Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vergehen nach 29 Btmg

| 27.10.2020 13:29 |
Preis: 47,00 € |

Strafrecht


Werde beschuldigt, Betäubungsmittel besessen zu haben, ohne zugleich im Besitz einer schriftlichen Erlaubnis für den Erwerb zu sein. Geldstrafe 1273,50€

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie sind nicht mehr Beschuldigter in einem Ermittlungsverfahren, sondern Sie haben einen Strafbefehl wegen Verstoßes gegen § 29 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 StGB mit einer verhängten Geldstrafe in Höhe von 1273, 50 € erhalten - sehe ich das richtig? Und Sie möchten dagegen vorgehen?

Dann müssen Sie innerhalb von 2 Wochen nach Zustellung des Strafbefehls Einspruch einlegen.

Dazu schreiben Sie einen Brief an das im Strafbefehl bezeichnete Gericht und erklären, dass Sie gegen den Strafbefehl Einspruch erheben.

Begründen müssen Sie diesen Einspruch nicht.

Es wird dann zu einer Hauptverhandlung vor dem Gericht kommen, in dem Sie die Gründe vortragen können, warum der Strafbefehl aufgehoben werden muss, z. B. weil Sie gar nicht im Besitz dieser Betäubungsmittel waren.

Dafür könnten Sie dann in der Hauptverhandlung Beweise oder Zeugen anbieten bzw. Sie können sich überhaupt erst einmal gegen den gegen Sie erhobenen Vorwurf verteidigen. Dazu müssen Sie aber genau wissen, was Ihnen vorgeworfen wird und welche Beweise gegen Sie vorliegen. Der Strafbefehl enthält Hinweise darauf unter dem Abschnitt Beweismittel.

Sie können aber mit Ihrem schriftlichen Einspruch auch schon eine Beschränkung auf den sog. Strafausspruch vornehmen, indem Sie schreiben: Ich lege Einspruch gegen den Strafbefehl ein, weil die Strafe zu hoch ist.

Das kann sich dann darauf beziehen, dass Sie die Strafe für unangemessen halten, die Straftat selbst aber nicht bestreiten. Dann wird es in der Hauptverhandlung nicht zu einer Beweisaufnahme kommen, sondern es wird nur über die Strafhöhe verhandelt.

Die Beschränkung auf den Strafausspruch kann aber auch bedeuten, dass ein zu hohes monatliches Einkommen zugrundegelegt wurde, und wenn Sie eigentlich viel weniger verdienen, als das Gericht angenommen hat, dann müssen Sie hier darauf hinwirken, dass die richtige Tagessatzhöhe festgelegt wird. Auch dies wird dann in der Hauptverhandlung diskutiert werden.

Alles in allem empfehle ich natürlich die Hinzuziehung eines Strafverteidigers. Dieser sollte zunächst einmal Akteneinsicht nehmen, um sich einen Überblick über den Tatvorwurf und über die vorliegenden Beweise für eine Tatbegehung durch Sie zu verschaffen. Dann wird er mit Ihnen darüber sprechen, was am sinnvollsten ist.

Sie müssen aber auf jeden Fall zunächst einmal Einspruch einlegen, denn die zwei Wochen sind schnell vorbei. Alles weitere können Sie dann überlegen bzw. mit einem Strafverteidiger besprechen.

Bitte wenden Sie sich im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gerne an mich, wenn ich etwas missverstanden oder nicht ausführlich genug dargestellt habe. Vorerst verbleibe ich mit freundlichen Grüßen!

Elisabeth v. Dorrien
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 30.10.2020 | 01:11

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:

Vielen Dank!