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Vergessener Gläubiger meldet sich kurz vor RS -Befreiung

| 01.11.2016 12:59 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Schadet ein vergessener Gläubiger in der Privatinsolvenz? Nicht immer. Nur Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sind schädlich.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich befinde seit 2011 in der Privatinsolvenz. Nun habe ich Post von einem nicht aufgeführten Gläubiger erhalten, ich hatte damals durch meinen Exmann mehr als 30 Gläubiger, daher war es recht schwierig alles ausfindig zu machen!

Ich habe den Gläubiger bereits per Mail angeschrieben, dass ich mich seit 2011 in der PI befinde mit Angabe des Aktenzeichens etc. Den Treuhänder kann ich telefonisch nicht erreiche, somit habe ich ihn per Fax informiert.

Was soll ich machen, ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll, habe große Angst davor das nun alles umsonst war .

Vielen Dank für Ihre Hilfe
01.11.2016 | 16:39

Antwort

von


(90)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben zunächst alles richtig gemacht. Gläubiger und Verwalter informieren, mehr geht nicht. Der Gläubiger kann leider nicht mehr am Verfahren teilnehmen, da Sie sich nach dem Zeitablauf wohl schon in der Wohlverhaltensphase befinden.

Das Vergessen von Gläubigern ist nur dann ein Problem, wenn Sie das absichtlich oder grob fahrlässig getan haben. Denn dann kann das ein Verstoß gegen die Regeln zur Erlangung der Restschuldbefreiung sein (290 Absatz 1 Nr. 6 InsO). Bei einem Verstoß könnte ein Gläubiger einen Versagungsantrag stellen.

Nach Ihrer Schilderung sollte das aber nicht so kommen. Das Vergessen von Gläubigern kommt immer wieder vor. Der Gläubiger muss Ihnen nachweisen, dass Sie ihn grob fahrlässig, also mit "och egal wird schon gutgehen", nicht schon im Insolvenzantrag aufgelistet hatten.

Warten Sie ab, was passiert. Prüfen Sie auch noch, ob es überhaupt ein alter Gläubiger von vor 2011 ist. Wenn nicht, ist er kein Insolvenzgläubiger und keine Gefahr. Wenn Sie Post vom Amtsgericht qegen eines Antrags auf Versagung bekommen, müssen Sie allerdings zügig Ihre Sicht der Dinge darlegen. Gegen eventuelle negative Entscheidungen können Sie ggf. Rechtsmittel einlegen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Stefan Pieperjohanns


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Bewertung des Fragestellers 18.11.2016 | 13:07

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