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Vererbte GmbH-Anteile in einer Zugewinngemeinschaft


18.10.2016 09:03 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgende Frage zu meiner Ehe, die unter einer Zugewinngemeinschaft läuft:

Bereits vor der Eheschließung besaß ich einen kleinen Anteil einer Familien-GmbH. Erst kurz nach der Eheschließung (2 Monate nach dem Standesamt) wurde mir von meiner Mutter ein weiterer, größerer Anteil an Firmenanteilen notariell überschrieben. Für diese Anteile erhalte ich jährlich eine Gewinnausschüttung.
Nun zu meiner Frage: Fließt der Wert dieser Anteile im Scheidungsfall in die Zugewinngemeinschaft? Schließlich handelt es sich quasi um eine vorzeitige Erbschaft von meiner Mutter an mich.
Darauf aufbauenden stellt sich eine weitere Frage: Meine Mutter möchte mir demnächst eine Immobilie finanzieren (Anzahlung und Abbezahlung). Auch das ist als Vorerbe gedacht und die Immobilie soll nur über mich laufen. Wäre auch diese Immobilie bzw. deren Wert Teil der Zugewinngemeinschaft?

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,


sowohl die beiden Überschreibungen als auch die Immobilie sind der Teile der Zugewinngemeinschaft - im Falle einer Ehescheidung werden diese daher in die Berechnung aufgenommen.


Für die Berechnung des Zugewinns wird das Anfangsvermögen zum Zeitpunkt der Eheschließung und das Endvermögen zum Zeitpunkt der Zustellung des Scheidungsantrages ermittelt.

Wenn das Endvermögen das Anfangsvermögen übersteigt, liegt ein Zugewinn vor, der auszugleichen ist (sofern nicht gesonderte vertragliche Vereinbarungen abweichend getroffen worden sind).


Bei Ihnen ist der kleine Anteil der Familien-GmbH Ihrem Anfangsvermögen zuzurechnen, da Sie dieses schon bei Eheschließung hatten.

Aber auch der größere Anteil, der nach der Eheschließung überschrieben wird dem Anfangsvermögen zuzurechnen sein, da es sich nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung wohl um eine vorzeitige Erbschaft handelt, so dass nach § 1374 BGB dieses dazu führt, dass auch der größere Anteil dem Anfangsvermögen zuzurechnen ist.


Genauso muss bei der Immobilie verfahren werden, so dass Ihr Anfangsvermögen sehr hoch ist.


Da diese Vermögenswerte aber auch zum Zeitpunkt der Zustellung des Scheidungsantrags vorhanden sind, sind diese auch dem Endvermögen zuzurechnen. Sie werden also beim Anfangsvermögen und dem Endvermögen eingestellt.

Wertsteigerungen wirken sich dann so aus, dass nur diese Wertsteigerungen dann Zugewinn sind.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


Nachfrage vom Fragesteller 18.10.2016 | 09:52

Das heißt, ausgleichen muss ich nur den Wertzuwachs (der Firmenanteile, der zukünftigen Immobilie)? Und nicht etwa meiner Frau die Hälfte des Werts der Firmenanteile ausbezahlen?
Wie berechnet sich dann aber der Wertzuwachs und wer legt diesen fest?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.10.2016 | 09:55

Sehr geehrter Ratsuchender,


das haben Sie genau richtig verstanden; nur der ZUWACHS ist dann auszugleichen.


Sofern keine Einigung (was vernünftig wäre) möglich sein sollte, wird in letzter Konsequenz das Familiengericht den Wert im Urteil festlegen. Dazu wird in der Regel dann auf ein einzuholendes Sachverständigengutachten zurückgegriffen werden, der den Wertvergleich von Anfangs- und Endvermögen vornehmen muss.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle



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