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Vererbung einer Immobilie und Geldvermögen

15.02.2019 11:56 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Fragen an Anwalt

Situation
Es existiert ein Haus, das zu 3/4 meiner Mutter und je zu 1/8 mir und meinem Bruder gehört. Außerdem noch ein Geldvermögen.
Wir sind die einzigen Kinder. Es existieren Enkel und Urenkel.
Sind mein Bruder und ich die einzigen Erben des Anteils meiner Mutter?

Kann man ein Haus teilweise an Enkelkinder überschreiben?

Missbrauch von Kontovollmacht.
Muß bewiesen werden, für was größere Geldbeträge benötigt wurden, wenn größere Beträge abgehoben worden sind?
Ist es ein Beweis zu behaupten, die Seniorin hat mir das Geld versprochen, auch unter Zeugen?

Welcher Wert eines Hauses wird vererbt?

Kann bei Erbengemeinschaft ein Erbe den Verkauf des Hauses erzwingen, um einen höheren Wert zu erhalten?

Kann die Erblasserin einem Enkelkind ihren Hausanteil versprechen, auch unter Zeugen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Ihr Bruder und Sie sind die einzigen gesetzlichen Erben Ihrer Mutter, sofern der Vater bereits vorverstorben ist.
Sie sind dann Erben erster Ordnung, § 1924 BGB und schliessen Erben fernerer Ordnung ( Enkel, Urenkel) von der gesetzlichen Erbfolge aus, § 1930 BGB .

2.
Dies ist möglich. Man kann auch einen Miteigentumsanteil als solchen an einen Enkel übertragen.

3.
Derjenige, der sich auf einen Missbrauch einer Vollmacht beruft wird beweisen müssen, dass eine objektiv von der Vollmacht gedeckte Verfügung tatsächlich missbräuchlich im Verhältnis zum Vollmachtgeber war.
Der Zeugenbeweis für bestimmte Absprachen für Geldverfügungen ist durchaus zulässig.

4.
Gegenstand des Nachlasses wird der Verkehrswert des Hauses. Dieser Marktwerk muss anhand bestimmter Bewertungskriterien ( Größe, Lage , Baualter etc ) sachverständig ermittelt werden. Hier würde im Falle eines Ablebens der Mutter also 3/4 des Verkehrswertes vererbt.

5.
Nein, der freie Verkauf des Hauses kann von einem Miterben nicht erzwungen werden. Entweder die Erben einigen sich auf einen freien Verkauf oder es muss die Zwangsversteigerung (Teilungsversteigerung) beantragt werden. Dies kann jeder Miterben allerdings allein beantragen.

6.
Das Versprechen selbst - auch unter Zeugen- ist formell unwirksam. Der Enkel wird sich darauf also nicht berufen können. Ein Schenkungsversprechen bedarf zur Wirksamkeit vielmehr notarieller Beurkundung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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