Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verbrauchskosten zahlen ohne zu partizipieren!

13. März 2011 11:47 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


13:40

Eine Wohnungseigentumsanlage mit 18 Wohnungen.Zum
Teil vermietet und selbstgenutzt. Vor 27 Jahren aus
Sozialwohnungen umgewandelt.Im Keller zwei Räume
zur gemeinschaftlichen Nutzung, bestückt mit einer
Waschmaschine und einem Trockner. Die Nutzung der
Maschinen wird über einen Münzautomaten gesteuert.Die Einnahmen sind Ca. € 400,00 im Jahr und
werden dem Rücklagenkonto gutgeschreiben.Beide Räume
haben Heizkörper,welche Tag und Nacht aufhöchster
Stufe eingestellt sind um die Wäsche zu trocknen.
Sie haben keinen Verbrauchszähler, sondern der Verbrauch wird der gesamten Gemeinschaft angerechnet.Diese Anlage wird aber nur von Einigen genutzt.Da zahlen also auch die Nichtnutzer.Wie ist da das Recht und was kann man machen? Unser Verwalter findet das so in Ordnung.Nach meiner Schätzung liegt der Verbrauch
der Heizung bei ca. € 600,00 im Jahr.Wie ist es
dann bei Neubeschaffung und Wartungskosten?

13. März 2011 | 13:01

Antwort

von


(513)
Königsallee 14
40212 Düsseldorf
Tel: 0211 3559080
Tel: 0211 35590816
Web: http://www.rae-dratwa.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Frage.

Bei der Verteilung der Wärme-und Warmwasserkosten brauchen die sogenannten Gemeinschaftsräume an sich nicht berücksichtigt werden. Ausgenommen von dieser Regelung sind solche Gemeinschaftsräume, die nutzungsbedingt einen hohen Wärmeverbrauch haben. Hierzu zählen die von Ihnen angeführten Trockenräume, bei denen die Heizkörper Tag und Nacht auf höchster Stufe eingestellt sind damit die Wäsche trocknet.

Da diese Trockenräume nur von einigen der 18 Wohnungseigentümer genutzt werden, führt die Verteilung dieser Kosten auf die Gesamtheit der Wohnungseigentümer zu einer nach den Grundsätzen von Treu und Glauben unzumutbaren Mehrbelastung für die Nichtnutzer der Trockenräume. Der Verteilerschlüssel bezüglich der Kosten der Heizungsanlage muss sachgerecht sein und darf nicht einzelne Wohnungseigentümer, was hier offensichtlich der Fall ist, bevorteilen bzw. die anderen benachteiligen. Dieser nicht sachgerechte Verteilerschlüssel hat zur Folge , dass ein Anspruch auf Abänderung des Verteilungsschlüssels gem. § 16 Abs. 3 WEG durch einfachen Mehrheitsbeschluss dahingehend besteht, dass eine verbrauchsabhängige Erfassung des Wärmeverbrauchs der Heizkörper in den Trockenräumen verlangt werden kann, die alsdann unter den Nutzern der Trockenräume entsprechend anteilsmäßig inclusive der anteilsmäßigen Wartungskosten aufgeteilt wird.

Die Auffassung des Verwalters ist sicherlich nicht richtig. Es kann und darf nicht sein, dass einzelne Wohnungseigentümer auf Kosten der anderen selbst erhebliche Kosten einsparen. Dies widerspricht den Grundsätzen der Wohnungseigentümerschaft, wonach jeder einzelne Wohnungseigentümer für die von ihm verursachten Kosten selbst aufzukommen hat ( § 16 Abs. 2 WEG ).

Sie sollten von dem Verwalter schriftlich die Einberufung einer Versammlung verlangen wegen der nicht sachgerechten Verteilung der Heizkosten bezüglich der Trockenräume.

Gern stehe ich für eine Nachfrage zur Verfügung und verbleibe,

mit freundlichem Gruß
Peter Dratwa
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 15. März 2011 | 12:50

Sehr geehrter Herr Dratwa, sie verweisen in Ihrem Schreiben auf den §16 Abs.2 dessen Wortlaut besagt, daß jeder Eigentümer Verpflichtet ist die Lasten und Kosten des gemeinschaftlichen Eigentums mitzutragen hat,was nach Abs.1 nach den Miteigentumsanteilen zu berechnen ist.Abs.3 und auch 4 erscheinen mir da schon treffender zu sein.
Gilt bei Abstimmung darüber die einfache oder dreiviertel Mehrheit?
MfG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15. März 2011 | 13:40

Sehr geehrte Fragestellerin,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage.

Wie bereits ausgeführt ist bezüglich der Änderung der Verteilerschlüssels hinsichtlich der Verteilung der Heizkosten § 16 Abs. 3 WEG einschlägig.

Es reicht also eine einfache Mehrheit der Wohnungseigentümer aus, damit der Verteilerschlüssel geändert werden kann.

§ 16 Abs. 4 WEG ist nicht einschlägig. Dort geht es um die Abänderung des Verteilerschlüssels für Instandhaltungs-, Instandsetzungskosten und Kosten baulicher Veränderung. Insofern ist eine qualifizierte Mehrheit erforderlich ( § 16 Abs. 4 Satz 2 WEG ). Weiter ist § 16 Abs. 2 WEG in der Tat nicht zutreffend, insofern liegt ein Schreibfehler vor. Gemeint war der Abs.3

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe,

mit freundlichem Gruß
Peter Dratwa
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(513)

Königsallee 14
40212 Düsseldorf
Tel: 0211 3559080
Tel: 0211 35590816
Web: http://www.rae-dratwa.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Miet- und Pachtrecht, Arbeitsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Baurecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 97600 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Hallo, vielen Dank für die schnelle Antwort. Sie gibt mir etwas Handlungssicherheit! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr ausführlich geantwortet. Sehr kompetent! Gerne wieder. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Fragen wurden ebenso wie die Nachfrage umfassend, verständlich und schnell beantwortet. ...
FRAGESTELLER