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Vergleich aufheben / anfechten Kindsaufenthalt

| 16.06.2015 23:33 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Abänderung eines Vergleiches zum Aufenthalt eines Kindes.

Guten Tag,

eine Frage zum Familienrecht. Meine Tochter (jetzt 13) lebte bis vor 4 Jahren bei mir. Meine Ex - Ehefrau und ich haben beide das Sorgerecht.

Meine Ex hatte vor 4 Jahren gerichtlich erwirken wollen, dass meine Tochter bei leben solle. (Faktisch ging es ihr um den Kindsunterhalt, den sie dann bekäme)

Ich war zu dieser Zeit in einer schwierigen privaten und beruflichen Situation und habe auf Druck der Richterin einem Vergleich zugestimmt, dass meine Tochter von nun an bei der Mutter leben könne.

Ich war auch in der Annahme, dass dieser Vergleich jederzeit "gekündigt" werden könne und wurde von der Richterin oder meiner Anwältin nicht anders informiert.

Leider war die Entscheidung falsch. Meine Ex ist charakterlich und aufgrund einer Alkoholsucht nicht in der Lage meine Tochter zu betreuen. Es gibt vermehrt Vorfälle, die mich in dieser Ansicht bestärken und ich möchte meine Tochter wieder zu mir holen. (meine Situation ist wieder in Ordnung). Meine Tochter möchte auch wieder zu mir.

Welche Möglichkeiten habe ich?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Man müsste zunächst wissen, was genau im Protokoll der damaligen Verhandlung steht. Ich gehe davon aus, dass das Aufenthaltsbestimmungsrecht nicht auf die Mutter übertragen wurde, sondern das Sie vor Gericht lediglich erklärt haben damit einverstanden zu sein, dass die Tochter bei der Mutter lebt. Dies macht einen Unterschied aus.

Sie können zwar die Vereinbarung nicht einfach kündigen, aber die damalige Regelung ist durchaus ab änderbar. Wenn formal beide Eltern noch die elterliche Sorge, inklusive Aufenthaltsbestimmungsrecht haben, dann können Sie von Ihrer Exfrau verlangen einem Umzug der Tochter zuzustimmen. Tut sie das nicht, müssten Sie beim Familiengericht beantragen das das Aufenthaltsbestimmungsrecht als Teil der elterlichen Sorge Ihnen alleine übertragen wird. Man müsste bei Ihrer Schilderung auch überlegen ob es Sinn macht die gesamte Sorge zu beantragen. In einem solchen Verfahren wird Ihre Tochter sicher persönlich gehört und kann ihren Wunsch äußern. Gerade bei Kindern ab 12 Jahren wird auch der eigene Wille des Kindes besonders berücksichtigt.

Je nach Verlauf könnte auch ein Gutachten über die Erziehungsfähigkeit Ihrer Exfrau eingeholt werden müssen.

Der Weg für Sie für also über das Familiengericht. Sollte Ihrer Exfrau damals das Aufenthaltsbestimmungsrecht übertragen worden sein, wäre das Vorgehen ähnlich, denn dann müssten Sie die Rückübertragung auf sich geltend machen. Rechtlich wäre dies aber etwas schwieriger.

Es muss natürlich Gründe für den Wechsel geben, weil das Gericht die Kontinuität berücksichtigt und ein Wechsel zum anderen Elternteil nur erfolgt, wenn es dem Kindeswohl am besten entspricht.

Der damalige Vergleich kann in einem neuen Verfahren abgeändert oder aufgehoben werden, das ist grundsätzlich kein Problem. Einfach "kündigen" können Sie aber nicht.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht


Bewertung des Fragestellers 17.06.2015 | 00:43

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