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Verbraucherinsolvenz und Restschuldbefreiung

21.04.2006 08:40 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Sachen Verbraucherinsolvenz.

Folgender Sachverhalt:
Es könnte sein, dass ich Verbraucherinsolvenz in Deutschland oder Frankreich anmelden sollte.
Ich habe nur einen Gläubiger und dieser ist eine Bank.
Bei einem, nicht in meinem Besitz befindlichen Objekt, ist eine Grundschuld eingetragen, wo auch ich u.a. einen Kredit laufen habe und bei dieser Grundschuld ein Teil als Sicherheit für mich verwendet wird.

Meine Frage:
Bei Verbraucherinsolvenz mit anschließender Restschuldbefreiung fällt doch meines Erachtens dieser obige auf meinen Namen laufende Kredit ebenfalls in die Restschuldbefreiung.
Mit der Folge, dass ich befreit bin von den Bankverbindlichkeiten und entsprechend auch die obige Grundschuld, wo ein Teil als Sicherheit gilt, nicht mehr vorhanden ist bzw. gelöscht werden könnt.

Vielen Dank für eine Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

21.04.2006 | 09:06

Antwort

von


(1419)
Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
Tel: 0176/61732353
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Sehr geehrter Ratsuchender,

im Falle einer Verbraucherinsolvenz geht das Verwaltungs- und Verfügungsrecht gem. § 80 InsO auf den Treuhänder/Insolvenzverwalter über. Richtigerweise werden Sie bei beantragter und gewährter Restschuldbefreung gem. § 286 InsO von den nicht erfüllten Verbindlichkeiten - hier dem Darlehen - befreit.

Allerdings kann die Bank soweit die Grundschuld über die Sicherungsabrede den von Ihnen angesprochenen Kredit absichert im Rahmen des § 50 InsO eine abgesonderte Befriedung verlangen. D.h. aus der Grundschuld kann die Bank die Zwangsvollstrekcung oder Zwangsverwaltung betreiben und sich aus den Erlösen im Rahmen Ihrer Forderung befriedigen. Die Grundschuld wird erst im Falle einer Zwangsversteigerung gelöscht.

Möglich ist auch im Rahmen eines Insolvenzverfahrens, daß der Inhaber des Grundstückes die Bank ablöst und sich die Grundschuld abtreten läßt. Dies ist allerdings Verhandlungsache und dem konkreten Fall geschuldet. Soweit die Bank mit dem insolvenzverwalter eine entsprechende Vereinbarung trift kann auch dieser die Grundschuld verwerten.

Im Ergebnis wird die Grundschuld nicht einfach gelöscht werden, sondern diese wir sicherlich im Rahmen der Sicherungsabrede verwertet werden, um den Ausfall der Bank zu reduzieren.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und stehe Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

RA Schröter


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

ANTWORT VON

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