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Vergabe von Bildungskrediten - Besonderheiten für Ausländerinnen und Ausländer

17.10.2018 15:37 |
Preis: 25,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von


"Im Übrigen kann Ausländern der Bildungskredit bewilligt werden, wenn:
...zumindest ein Elternteil während der letzten sechs Jahre vor Beginn des förderungsfähigen Teils des Ausbildungsabschnitts sich insgesamt drei Jahre im Inland aufgehalten hat und rechtmäßig erwerbstätig gewesen ist, im Übrigen von dem Zeitpunkt an, in dem im weiteren Verlauf des Ausbildungsabschnitts diese Voraussetzungen vorgelegen haben. Die Voraussetzungen gelten auch für einen einzigen weiteren Ausbildungsabschnitt als erfüllt, wenn der Auszubildende in dem vorhergehenden Ausbildungsabschnitt die Zugangsvoraussetzungen erworben hat und danach unverzüglich den Ausbildungsabschnitt beginnt."
(Bundesverwaltungsamt Bescheid vom 17.10.2018)

Ich bin kolumbianische Staatsbürgerin und bin mit einem Studentenvisa 2011 nach Deutschland eingereist. Zu dem Zeitpunkt war ich 17 Jahre alt, hatte mein Abitur in Kolumbien erfolgreich beenden wollen und bin meinem Vater, der seit 2002 in Deutschland mit einer Deutschen verheiratet ist, die uneingeschränkte Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung besitz, nachgereist. Der Familiennachzug wurde abgelehnt, da ich zu diesem Zeitpunkt nach dem Gesetz schon volljährig war, blieb mir kurzfristig nur die Beantragung für das Studentenvisa übrig.
Am 21.09.2018 habe ich erfolgreich meinen Bachelor an der Otto von Guericke Universität in Magdeburg beendet, um im Anschluss (Okt. 2018) meinen zwei jährigen Masterstudiengang an der Universität der Künste zu absolvieren. Alles verlief reibungslos, ich habe die Zusage von einer der bedeutensten Unis Dt. bekommen.
Jedoch bleibt es mir verwehrt, mit der heutigen Aussage des Bundesverwaltungsamtes, einen Kredit aufzunehmen, womit ich die zwei Jahre noch erfolgreich in Berlin meinen Master abschliessen kann ohne meinen Vater damit zu belasten, der mich bereits 7 Jahre unterstützen durfte.
Ich habe ununterbrochen in dieser Zeit in Deutschland gelebt, mein Abitur anerkennen lassen, einen Abschluss erlangt, soll das alles umsonst gewesen sein.
Natürlich habe ich nur ein Studentenvisa nach §16, aber mit der oben aufgeführten Begründung aus dem heutigen Bescheid des Bundesverwaltungsamtes, habe ich doch Anspruch auf einen Kredit, da mein Vater bereits seit 2002 Steuern bezahlt und in Dt. arbeitet. Welche Möglichkeiten bleiben mir, BaföG bekomme ich nicht, jedoch wurde mir 2 Jahre nach Einreise und erfolgreichen Widerspruchsverfahren auch Kindergeld gewährt. Welche Logik besteht hier? Natürlich möchte ich hier beleiben, hier ist ein Teil meiner Familie, meine Brüder, möchte nach dem Masterabschluss sofort Arbeit aufnehmen.
Wie kann ich gegenüber der Verwaltung argumentieren?
21.10.2018 | 13:46

Antwort

von


(31)
Uetzer Straße 4 a
31234 Edemissen
Tel: 05177-9867225
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich empfehle Ihnen, zunächst fristwahrend (nachweisbar!) Widerspruch gegen die ablehnende Entscheidung einzulegen. Die Frist dafür beginnt ab Bekanntgabe des Bescheids zu laufen, am besten erledigen Sie das gleich morgen/ nächste Woche. Beachten Sie für die Formerfordernisse die Rechtsbehelfsbelehrung. Zur Schriftform gehört, dass Sie eigenhändig unterschreiben müssen.

Zitat:
Wie kann ich gegenüber der Verwaltung argumentieren?

Hilfreich wäre gewesen, wenn Sie hier nicht die vom Bundesverwaltungsamt genannten Bewilligungsvoraussetzungen angeführt hätten, sondern die Gründe für die Ablehnung, die im Bescheid auch genannt sein müssen (sonst wäre er wegen eines Verstoßes gegen das Begründungserfordernis schon formell rechtswidrig).

Für eine seriöse Argumentationslinie müsste ich bei den gegebenen Sachverhaltsinformationen den Bescheid und auch die Antragsunterlagen sehen. Sie haben hier nur den Mindesteinsatzbetrag ausgelobt und dafür eben leider keine Dateien hochgeladen. Daher empfehle ich Ihnen, unverzüglich beim örtlichen Amtsgericht einen Berechtigungsschein für Beratungshilfe zu beantragen. Damit könnten Sie eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt beauftragen, den Widerspruch für Sie zu begründen. Der "Eigenanteil", die Beratungshilfegebühr in Höhe von 15 EUR nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG VV Nr. 2500) , wird oft erlassen. In der Regel wird vor der Begründung des Rechtsbehelfs noch Akteneinsicht zu nehmen sein. Ggf. kommt auch ein Eilantrag in Betracht.

Ich hoffe, Ihnen für den Mindesteinsatzbetrag eine gute erste Orientierung für die nächsten Schritte gegeben zu haben.

Freundliche Grüße
Stefan Pleßl, RA


ANTWORT VON

(31)

Uetzer Straße 4 a
31234 Edemissen
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Arztrecht, Haftungsrecht der Ärzte, Berufsrecht der Ärzte, Betäubungsmittelrecht, Familienrecht
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