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Vergleichsangebot Hoist AG


08.08.2017 17:02 |
Preis: 25,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Henning



Sehr geehrte Damen und Herrn,

können Sie mir erklären, was es mit dem Passus

"Die Verwertung von Sicherheiten oder die Zahlung pfändbarer Beträge durch Dritte werden nicht auf den Vergleichsbetrag angerechnet, sondern auf die Gesamtforderung verrechnet. Dadurch kann sich ein möglicher Forderungsnachlass entsprechend verringern."

auf sich hat.

Telefonisch habe ich mich mit der Inkassofirma über die Zahlung eines Vergleiches geeinigt. Nach Erhalt der vereinbarten Einmalzahlung einer Vergleichssumme, sollte die laufende Lohnpfändung aufgehoben werden. Zudem sicherte mir der Mitarbeiter von Hoist am Telefon zu, dass damit alle Forderungen abgegolten sind und keine weiteren Schritte ihrerseits unternommen werden.
Man sendete mir einen Vordruck zu, welchen ich gerne insoweit abgeändert hätte, dass o.g. Passus entfällt und man mir hier schriftlich zusichert, dass nach Erhalt des vereinbarten Betragens die Pfändung aufgehoben und der entwertete Titel zugesandt wird. Hierauf lies sich der Mitarbeiter nicht ein. Entweder ich würde das von ihnen verwandte Formular so unterschreiben, oder es käme kein Vergleich zustande. Sie dürften kein anderes verwenden, hieß es in dem Gespräch. Der o.g. Passus wäre so üblich und hätte keine Bedeutung für mich. Ich bin nun sehr verunsichert und vermute eine böse Falle. Die Hoist AG ist für diese unseriösen Machenschaften nach meinen Recherchen bekannt.

Viele Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Mit dem betreffenden Passus möchte der Gläubiger lediglich die persönliche, ungesicherte Schuld seines Schuldners regeln. Soweit für die Schuld dagegen Sicherheiten, auch von Dritter Seite, gestellt sind, begehrt der Gläubiger dagegen auch weiter seine bestmögliche Befriedigung, d.h. solche Sicherheiten werden nicht frei. Diese Klausel ist grds. erst einmal inhaltlich nachvollziehbar und nicht ungewöhnlich.

Da Sie vereinbart haben, dass mit Erfüllung des Vergleichs (= Zahlung des Vergleichsbetrags) auch die Lohnpfändung erledigt sein soll, empfehle ich dringend, dass diese Regelung auch in den Vergleichstext mit aufgenommen wird, da die von Ihnen zitierte Formulierung einer solchen Freigabe widerspricht und die Freigabe dann nur sehr schwer eingefordert werden kann. Weiter sollte geprüft werden, ob von dritter Seite Sicherheiten gestellt wurden (z.B. über eine Bürgschaft). Da solche Drittsicherungsgeber im Zweifel den Schuldner wegen geleisteter Zahlungen in Regress nehmen können, wäre im Ergebnis mit dem Vergleich nur wenig erreicht.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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