Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verbraucherinsolvenz möglich?


| 30.11.2006 10:22 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Sehr geehrte damen und Herren,

meine Darlehnsverbindlichkeit beträgt ca. 14.000 €, die mit einer mtl. Rate in Höhe von 200,00 € getilgt wird.Meine Frau hat diesen Darlehnsvertrag weder mit unterschrieben noch eine Bütgschaft übernommen.
Seit Sept. erhalte ich Hartz IV. Ebenso gehört meine Ehefrau
(Minijob 400,00€)
und mein 19 jähriger Sohn (Ausbildungsvergütung ca 400,00 €)zu dieser Bedarfsgemeinschaft.

Einkommen: ab Sept. 2006 Hartz IV 311,00 €
Zulage 320,00 €
Mietzulage 190,00 €

Ehefrau Hartz IV 71,00 €(nach Abzug 260 EK)
Minijob 400,00 €
Mietzulage 190,00 €

Sohn Mietzulae 135,18 €

Da z.Zt eine Verbesserung der Einkommenssituation nicht in Sicht ist und ab 09.2007 sich die Zulage redzuziert bzw. 2008 ganz wegfällt, stellt sich mit die Frage, ob die Beantragung einer
Verbraucherinsolvenz möglich ist

Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt Stellung nehmen möchte:

Die Beantragung des Verbraucherinsolvenzverfahrens ist unter der Voraussetzung möglich, dass der Antragsteller zahlungsunfähig ist und vor der Antragstellung erfolglos einen außergerichtlichen Einigungsversuch beispielsweise auf der Basis eines Schuldenbereinigungsplans mit seinen Gläubigern unternommen hat. Das Scheitern dieses Einigungsversuchs muss von einer geeignete Person oder Stelle (z.B. Rechtsanwalt oder Schuldnerberatungsstellen der Gemeinden und Wohlfahrtsverbände) bescheinigt werden. Der Antrag ist grundsätzlich auch dann zulässig, wenn nur ein Gläubiger vorhanden ist. Weiterhin sollte der Antrag mit einem Antrag auf Erteilung der Restschuldbefreiung sowie einem Antrag auf Stundung der Verfahrenskosten verbunden werden.

Aufgrund Ihres derzeitigen Einkommens werden Sie nicht in der Lage sein, die Ratenzahlungsverpflichtung weiterhin zu erfüllen, wenn Sie darüber hinaus nicht über sonstige verwertbaren Vermögensgegenstände verfügen. Sie sollten der Bank daher unter Darlegung Ihrer finanziellen Verhältnisse mitteilen, dass Sie zahlungsunfähig sind und daher die monatlichen Raten nicht zahlen können. Bei Ihrem Einkommen von mtl. EUR 821,- errechnen sich keine pfändbaren Beträge, selbst im Hinblick darauf, dass Ihre Ehefrau und Ihr Sohn aufgrund des Bezugs von Sozialleistungen neben deren Einkommen nicht als unterberechtigte Personen zu berücksichtigen sein werden. Der Bank könnte daher allenfalls ein flexibler Nullplan über eine Laufzeit von 6 Jahren angeboten werden. Nach einem derartigen Plan – möglich sind auch andere Vertragsgestaltungen – würden Sie sich während des Zeitraums von 6 Jahren verpflichten, Ihr Einkommen offen zu legen und falls sich pfändbare Beträge errechnen, diese an die Bank zu zahlen. Weiterhin würde ein solcher Plan vorsehen, dass die Forderung der Bank nach Ablauf von 6 Jahren Ihnen gegenüber erlassen wird. Lehnt die Bank den Schuldenbereinigungsplan ab, müsste das Scheitern des Einigungsversuchs von einer geeigneten Stelle bestätigt werden, damit im Anschluss hieran unter Verwendung der entsprechenden Formblätter der Antrag auf Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens bei dem zuständigen Insolvenzgericht gestellt werden kann.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Antwort hat mir weiter geholfen "