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Verfügung zug. Dritter- Betreuer wechselt Bank

13.03.2008 17:11 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marc Weckemann


Guten Tag,
meine Nachbarin hat mich im Falle Ihres Todes als Begüstigter
für Ihre Bankkonten eingesetzt. Diese Verfügung zugunsten Dritter für den Todesfall, habe ich schriftlich angenommen. Die Gläubigerin ist jedoch ein Pflegefall geworden und kürzlich vestorben. Nach Ihrem Tod wollte ich mir das Guthaben auszahlen lassen. Die Bank teilte mir jedoch mit, daß der Betreuer das Guthaben auf eine andere Bank transferiert hat und die Bank nichts mehr auszahlen kann.
Meine Frage: habe ich noch Anspruch auf das Guthaben bzw. gibt es eine Möglichkeit an das Guthaben zu kommen ?
Mit dem Wechsel der Bank wurden doch eindeutig die Wünsche des Betreuten verletzt.

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen beantworte ich Ihnen Ihre Fragen wie folgt:

Ich gehe davon aus, dass in Ihrem Falle mit der Bank ein Vertrag zugunsten Dritter auf den Todesfall geschlossen wurde, der unwiderruflich war und den Sie schon zu Lebzeiten angenommen haben.

In diesem Fall sind mit dem Tod Ihrer Nachbarin die Rechte und Pflichten aus deren Vertrag mit der Bank unmittelbar an Sie übergegangen. Sie haben demnach die Möglichkeit, sich das zum Todeszeitpunkt vorhandene Bankguthaben auszahlen zu lassen. Sofern das Guthaben demnach noch zu Lebzeiten übertragen wurde, haben Sie zunächst keinen Anspruch mehr darauf. Die Auskunft der Bank ist diesbezüglich korrekt.

In Ihrem Fall müsste genaustens geprüft werden, ob Ihnen nicht vielleicht schon zu Lebzeiten ein bestimmter Guthabenbetrag übertragen wurde (Nach Ihren Schilderungen vermutlich nicht der Fall) oder ob eine entsprechende letztwillige Verfügung der Erblasserin vorliegt. Im Zweifel sollten Sie hier einen Rechtsanwalt mit einer weitergehenden Prüfung beauftragen.

Betreuer müssen im Grundsatz so entscheiden, wie der Betreute selbst entscheiden würde, wenn er selbst entscheiden könnte. Ob hier die Wünsche der Erblasserin nicht berücksichtigt wurden, ist im Zweifel nur sehr schwer nachweisbar. Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass die Erblasserin (bzw. die Betreuerin) zu Ihren Lebzeiten über das Guthaben frei verfügen konnte.

Sollte die Betreuerin die Wünsche der Erblasserin nicht berücksichtigt haben, kämen unter Umständen Schadensersatzansprüche für die Erblasserin bzw. die Erben in Betracht (sofern überhaupt ein Schaden entstanden wäre). Sie könnten hieraus aber leider keine Ansprüche herleiten.

Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass schon geringe Sachverhaltsabweichungen zu einem gänzlich anderen rechtlichen Ergebnis führen können.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser ersten rechtlichen Einschätzung weitergeholfen zu haben. Gerne stehe ich Ihnen auch für eine weitergehende Beauftragung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marc Weckemann
Rechtsanwalt
_____________
Marc Weckemann
C-G-W Rechtsanwälte

Postfach 1543
76605 Bruchsal

Tel.: (07251) 392 44 30 (24h)
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