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Verdacht auf versuchten Betrug

16.09.2015 07:04 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


09:06

Zusammenfassung: Es liegt versuchter Betrug vor, wenn wahrheitswidrig behauptet wird, eine Rechnung wurde bezahlt und Ausgleich gefordert wird. Der Ausschluss eines Vereinsmitgliedes richtet sich grundsätzlich nach den Bestimmungen in der entsprechenden Vereinssatzung.

Hallo,
im Rahmen meiner Tätigkeit als Vorstand eines Vereins habe ich die folgende Frage:

Ich habe im Frühjahr 2015 die Aufgabe als Vorstand in einem Sportverein übernommen. Der letzte Vorsitzende, welcher sehr patriarisch gearbeitet hat und sich nie in die Karten hat schauen lassen, ist zurückgetreten.Im Rahmen seiner Vorstandschaft hat der letzte Vorsitzende Rechtsstreitigkeiten durchgeführt. Der Verein wurde hierüber nicht detailliert informiert.
Nun habe ich ein Schreiben erhalten, das er von seiner privaten Konto RA Rechnungen von 2014/2015 bezahlt habe und er diese zurückerstattet habe möchte. Seinem Schreiben inkl. Unterschrift hat er Rechnungen angefügt. Der Rechtsanwalt ist auch der Rechtsanwalt seiner eigenen GmbH.
Bei der Prüfung der fünf Rechnungen ist aufgefallen, das eine Rechnung unvollständig war und zwei sehr identisch waren. Ich habe dann beim zuständigen Rechtsanwaltsbüro angerufen. Hierbei wurde mir mitgeteilt, das zwei Rechnungen noch nicht bezahlt wurden und weiterhin offen sind, obwohl ich klar im Schreiben entnommen habe, das der letze Vorsitzende diese Rechnungen bereits gezahlt hat. Weiterhin sind zwei Rechnungen durch den Rechtsanwalt in 2014/2015 storniert worden. Ich soll diese an die Person überweisen. Zu erwähnen ist auch noch, das zwei Rechnungen nicht über das Verinskonto oder die Privatperson bezahlt wurden, sondern von der Firma des letzten Vorsitzenden.
Wir haben das Vereinsmitglied darauf hingewiesen. Er hat uns sofort aufgefordert sein Schreiben an ihn im Original zurückzusenden.
Aus unserer Sicht vermuten wir hier einen versuchten Betrug. Es scheint undurchsichtig, was hier bereits bezahlt wurde, was offen ist und von welchem Konto gezahlt wurde.
Die Rechnungen belaufen sich insgesamt auf CA. 800€.

Wir würden gerne das Mitglied aus dem Verein wegen vereinsschädigen Verhaltens werfen.
Weiterhin würden wir gerne eine Anziege auf versuchten Betrug einreichen.

Wie sehen Sie den Fall? Haben wir hier Chancen und liegen die die Gründe für einen versuchten Betrug vor?

Vielen Dank
16.09.2015 | 08:32

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Anfrage möchte ich auf Grundlage der gegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn die Rechnungen nicht von dem ehemaligen Vereinsvorsitzenden bezahlt wurden, dann liegt in der Tat Betrug vor - zumindest im Stadium des Versuchs. Die Behauptung, er hätte diese Beträge bezahlt, stellt ein Vorspiegeln falscher Tatsachen dar - ein Tatbestandsmerkmal des Betruges. Er hat zudem versucht, Sie zu täuschen und zwar darüber, dass die Beträge ihm gegenüber ausgeglichen werden müssen. Insofern könnte die Tat zur Anzeige gebracht werden.

Einen Anspruch auf Rücksendung des Originalschreibens besteht nicht. Ich rate zur vollständigen Aufklärung zunächst die Berechtigung der Gebührennote nachweisen zu lassen - also Auskunft zu fordern, für welche Tätigkeit diese Gebühren angefallen sind und einen Nachweis darüber zu verlangen, dass der Betrag tatsächlich von dem ehemaligen Vorsitzenden als Privatperson bezahlt worden sind - beispielsweise durch Vorlage eines Kontoauszugs. Dies wird wohl nicht möglich sein.

Hinsichtlich des Ausschlusses müssten die Voraussetzungen in Ihrer Vereinssatzung geregelt sein. Ohne in diese Einsicht genommen zu haben, wird es nicht möglich sein, eine entsprechende rechtliche Beurteilung abzugeben. Vielleicht können Sie die Angaben noch im Wege der kostenlosen Nachfragefunktion ergänzen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfrage benutzen.


Mit freundlichen Grüßen



Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 16.09.2015 | 08:53

Zur Information:
Wir haben bereits das Vereinsmitglied angeschrieben, das er die Zahlungsnachweise bringen soll. Darauf kam die Info, das wir alles an ihn zurücksenden sollen. Von daher verstärkt es den Verdacht.
Wir würden Sie vorschlagen vorzugehen?
Rechtsanwalt einschalten oder direkt zur Polizei und Strafanzeige stellen wegen versuchten Betruges mit Einschaltung der Staatsanwaltschaft.

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.09.2015 | 09:06

Sie können direkt bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft einen entsprechenden Strafantrag stellen. Die Inanspruchnahme eines Kollegen ist nicht erforderlich. Für die Anzeige reicht die Darstellung des Sachverhalts - eine rechtliche Würdigung, die Angaben von Paragraphen etc. ist nicht notwendig - die rechtliche Subsumption ist Aufgabe der Strafverfolgungsbehörden.

ANTWORT VON

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