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Verfahrensvollmacht unterschreiben trotz Anwaltswechsels?

| 23.08.2016 15:38 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alex Park, LL.B.


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Beschwerde gegen ein Scheidungsurteil einlegen, jedoch nicht mehr mit dem bisherigen Anwalt prozessieren.
Die Beschwerde muss jedoch bereits in 2 Tagen eingelegt sein.
Den neuen Anwalt treffe ich erst einen Tag später.
Daher die folgenden Fragen:
Kann ich die Verfahrensvollmacht bei dem alten Anwalt zur Fristwahrung der Beschwerdeeinlegung unterschreiben und dann widerrufen oder sollte ich die Beschwerde selber einlegen (so das überhaupt von einem Nichtjuristen geht) und die neue Anwaltsvollmacht nachreichen?
Kann ich eventuell eine Fristverlängerung zur Beschwerdeeinreichung anfragen?
Wie verhalte ich mich richtig?

Danke vorab und beste Grüße
Olaf Katzenberger

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

Sie tragen vor bzgl. eines Scheidungsurteils das Rechtsmittel der Beschwerde i.S.d. § 58 Abs. 1 FamFG anzustreben.

Die Sache würde in diesem Fall zu dem für Sie zuständigen OLG gehen und würde dort entschieden.

Aus §§ 63, 64 Abs. 1 FamGF muss die Beschwerde aber innerhalb eines Monats beim Familiengericht eingelegt werden, nicht beim OLG, was die Sache später entscheiden wird.

Aus § 114 Abas. 1 FamFG ergibt sich, dass Sie sich bzgl. der Beschwerde durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen müssen, hier können Sie also nicht selber handeln.

Sollten Sie den bisherigen Anwalt aufgrund des Zeitdrucks auf die Beschwerde einlegen lassen, die Begründung kann innerhalb von zwei Monaten nachgereicht werden, so wird sich dieser zumindest ein Teil der Rechtsanwaltsgebühren für das Rechtmittel verdienen. Der neue Anwalt wird weitere Gebühren abrechnen können, so dass Sie hier zwei Mal bezahlen werden.

Am wirtschaftlich sinnvollsten wäre in der Tat die Beschwerde durch den neuen Anwalt einlegen zu lassen. Da Sie diesen erst in drei Tagen treffen, sollten Sie diesen bitten, kurz per Fax namens und mit Vollmacht Beschwerde einzulegen. Die Begründung kann nachgereicht werden.

Die Monatsfrist sollten Sie nicht verstreichen lassen, da hier eine Einsetzung in den vorherigen Stand ausscheiden wird, da Ihnen die Fristversäumnis zuzurechnen ist. Ab Fristabluf wäre das Urteil rechtskräftig.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park

Bewertung des Fragestellers 23.08.2016 | 18:35

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