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Vergütung Urlaubstage und Überstunden

09.06.2012 18:50 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren

Seit 01.03.2009 war ich als Storemanager in Festanstellung im Einzelhandel beschäftigt. Aufgrund meiner Schwangerschaft, konnte ich seit dem 03.01.2011 nicht mehr arbeiten.

Fakten:
(01) 1. Beschäftigungsverbot 03.01.2011 - 02.02.2011
(02) 2. Beschäftigungsverbot 03.02.2011 - 23.05.2011
(03) Mutterschutz 24.05.2011 - 30.08.2011
(04) Elternzeit 31.08.2011 - 21.06.2013

Aufgrund des Beschäftigungsverbotes / Mutterschutzes mit anschließender Elternzeit war es mir nicht möglich den entsprechenden Resturlaub aus 2010 und den anteiligen Urlaub aus 2011 im vollen Umfang zu nehme (27 Tage), weiterhin erhielt ich keine Kompensation der in 2009 und 2010 geleisteten Überstunden (87,50 Stunden).

Aufgrund der Geschäftsaufgabe (NICHT Insolvenz)in Deutschland meines „ehemaligen" Arbeitgebers, erhielt die Kündigung zum 29.02.2012 - entsprechend mit dem Gewerbeaufsichtsamt abgestimmt.

Seit 04.01.2012 bin ich in Schriftverkehr mit meinem „ehemaligen" Arbeitgeber und versuche (bis dato leider erfolglos) besagte Resturlaubstage und Überstunden entsprechend einzufordern.

Fragen:
Wie sehen sie die Erfolgsaussichten, die Urlaubstage sowie die Überstunden rechtlich geltend zu machen und eine monetäre Vergütung durchzusetzen bzw. im Vorfeld möglicher weise einen Vergleich zu erreichen.

Erschwerend kommt hinzu, dass ich die oben aufgeführten Resturlaubstage und Überstunden nicht nachweisen kann, da diese weder auf meinen monatlichen Gehaltsabrechnungen vermerkt, noch mir sonst irgendwelche Unterlagen darüber vorliegen.

Vielen Dank für eine Rückmeldung

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Ihre Chancen schätze ich im Hinblick auf den Urlaub gut ein. Es gilt § 17 MuSchG. Die Zeit des Beschäftigungsverbots gilt als Beschäftigungszeit und nach Ablauf der Fristen kann der Urlaub im laufenden oder im folgenden Kalenderjahr genommen werden. Nach § 7 IV BUrlG entsteht ein Urlaubsabgeltungsanspruch, wenn der Urlaub wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht genommen werden kann.

Sie konnten den Resturlaub 2010 und den anteiligen Urlaub bis 30.8.2011 wegen der Beschäftigungsverbote nicht nehmen und nehmen diesen Urlaub daher mit, auch bis nach der Elternzeit. Da das Arbeitsverhältnis endet, ist der Urlaub abzugelten.
Notfalls muss der Arbeitgeber darstellen, welcher Urlaub schon gewährt wurde. Der Urlaubsanspruch besteht ja, man muss nur nachvollziehen, wieviel Urlaub schon gewährt wurde. Dies sollte sich aus der Buchhaltung ergeben.
Bei den Überstunden sind Sie darlegungs- und beweispflichtig, falls es zu einem Rechtsstreit kommt. Man müsste prüfen, was Ihr Arbeitsvertrag zu Überstunden aussagt.

Sie müssten auf irgendeine Art und Weise den Bestande der Überstunden nachweisen. Dies kann auch eine eigene Liste sein, das Problem ist nur wenn diese bestritten wird. Überstunden sind vor Gericht schwer zu beweisen, wenn es nicht irgendeinen Nachweis gibt, etwa Dienstpläne oder ein Stundenkonto des Arbeitgebers.

Ganz ohne Nachweise, werden Sie Probleme haben, den Anspruch durchzusetzen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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