Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verdeckter Streit ums Erbe

| 13.02.2013 12:32 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



E-Mail: *****
2. Sohn

Frage zum Erbrecht

Fakten: Familienverhältnisse 1. und 2. Grades
Mutter: (93) verwitwet - seit 2005 steuerpflichtige Witwenrente (2.100,-€/Mon.)
2 R.-Mietwhg(55 m²) – geistig u. körperlich in entspr. guter Verfassung.
„Berliner Testament"-jeder Sohn hat 1 Kopie;
Kontovollmacht nur für 1.Sohn.
Gespräche über „was geschieht zukünftig und danach" , sowie „wer kriegt
was" erfolgte nie mit 2. Sohn.
Kontostand ist mir somit nicht bekannt (derzeit ca. 14.000-20.000 €)

Stiefvater: (1911-9187) – beruflich in ltd. Stellungen

1. Sohn: (74) verheiratet
Schwiegereltern bis 1990 in Westberlin wohnhaft.
Schwiegermutter(Unternehmergattin) wurde in letzten Lebensjahren-
neben dem Pflegedienst- 1x / Woche betreut.
Mittels Vorsorgevollmacht wurde der Nachlass abgewickelt.
............................................................................................................
Seit ca. 5 Jahren selbstbestimmte Hilfe (Einkauf u.ä.) für Mutter, zuletzt
mit Bankvollmacht.
Mutters Nr.1
Ist nicht authentisch, aber dominant

Neffe: (50) verheiratet – keine Kinder
seit der Geburt Omas Liebling

2. Sohn: (72) geschieden – Singlehaushalt
Hilft Mutter nach Bedarf, spez. bei schriftlichen und organisatorischen
Angelegenheiten.
Verhältnis seitens Bruder war nie sehr positiv, ist seit 1.1.2013 zerstritten.
Die derzeit erfolgte Aussprache mit Mutter ergab folgende
kompromisslose Aussage:
„Es ist mein Geld und mache damit was ich will. An bestehenden
Festlegungen wird nichts geändert. Die Hilfe und Kontakt durch 1.Sohn
allein ist wichtig. Was später wird, muß von beiden Söhnen unter-
einander geklärt werden."
Diese Reaktion erfolgt vermutlich wegen Bedenken hinsichtlich der
Betreuung durch 1. Sohn.
Ich fühle mich nunmehr ausgegrenzt und habe mehr Ehrlichkeit und
Offenheit für die rechtliche Gleichstellung beider Söhne erwartet.
Die große Auseinandersetzung mit der Mutter möchte ich vermeiden
und die Nachlassregelung durch den Bruder ist mir durch den
nachstehenden Vorfall dubios.

Neffe: (46) ledig – keine Kinder, Singlehaushalt

Das Zerwürfnis mit dem Bruder (1.Sohn) begann völlig unerwartet im Nov. 2012.
Anlass war die Aufforderung vom Finanzamt an Mutter zur steuerpflichtigen Nachzahlung für 2010 und 2011. Im Beisein aller drei Personen bat mich die Mutter um Überprüfung des Sachverhaltes. Nach der Klärung beim Finanzamt, und meinen Aktivitäten (Antrag auf Verlängerung des Behindertenausweises(GdB 60)- mittels Vollmacht der Mutter- und Ausfertigung der Steuererklärungen), war das Verhalten des Bruders abnormal.
Mit mir wurde nicht mehr gesprochen und der Mutter wurde, in meiner Abwesenheit, von der Steuerpflicht abgeraten. Dieses Thema war fortan tabu.
Nach Rücksprache mit Bekannten entschied sich Mutter für meine rechtlichen Argumente und die notwendigen Banküberweisungen erfolgten über mein Bankkonto mit Beleg (Ges.: 341,- €).

Welche praktikablen Optionen sind noch zu Lebzeiten der Mutter möglich?
Welche Rechte habe ich und wie kann ich sie in Anspruch nehmen?

13.02.2013 | 15:24

Antwort

von


(1751)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Als Söhne sind Sie zu gleichen Teilen erbberechtigt, wenn Ihre Mutter dieses testamentarisch/erbvertraglich nicht anders regeln will, was ja Ihr jetziger Wille ist und hier durch das Berliner Testament erfolgt ist.

Das heißt, Sie sollen üblicherweise nach dem Berliner Testament zu gleichen Teilen wie nach der gesetzlichen Regelung erben können.

Es ist aber allein Sache Ihrer Mutter, hier etwas anderes zu verfügen.

Ihren Pflichteil von 1/2 des gesetzlichen Erbteils (also 1/4) behalten Sie aber grundsätzlich immer. Der kann Ihnen nur in krassen Ausnahmesituationen (schwere Straftaten gegen den Erblasser z. B.) genommen werden.

Natürlich können Sie jederzeit das Gespräch mit Ihrer Mutter suchen.

Aber die Vorstellungen Ihrer Mutter sind zu respektieren.

Einen eigenen Spielraum haben Sie daher leider nicht.

Sie könnten aber anregen, dass im Wege einer Ergänzung des bisherigen Testaments ein Testamentsvollstrecker eingesetzt wird, der die Auseinandersetzung der aus Ihnen und Ihrem Bruder bestehende Erbengemeinschaft herbeiführt.

Dieses sollte eine dritte Person des Vertrauens Ihrer Mutter sein.

So können nämlich von vornherein diesbezügliche Schwierigkeiten auf ein Mindestmaß reduziert werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 13.02.2013 | 15:38

Vielen Dank für die Antwort.
Da jede weitere Aussprache zum v.g.Thema von Mutter energisch abgelehnt wird, bleibt noch die etwaige Möglichkeit einer vorzeitigen Schenkung eines gewissen Betrages, um mir eine spätere Auseinandersetzung mit dem Bruder zu ersparen.
Wie ist Ihre Meinung dazu?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13.02.2013 | 15:56

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Ja, das ginge natürlich auch, wobei dann ggf. zu regeln wäre, das diese Schenkung Ihnen nicht auf Ihren Erbteil anzurechnen ist.

Dieses wäre in der Tat auch eine Möglichkeit, spätere Auseinandersetzungen mit Ihrem Bruder zu vermeiden.

Damit wäre eine vorzeitige Erbregelung zu Lebzeiten möglich, was Sie Ihrer Mutter näher bringen könnten.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.
Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 13.02.2013 | 19:30

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Daniel Hesterberg »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 13.02.2013
4,4/5,0

ANTWORT VON

(1751)

Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Erbrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Zivilrecht, Baurecht, Verwaltungsrecht, Ausländerrecht