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Vererben eines EFH, Ausschluss Kinder aus 1. Ehe

| 14.01.2008 15:31 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Lieber Anwalt,

meine Eltern besitzen seit 23 Jahren ein Reihenendhaus in bester Münchner Lage.
Mein Vater hat aus 1. Ehe 2 erwachsene Kinder.
Das Haus ist im Grundbuch auf meine Mutter eingetragen, um zu verhindern, dass die Kinder aus 1. Ehe beim Tod meines Vaters an das Haus kommen.
Mein Vater will kein Testament machen, da er der Überzeugung ist, ein Eintrag im Grundbuch lediglich auf den Namen meiner Mutter reicht aus, dass seine Kinder aus 1. Ehe von dem Haus nichts erben. Bargeld ist kaum vorhanden.

Haben die Kinder nun Anspruch auf das Haus oder nicht ? Schliesslich leben meine Eltern in einer Zugewinngemeinschaft und mein Vater hat das Haus zum Großteil durch sein höheres Einkommen ja mit abbezahlt. Spielt das dabei eine Rolle?

Liebe Grüsse K. Jackson

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Maßgeblich für die Frage, ob die Kinder Ihres Vaters aus 1. Ehe von dem Hausgrundstück im Erbfall partizipieren ist, welcher Ihrer Elternteile zuerst verstirbt.

Im Falle des Vorversterbens Ihrer Mutter würde Ihr Vater vorbehaltlich anderweitiger letztwillentlicher Regelungen anteilig Erbe des Hausgrundstücks werden. Bei Tod Ihres Vaters hätten sodann die Kinder aus 1. Ehe einen entsprechend anteiligen Erbanspruch bezüglich des Hausgrundstücks.

Sollte Ihr Vater zuerst versterben, wäre das Vermögen Ihrer Mutter für die Erben grundsätzlich nicht anzutasten.

Jedoch könnten den Kindern aus 1. Ehe als Erben bzw. Pflichtteilsberechtigte bestimmte Ausgleichsansprüche zustehen, wenn diese nachweisen könnten, dass der Erwerb des Hauseigentums durch Ihre Mutter, in der von Ihnen geschilderten Art und Weise, durch Ihren Vater als Schenkung vollzogen wurde. Ob dem so ist, kann an dieser Stelle nicht beurteilt werden.

Um einen solchen Fall auszuschließen, empfehle ich Ihren Eltern einen Anwalt mit der Regelung der Vermögensverhältnisse im Hinblick auf den Erbfall zu betrauen.

Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen eine Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 14.01.2008 | 17:47

Danke für die prompte Beantwortung, jedoch bin ich nicht sicher ob ich das richtig verstanden habe.

Normalerweise ist das Haus unantastbar für die Kinder aus 1. Ehe, wenn meine Mutter im Grundbuch steht unter "Hausgrundstück" kann ich mir nichts vorstellen) aber sollten diese nachweisen können, dass mein Vater meiner Mutter das Geld, mit welchem das Darlehen welches für das Haus aufgenommen wurde, geschenkt hat hätten diese einen Ausgleichsanspruch?!

Das heisst ein Testament in dem mein Vater meine Mutter als Alleinerbin einsetzt, wäre der sicherste Weg?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.01.2008 | 18:01

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Hausgrundstück meint das mit dem Haus bebaute Grundstück, welches auf den Namen Ihrer Mutter im Grundbuch eingetragen ist; Haus und Grundstück bilden insofern eine untrennbare Einheit.

Sollten die Kinder aus erster Ehe nachweisen können, dass Ihr Vater das Haus allein bzw. zum Großteil finanziert hat und die Grundbucheintragung Ihrer Mutter daher als Schenkung zu sehen sei, bestünde bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen möglicherweise ein Ausgleichsanspruch.

Welche erbrechtliche Regelung der Vermögensverhältnisse im Hinblick auf diese Konstellation die Ideale ist, sollten Ihre Eltern sich im Rahmen einer Beratung durch einen Rechtsanwalt erläutern lassen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass im Zuge dieser Plattform keine Beratung hinsichtlich erbrechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten und deren Effektivität bezogen auf Ihren Fall erbracht werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin


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"Diese Antwort hat mir insofern ein ganzes Stück weitergeholfen, als dass ich nun weiss, dass dieser fall NICHT eindeutig ist, nur weil meine Mutter im Grundbuch steht. "
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