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Verfügung von Todes wegen rechtmäßig?

| 26.06.2013 16:02 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Zusammenfassung: Zusammenfassung: Ist ein Testament unklar formuliert oder bietet es Anlass zu Zweifeln, was der Erblasser gewollt hat oder entstehen durch neue oder vom Erblasser nicht beachtete rechtliche oder tatsächliche Konstellationen planwidrige Lücken im Testament, ist das Testament auszulegen.

Guten Tag

Meine Mutter ist verstorben. mein Vater und Mutter haben in einer Verfügung festgelegt das die Eigentumswohnung der Hinterbliebene bekommt und nur bei einem Verkauf ich mein Erbteil erhalte.bei Tod beider bin ich Alleinerbe. Von Barvermögen steht nichts in der Verfügung, da sollte ich Erben , was auch mein Vater beim Nachlassgericht bestätigt. Dies geht aber nicht, entweder ich erbe alles mit oder soll verzichten.

Nun Meine Frage, was kann ich tun um doch an mein Erbe zu kommen?

Mit freundlichen Grüssen

Sehr geehrter Fragesteller,

nach Ihrer Schilderung haben Ihre Eltern ein Testament errichtet indem sie sich gegenseitig zu Alleinerben einsetzen. Unter der Bedingung, dass die Wohnung verkauft wird, sollen Sie einen Erbanteil erhalten.

Dieses Testament ist nicht eindeutig. formuliert.

Ist ein Testament unklar formuliert oder bietet es Anlass zu Zweifeln, was der Erblasser gewollt hat oder entstehen durch neue oder vom Erblasser nicht beachtete rechtliche oder tatsächliche Konstellationen planwidrige Lücken im Testament, ist das Testament auszulegen.

Dazu wird das vorhandene Testament danach beurteilt, was der Erblasser tatsächliche wollte. Dazu können auch über das Testament hinaus gehende Willensbekundungen des Erblassers oder auch frühere Testamente herangezogen werden.

Ist eine Auslegung damit nicht möglich, da der tatsächliche Wille dadurch nicht festgestellt werden kann, ist der mutmaßliche Wille zu erforschen. Dieser muss sich wenigstens andeutungsweise aus dem Testament ergeben.

Ist auch dies, z. Bsp. durch eine planwidrige Lücken im Testament, nicht möglich, muss der hypothetische Wille des Erblassers festgestellt werden. Dabei muss die Frage beantwortet werden: Welchen Inhalt hätte das Testament, das der Erblasser zum Zeitpunkt der Abfassung des ursprünglichen Testaments angefertigt hätte, wenn er Kenntnis von den rechtlichen oder tatsächlichen Umständen gehabt hätte.

Allein aus Ihrer Schilderung des Inhalts des Testamentes kann keine detaillierte Auslegung der Testamente erfolgen, dies ist nur bei Vorlage der gesamten Testamente, etwaiger früherer Testamente und Kenntnis etwaiger besonderer Umstände die den Willen des Erblassers erkennen lassen, möglich.

Eine Auslegung des Testamentes kann ergeben, dass Sie Vermächtnisnehmer werden sollten, mit der Bedingung, dass das Vermächtnis erst dann eintritt, wenn die Wohnung verkauft wird.

Eine weitere Auslegung könnte ergeben, dass Ihr Vater Vorerbe bezüglich Ihres Erbanteils werden sollte und die Nacherbfolge mit dem Verkauf der Wohnung eintritt.

Eine dritte Auslegung könnte ergeben, dass Sie Vollerbe werden sollen, dieses jedoch erst unter der Bedingung des Verkaufs der Wohnung.

Wie Sie selbst sehen, ist nach Ihrer Schilderung des Testamentsinhalts keine klare Beurteilung hinsichtlich der rechtlichen Wirkungen des Testamentes möglich. Da sich daher auch die etwaigen Schritte bezüglich Ihrer Handlungsalternativen um an Ihr Erbe zu kommen unterscheiden könnten, ist die Prüfung des vollständigen Testamentes nötig.

Dazu sollten Sie jedoch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl mit Ihrer Vertretung beauftragen. Dieser kann dann nach Auslegung des Testamentes die notwendigen Schritte zur Sicherung Ihres Nachlassanteils einleiten.

Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet wird. Auch eine größere örtliche Entfernung steht einer Mandatsübernahme nicht im Wege, da die Kommunikation auch gut über Telefon, EMail, Post und Fax erfolgen kann.


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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Bewertung des Fragestellers 26.06.2013 | 17:40

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Stellungnahme vom Anwalt:
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