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Vererbung bei Kindern aus verschiedenen Beziehungen

| 07.11.2013 06:50 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Hallo,
ich werde in kürze heiraten. Ich habe bereits drei Kinder und ein Kind mit meiner zukünftigen Frau. In absehbarer Zeit werde ich Firmenanteile verkaufen, wo ich einen größeren Geldbetrag erhalte. Ich habe kein Problem mit dem Umstand, daß meiner zukünftigen Frau dann unser Vermögen zu gleichen Teilen gehört. Mir geht es mehr um den evtl. eintretenden Erbfall. Was passiert, sollten wir gemeinsam sterben und was sollte ich als erster sterben. Da alle vier Kinder meine leiblichen sind, möchte ich keine Unterschiede bei der Verteilung. Da aber nur ein Kind von meiner zukünftigen Frau ist, wäre der Unterschied doch beträchtlich. Selbstverständlich soll auch meine Frau nicht benachteiligt sein. Kann man das über ein Testament gerecht lösen?
Mit frdl Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,

bei gesetzlicher Erbfolge unterscheiden sich die Erbteile von ehelichen und unehelichen Kindern bzw. Kindern aus vorehelichen Beziehungen nicht. Soweit Sie mit Ihrer Frau im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben, erbt die Frau im Falle Ihres Ablebens von Ihrem Vermögen die Hälfte und die Kinder jeweils ein Achtel. Selbst ohne Testament wird damit kein Kind benachteiligt. Selbstverständlich können Sie trotzdem per Testament so oder anders über Ihr Vermögen verfügen.

Natürlich partizipiert Ihr aktuell eheliches Kind insoweit indirekt doppelt, da es später nach dem Ableben der Mutter weitere Erbansprüche am Vermögen der Mutter erwirbt, welches möglicherweise auch durch Ihre Unterstützung gemehrt wurde. Sollten Sie und Ihre Frau gemeinsam sterben, gilt das Gleiche. Auch hier wäre über eine testamentarische Regelung eine gerechte Verteilung unter allen Kindern dadurch möglich, dass den derzeit nichtehelichen Kindern zumindest von Ihrem Vermögen ein höherer Anteil zugesprochen wird. Diese Verteilung hat jedoch den Nachteil, dass das derzeit eheliche Kind möglicherweise Pflichtteilsergänzungsansprüche erwirbt. Außerdem haben die derzeit vorehelichen Kinder ja auch Erbansprüche gegen die jeweilige Mutter.

Besser wäre es, hinsichtlich der Kinder eine lebzeitige Verfügung im Wege der vorweggenommenen Erbfolge ins Auge zu fassen. Dieses vermeidet Streit unter den Angehörigen nach Ihrem Ableben. Per notariellem Vertrag könnten die Kinder so gerecht und entsprechend Ihrem Willen hinsichtlich möglicher Erbansprüche schon zu Ihren Lebzeiten abgefunden werden. Natürlich müssen hierzu alle Beteiligten auch bereit sein.

Sollte ich Fragen übersehen haben, so nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion. Ansonsten bedanke ich mich für das mir entgegen gebrachte Vertrauen und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 07.11.2013 | 09:49

Vielen Dank Herr Wundke, eine Nachfrage zum letzten Abschnitt (Besser wäre es, hinsichtlich der Kinder eine lebzeitige Verfügung im Wege der vorweggenommenen Erbfolge ins Auge zu fassen. Dieses vermeidet Streit unter den Angehörigen nach Ihrem Ableben. Per notariellem Vertrag könnten die Kinder so gerecht und entsprechend Ihrem Willen hinsichtlich möglicher Erbansprüche schon zu Ihren Lebzeiten abgefunden werden. Natürlich müssen hierzu alle Beteiligten auch bereit sein.)
Bedeutet das,daß die Kinder schon zu Lebzeiten das Erbe bekommen? (Ich bin erst fünfzig!)Oder wie muß das aussehen?

Danke im voraus.
Mit freundlichen grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.11.2013 | 10:29

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Sie haben meine Darstellungen richtig verstanden. Die vorweggenommene Erbfolge ist eine Art der Schenkung unter Verzicht auf Erbansprüche im Todesfall des Schenkers. Diese Art der Vermögensverteilung hat eigentlich nur Vorteile, auch wenn Sie sich noch nicht zur Ruhe setzen wollen. Zumindest einen Teil des Vermögens können Sie so gezielt dem gewünschten Abkömmling zu Gute kommen lassen. Und auch Ihre eigene Absicherung kann dabei umfangreich realisiert werden

Gern bin ich bereit, Sie insoweit weitergehend zu unterstützen. Bei Interesse kontaktieren Sie mich bitte über eine meiner unten genannten Kontaktaufnahmemöglichkeiten.

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt


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Bewertung des Fragestellers 11.11.2013 | 07:10

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FRAGESTELLER 11.11.2013 5/5,0
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