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Vergütung Minijob in Elternzeit


| 22.02.2006 14:18 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Guten Tag,
ich befinde mich in Elternzeit und möchte in Rahmen eines Minijobs wieder bei meinem AG arbeiten. Der AG hat weniger als 15 Mitarbeiter. Frage 1: Kann ich ein anteiliges Gehalt verlangen ( Vollzeit 40 Stunden, jetzt 10 Stunden und somit 25% vom Vollzeit Bruttogehalt)?
Der AG schlägt zur Zeit ein Stundenlohn vor, der wesentlich unter dem umgerechneten Vollzeit-Stundenlohn liegt mit der Begründung, die anderen MA bekämen ja netto auch nicht mehr.

Frage 2: Muß ich den wesentlich geringeren Stundenlohn akzeptieren, nur weil ich aufgrund des Minijobs keine Abzüge habe?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich basierend auf den vorliegenden Informationen gerne beantworte.

Zunächst möchte ich betonen, dass Sie keinen Anspruch auf Ausübung einer Teilzeittätigkeit bei Ihrem Arbeitgeber haben. Denn dieser Anspruch besteht nur in Unternehmen mit in der Regel mehr als 15 Mitarbeitern (ohne Auszubildende). Wenn ich Sie richtig verstehe, ist Ihnen dies aber bereits bewust.

1. „Kann ich ein anteiliges Gehalt verlangen ( Vollzeit 40 Stunden, jetzt 10 Stunden und somit 25% vom Vollzeit Bruttogehalt)?“

Grundsätzlich und nach Ihrem bisherigen Vortrag können Sie Ihr anteiliges Gehalt verlangen.

Unabhängig vom Fehlen des Anspruchs auf Teilzeitarbeit darf Ihr Arbeitgeber Sie nämlich nicht benachteiligen (diskriminieren), nur weil Sie in Teilzeit arbeiten (folgt aus § 4 TzBfG). Hierunter fällt insbesondere das Verbot der Gehaltskürzung ohne besonderen Grund. Sie haben demnach, sofern Sie die gleiche Tätigkeit ausüben und tatsächlich im Vergleich zu Ihrer vorherigen Tätigkeit nur die Arbeitszeit geändert wurde, auch Anspruch auf den anteiligen Lohn.

Der Arbeitgeber kann aber sachliche Gründe entgegenhalten, aufgrund derer seiner Meinung nach unterschiedliche Gehälter gerechtfertigt sind (z.B. Erschwerniszulagen ab 6-stündiger täglicher Arbeitszeit o.ä.). Ein solcher Grund ist aber nicht der, dass andere MA genauso viel Netto bekämen. Da Sie weitere Gründe nicht genannt haben, gehe ich davon aus, dass der AG auch keine anderen Gründe vorgetragen hat.


2. „Muß ich den wesentlich geringeren Stundenlohn akzeptieren, nur weil ich aufgrund des Minijobs keine Abzüge habe?“

Für die so genannten Minijobs gilt keine Ausnahme zu dem oben bereits Geschriebenen. Es bleibt dabei, dass Sie Anspruch auf den anteiligen Lohn haben, d.h. wenn Sie jetzt nur noch ein Viertel der Zeit arbeiten, dann haben Sie auch Anspruch auf ein Viertel des zuvor gezahlten Lohns.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen. Für eine weitere Beratung oder Vertretung im Falle einer Kündigung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
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