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Verfügbarkeit über Alleinerbe nach dem ersten Erbfall im Berliner Testament

| 09.08.2011 10:54 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Es geht um ein vor ca. 30 Jahren von einem Ehemann handschriftlich verfasstes gemeinschaftliches Testament, das auch von seiner Ehefrau unterschrieben wurde und in dem sie zusätzlich handschriftlich bekundet hatte, dass dies auch ihr Testament sein solle. In dem Testament wurde der Überlebende als Alleinerbe für das Gesamtvermögen eingesetzt, über das dieser bis zu seinem Lebensende uneingeschränkt verfügen können soll. Nach dem Tode des Überlebenden soll das vorhandene Restvermögen wie folgt vererbt werden:
zu 3/4 an das einzige eheliche Kind und
zu 1/4 an das vor 1950 nicht-ehelich geborene Kind des Ehemanns.
Dies entspricht der Form nach wohl dem Berliner Testament, da in dem Testament weder wechselbezügliche noch einseitige Verfügungen enthalten sind. Die überlebende Ehefrau ist nach wie vor damit einverstanden, dass nach ihrem Tode das Restvermögen dem Testament entsprechend aufgeteilt werden soll.

Fragen:
1) Inwieweit kann die überlebende Ehefrau tatsächlich uneingeschränkt über das sich im Laufe der Zeit vergrößerte Gesamtvermögen verfügen?
2) Welche Einschränkungen sind gegebenenfalls zu berücksichtigen?
3) Spielt gegebenenfalls die Größe des Gesamtvermögens zum Zeitpunkt des Todes des Ehemanns eine Rolle? Diese Größe wäre nachträglich sehr schwer zu berechnen.

Eingrenzung vom Fragesteller
09.08.2011 | 11:05
09.08.2011 | 13:02

Antwort

von


(524)
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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Bei den von Ihnen mitgeteilten Verfügungen in dem gemeinsam errichteten Testament der Eheleute fällt der Nachlass des einen Ehegatten zunächst an den anderen als Alleinerben. Erst nach dem Tod des Überlebenden geht dessen Vermögen als Ganzes auf die Kinder über. Dies bedeutet, dass die Kinder zunächst enterbt sind und lediglich ihr Pflichtteil geltend machen können.

Der zunächst überlebende Ehegatte erbt alles und kann unbeschränkt über das geerbte Vermögen verfügen kann. Es besteht daher die Gefahr, dass zwischen dem Tod des einen und des anderen Ehegatten das Vermögen verbraucht wird. Um dies zu vermeiden ist es ratsam, eine Vorerben- und Nacherbeneinsetzung zu bestimmen. Der überlebende Ehegatte kann in diesem Fall über das Vermögen des verstorbenen Ehegatten nicht völlig frei verfügen. Vielmehr kann der befreite Vorerbe z.B. keine Gegenstände verschenken und der nicht befreite Vorerbe benötigt für Veräußerungen die Zustimmung des Nacherben.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und weise abschließend darauf hin, dass eine verbindliche Stellungnahme die Einsicht in das Testament voraussetzt.

Mit freundlichen Grüßen
J.Petry-Berger
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 09.08.2011 | 16:13

Vielen Dank für Ihre detaillierte Stellungnahme.
Ich gehe davon aus, dass die o.g. Aufteilung des Restvermögens (3/4 an das gemeinsame Kind und 1/4 an das uneheliche Kind des Vaters mit einer anderen Frau) nach dem Tode der Ehefrau Bestand haben wird. Für eine kurze - natürlich unverbindliche - Bestätigung Ihrerseits wäre ich dankbar. Mit freundlichen Grüßen ...

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.08.2011 | 20:31

Sehr geehrter Fragesteller,

die Festlegung unterschiedlicher Quoten für Kinder als Schlusserben ist grundsätzlich unbedenklich, so dass von einem Bestand der von Ihnen getroffenen testamentarischen Verfügung nach dem Tod der Ehefrau auszugehen sein wird.

Mit freundlichen Grüßen
RA Petry-Berger

Bewertung des Fragestellers 09.08.2011 | 18:42

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 09.08.2011
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