeit. Dann Frage ob duch Zahlung vorzeitiges Ende möglich (wegen subventionierem Handy). Bisher keine Antwort.

Vor zwei Wochen sperrten sie das Mobilfunkkonto. Störte mich nicht, hatte mir schon vorher eine Prepaid-Card besorgt. Ich entfernte den Chip endgültig aus dem Handy und schrieb, daß ich auch nichts weiter bezahle wenn das Mobilfunkkonto gesperrt ist. Abgesehen von den strittigen Abrechungsposten (Ausland) hatte ich alle Rechungen bezahlt.

Jetzt liegt die Märzrechung vor. Immernoch Auslandsgespräche abgerechnet die nie geführt wurden. Zwar nicht so heftig wie davor. Aber auch falsch. Ich habe vor genauso zu verfahren wie oben (Widerspruch und so).

Die Briefe des Mobilfunkbetreibers lauteten stets ziemlich eintönig. Wir haben geprüft, alle Abrechungen seien in Ordnung, Rechung sei korrekt. Auf ein Angebot das Problem ohne Streit zu verhandeln und zu klären wurde nicht eingegangen.

Ich habe 2 Fragen.
1. Habe ich mich angemessen verhalten? In dem Sinne, daß ich meine Position vor Gericht, sofern es dazu kommt, nicht verschlechtere.

2. Ab wann brauche ich einen Anwalt? Wenn die Mobilfunkgesellschaft bei Gericht Klage einreicht?

mit freundlichen Grüßen
H.K.

PS: Falls ein Rechtsanwalt meiner Region (Frankfurt am Main) mich in den 2 obigen Fragen gut beraten kann komme ich gern auf ihn zurück falls es mit der Mobilfunkgesellschaft hart auf hart kommt.

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Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie haben sich richtig verhalten; zu einer Verschlechterung Ihre Position kommt es nach der Sachverhaltsdarstellung nicht, da nun der Betreiber seinerseits reagieren muss.

Da Sie anhand der Vergleichsrechnungen den Nachweis führen können, dass die Abrechnungen falsch sind, obliegt es nun dem Betreiber, die Richtigkeit seiner Rechnung nachzuweisen (wobei standartisierte Mitteilungen nicht reichen), was er ja nach Ihrer Darstellnung nicht kann.



Gleichwohl würde ich raten, schon jetzt einen Kollegen vor Ort aufzusuchen um es gar nicht zu einem Verfahren kommen zu lassen. Die Kosten des Kollegen hätte derzeit Sie zu tragen, so dass Sie VORHER den Betreiber schriftlich (Einschreiben/Rückschein) auffordern sollten, innerhalb einer Frist von 14 Tagen zu erklären, dass keinerlei Ansprüche mehr geltend gemacht werden.

Teilen Sie weiter nochmals mit, dass Sie den Vertrag fristlos kündigen und nach Fristablauf einen Rechtsanwalt beauftragen werden.

Nach Fristablauf befindet sich der Betreiber in Verzug und hätte die RA-Kosten dann auch zu tragen.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 28.04.2006 | 12:07

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

danke für die prompte Antwort. Eine Kleingkeit der Reihenfolge ist mir noch unklar. Wie meinten Sie das?

a.) Rechstanwalt aufsuchen und nach Beratung mit ihm Schreiben aufsetzen (Kündigung, Aufforderung, Frist 14 Tage)

oder

b.) o.g. Schreiben selbständig aufsetzen, abwarten und dann zum Anwalt.

danke
mit freundlichen Grüßen

H.K.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.04.2006 | 12:12

ERST selbst schreiben, warten und NACH Fristablauf zum Anwalt gehen.

Bewertung des Fragestellers |


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