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Verbrauchskosten-Schätzung

25.08.2009 07:26 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe ein Problem mit meinem Mietshaus. Der örtliche Versorger hat über 5 Jahre lang den Verbrauch von Strom, Gas und Wasser jeweils nur geschätzt, weil die Mieter die Zählerstände nicht abgelesen haben. Ich habe dies nicht mitbekommen, bzw. in der Abrechnung, wo auf die Schätzung hingewiesen wurde, nicht gesehen. Mit der jetzigen Abrechnung stellt der Versorger immense Summen in Rechnung, die sich natürlich auch auf den Verbrauch der Vorjahre beziehen. Ich kann allerdings gegenüber meinen Mietern natürlich nicht belegen, auf welches Jahr sich der Verbrauch bezieht.
Welche Beträge kann ich nun auf die Mieter umlegen und für wieviele Jahre zurück? Ich habe ja keinerlei Kontroll-Verbrauchswerte für die Vorjahre, in denen ich immer zu wenig abgerechnet habe. Teilweise sind es auch schon wieder andere Mieter.
Besten Dank !

25.08.2009 | 08:11

Antwort

von


(258)
Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: http://www.rechtsanwaeltin-altmann.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 20.02.2008 – AZ: VIII ZR 49/07 kann der Vermieter die Kosten auch nach dem Abflussprinzip umlegen, da die maßgeblichen Vorschriften der §§ 556 BGB ff keine Zuordnung zu den einzelnen Kalenderjahren fordern. Bei Schätzwerten ist grundsätzlich die Grundlage der Schätzung anzugeben.

Im vom BGH entschiedenen Fall lag kein Mieterwechsel vor, so dass er hierüber nicht entscheiden musste. Meiner Meinung nach können Sie die Kosten für die einzelnen Jahre schätzen, also die gesamten Verbrauchskosten der letzten fünf Jahre und entsprechend davon ein Fünftel pro Jahr für den jeweiligen Mieter in Ansatz bringen. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Mieter die Ablesung nicht vorgenommen hat, die Schätzung also auf sein Verschulden zurückzuführen ist. Voraussetzung ist, dass der Anspruch auf Nachforderung ist noch nicht verjährt ist. Die Verjährungsfrist beträgt drei Jahre und beginnt mit Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

Rechtsanwältin Astrid Hein
Ludwig – Thoma – Straße 47
85232 Unterbachern
Tel.: 0 81 31/33 39 36 1
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Mobil: 0171/84 18 0 21
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