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01.05.2006 23:28 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Guten Abend,
mein Ehemann hat mich vor zwei Wochen wegen einer anderen Frau verlassen, wir sind seit acht Jahren verheiratet und haben einen vierjährigen Sohn.
Mein Mann hat mich über seine Vermögens- und Verdienstverhältnisse immer im Unklaren gelassen, wir hatten während unserer sechzehnjährigen Beziehung und auch während der Ehe immer getrennte Konten.
Mein Mann verdient sehr gut, ich dagegen sehr wenig, meines Wissens hat er auch immer viel gespart. Zu seinen Sparkonten habe ich keinen Zugang.
Nun habe ich erfahren, daß ich im Falle der Scheidung Anspruch auf Zugewinnausgleich habe.
Da jegliches Vertrauen verloren gegangen ist, habe ich Angst, daß er sein Geld auf die sichere Seite bringt und mir nichts zahlen will, wie kann ich meinen Anspruch geltend machen?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehmen möchte:

Bei der Zugewinngemeinschaft haben die Eheleute grundsätzlich zum Zeitpunkt der Beendigung des Güterstandes, also mit Rechtskraft der Scheidung, Auskunft über ihre Vermögenverhältnisse zu erteilen (§§ 1375, 1379, 1384 BGB).

Nachdem offensichtlich der begründete Verdacht besteht, dass Ihr Ehemann in der Zeit zwischen der Trennung und der Scheidung Vermögensverschiebungen vornehmen wird und Sie keine genaue Kenntnis über sein Vermögen haben, können Sie versuchen, seinen Vermögensstand bereits jetzt in Erfahrung zu bringen, indem Sie von ihn gemäß §§ 242, 1353 BGB eine sog. Unterrichtung zu verlangen. Fordern Sie Ihren Ehemann hierzu in kurzen Abständen wiederholt (3 mal ) schriftlich auf, Auskunft über sein Vermögen zu erteilen. Aus Beweiszwecken sollten diese Aufforderungen per Einschreiben mit Rückschein erfolgen. Antwortet Ihr Ehemann hierauf nicht oder verweigert er die Auskunft ohne ausreichenden Grund, können Sie einen vorzeitigen Zugewinnausgleich gem. § 1386 Abs. 3 BGB klageweise geltend machen. Damit wird erreicht, dass der Stichtag in der Regel um ein Jahr vorverlegt wird. – Kommt Ihr Ehemann seiner Unterrichtungsverpflichtung demgegenüber nach, dann kann diese Auskunft mit seiner späteren Auskunft gem. § 1379 BGB verglichen werden und der Nachweis etwaiger Vermögensmanipulationen fällt leichter.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin
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