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Verbraucherinsolvenz oder Regelinsolvenz


06.04.2006 20:55 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich muss u.u. Verbraucherinsolvenz anmelden, für mich persönlich. Bin jedoch auch 100 %iger Gesellschafter einer GmbH,
einer GmbH wo ich die GmbH Anteile vor einigen Jahren von einer
Tochtergesellschaft eines börsennotierten Unternehmens übernommen habe.
Die GmbH soll nicht in die Insolvenz einbezogen werden.
Bei der Verbraucherinsolvenz gibt es nur einen Gläubiger, eventuell noch das Finanzamt, wenn ich dieses möchte.
Frage:
Besteht die Möglichkeit, dass die GmbH außen vor bleibt, ggf. auch durch einen Prozess durch die Instanzen, mit dem Hintergrund, dass man sich nach Jahren mit dem "einen" Gläubiger einigt.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen wie folgt beantworte:

Wenn Sie einen Antrag auf Eröffnung des gerichtlichen Insolvenzverfahrens stellen, dann müssen Sie im Rahmen der Vermögensaufstellung, die gemeinsam mit Ihrem Antrag beim Gericht eingereicht werden muß, auch die von Ihnen gehaltenten GmbH Anteile angeben. Hintergrund dieser Aufstellung ist, dass Sie grundsätzlich ihr gesamtes Vermögen zur Befriedigung Ihrer Gläubiger einsetzen müssen.

Bei falschen oder unvollständigan Angaben in der Vemögensaufstellung besteht die Gefahr, dass Ihnen nach Ablauf der Wohlverhaltensperiode die Restschuldbefreiung versagt wird.

Es ist dann Sache des vom Gericht nach der Eröffnung des Verfahrens eingesetzten Treuhänders, darüber zu entscheiden, in welcher Art und Weise die Anteile verwertet werden. Ein Heraushalten der Anteile aus der Insolvenz kommt nach Antragstellung nicht mehr in Betracht.

Einer Verwertung der Anteile durch den Treuhänder können Sie auch nicht durch einen Prozeß hinauszögern. Denn mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist ausschließlich der Treuhänder befügt über die Anteile zu verfügen. Da gibt es auch keine zwei Meinungen, das heißt konkret, dass nicht einmal im Ansatz erkennbar ist auf welcher Grundlage Sie einer Verwertung der Anteile durch den Treuhänder im Rahmen einer Klage widersprechen könnten.

Wenn es sich lediglich um einen oder zwei Gläubiger handelt, dann sollten Sie im Rahmen des außergerichtlichen Einigungsverfahrens, dass ja bei der Verbraucherinsolven obligatorisch ist, versuchen eine Einigung zu erzielen. Hierzu bieten sich vielfache Gestaltungsmöglichkeiten an. Hilfe erhalten Sie u.a. von der sogenannten "geeigneten Person oder Stelle". Das ist diejenige Person (z.B Rechtsanwalt, Steuerberater oder Notar) oder Institution (öff. Schuldnerberatung, sonstiger Stelle mit behördlicher Zulassung) die die Bescheinigung über das Scheitern des außergerichtlichen Einigungsversuchs im Rahmen des gerichtlichen Insolvenzantrags ausstellen darf.

Evtl. kann ich Sie in dieser Angelegenheit auch weitergehend beraten. Hierzu müßte ich jedoch weitere Einzelheiten von Ihnen erfahren. Bitte nehmen Sie ggf. Kontakt zu meinem Büro auf.

Ich hoffe Ihre Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben.

Bitte machen Sie auch von der Möglichkeit der Bewertung Gebrauch.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt




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