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Verhalten als Zeuge - nicht erscheinen zur freiwilligen Vernehmung

| 06.08.2009 08:22 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Morwinsky


Guten Morgen sehr geerhte Damen und Herren,

Einam kurzdie Geschichte:
Mitte Juli wurde ich zum dritten Mal Opfer eines Raubüberfalles bzw. gemeinschaftlicher räub. Erpressung und wurde zu bei 2 von 3 Fällen durch die Polizei befragt. Diese hatte ich aus verschiedenen Gründen nicht gleich nach der Tat alamiert. Soweit zur Vorgeschichte.

Mein jetziges Problem ist:

Nach der dritten Tat deuteten die Zuständigen Ermittlungsbeamten der Kripo an, dass ich mir alles nur ausgedacht hätte und mir die Wunden selbstbeigebracht hätte. Ich hab meine Ausage , weiterhin als Geschädigter bzw. Zeuge, normal weiter gemacht.Diese fand nach der Tat statt.
Vor kurzem bekammich von der Polizei eine Vorladung zur Aussage als Zeuge. Zu dieser bin ich nicht erschienen da mir nach der Tat die Täter mit Konsequenzen drohten. Der Polizei hab ich gegenüber angegeben, nicht in der gesundheitlichen Lage zusein eine Aussage zu machen. Damit hatte ich am Telefon gelogen. Jetzt hab ich das Problem das die Beamten eine Kopie der Bescheinung der Zeugenunfähigkeit haben.

Diese kann ich aber aus Gründen der Lüge nicht vorlegen.

Meine Frage ist wie verhalte ich mich jetzt? und brauche ich einen Anwalt beim nächsten Poliozeibesuch?

Vielen Dank für die Mühe und Zeit

Hochatungsvoll

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich gerne auf der Grundlage Ihrer Sachverhaltsangaben.

Zunächst einmal kann ich Sie ein Stück weit beruhigen: Das Nichterscheinen zu einer Zeugenaussage bei der Polizei ist nicht sanktioniert. Insofern haben Sie keine Strafe/Geldbuße zu befürchten, wenn Sie den Nachweis für die zunächst behauptete Erkrankung gegenüber der Polizei nicht erbringen können.

Da gegen Sie bereits der Verdacht einer unberechtigten Anzeige besteht, kann sich der Umstand der vorgeschobenen Erkrankung jedoch negativ auf die Einschätzung Ihrer Glaubwürdigkeit durch die Polizei auswirken. Sie sollten hier mit offenen Karten spielen und den Beamten mitteilen, daß Ihnen seitens der Täter/Dritter Konsequenzen angedroht wurden, Sie Angst haben und zunächst nicht wußten, wie Sie sich weiter verhalten sollen.

Es steht Ihnen selbstverständlich auch weiterhin frei, bei der Polizei Angaben zur Sache zu machen. Ich gehe jedoch davon aus, daß Sie als Opfer der genannten Straftaten ein Interesse an der Verfolgung der Täter haben. Insofern empfehle ich Ihnen, der Polizei weiterhin die nötigen Informationen zu geben. Spätestens gegenüber der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht wären Sie ohnehin gesetzlich zu einer wahrheitsgemäßen Zeugenaussage verpflichtet, wenn Ihnen nicht ausnahmsweise ein Zeugnisverweigerungsrecht (§§ 52 bis 53a StPO) oder ein Auskunftsverweigerungsrecht gemäß § 55 StPO zusteht.

Ein Auskunftsverweigerungsrecht besteht dann, wenn Sie sich oder einen nahen Angehörigen durch die wahrheitsgemäße Beantwortung einer Frage der Gefahr aussetzen, selbst wegen einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit verfolgt zu werden. Dies wäre vorliegend der Fall, wenn der angedeutete Verdacht des Vortäuschens einer Straftat durch Sie zutreffend wäre bzw. Sie diesen nicht ausräumen können. Jedenfalls sollten Sie vermeiden, Aussagen zu treffen, die Sie selbst belasten können.

Eine Beauftragung eines Rechtsanwaltes erscheint mir im Moment nicht angezeigt. Dies gilt jedenfalls dann (wovon ich ausgehe), wenn Sie sich selbst in dieser Sache nichts vorzuwerfen haben. Es besteht allerdings die Möglichkeit, sich von einem Beistand zur nächsten Zeugenvernehmung begleiten zu lassen. Dieser kann in psychologischer Hinsicht für Sie hilfreich sein.

Bewertung des Fragestellers 06.08.2009 | 10:10

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