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Verbraucher-Insolvenz eines GmbH Gesellschafters - was passiert mit der GmbH?

19.07.2011 16:04 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Eine GmbH mit 2 Gesellschaftern funktioniert seit vielen Jahren tadellos und sehr stabil. Die Anteile sind zu je 50% verteilt, kein Gesellschafter hat eine dominierende Stellung innerhalb der GmbH. Das Stammkapital wurde bei Gründung von beiden Gesellschaftern hälftig eingelegt (überwiesen) und ist noch vorhanden.

Einem der beiden Gesellschafter droht nun aus einem nicht mit der GmbH verbundenen Geschäft eine Privat-Insolvenz.

Frage:
In welcher Höhe ist im Rahmen einer Verbraucherinsolvenz Zugriff auf das Vermögen der GmbH möglich? Beschränkt er sich auf die Einlage des Gesellschafters (=12.500 EUR)? Oder wäre der gesamte hälftige Buchwert der GmbH liquidierbar?

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Im Falle der Verbraucherinsolvenz wird der Insolvenzverwalter des Gesellschafters normalerweise Inhaber der Gesellschaftsanteile. Diese bleibt also zunächst bestehen und kann fortgeführt werden. Eine Liquidation ist vom Gesetz nicht vorgesehen. Der Insolvenzverwalter wird versuchen, diese zum Marktpreis zu veräußern, ggf. an den anderen Gesellschafter.

Möglicherweise ist aber auch im Gesellschaftsvertrag vereinbart, dass der insolvente Gesellschafter durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens aus der Gesellschaft ausscheidet und abgefunden werden muss. Wie sich sein Anspruch dann berechnet, wird üblicherweise im Vertrag genauer geregelt. Hierbei dürften aber nicht nur die Einlage, sondern auch das Anlage- und Umlaufvermögen, die Kundenbeziehung und der Name der Gesellschaft im Markt eine Rolle spielen.

Nachfrage vom Fragesteller 19.07.2011 | 16:20

Ok, wenn ich richtig verstanden habe ist also der Marktwert ausschlaggebend, nicht die Höhe der Einlage.
Um die GmbH zu schützen und einen möglichen Verkauf an ''unerwünschte'' Dritte (z.B. Konkurrenz) zu verhindern - wäre ein Verkauf der Anteile an den anderen Gesellschafter VOR Eröffnung des Insolvenzverfahrens (statt wie von Ihnen angegeben während des Verfahrens) statthaft?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.07.2011 | 16:34

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Was genau ausschlaggebend ist, regelt der Gesellschaftsvertrag, meine diesbezüglichen Einschätzungen sind also nur vorläufig.

Ein Verkauf der Gesellschaftsanteile vor Insolvenzeröffnung könnte vom Insolvenzverwalter im Rahmen der sog. Insolvenzanfechtung rückgängig gemacht oder jedenfalls eine Kaufpreisnachforderung gestellt werden. Dieser Schritt sollte daher sorgfältig geprüft werden. Der Verkauf müsste jedenfalls zu einem angemessenen Marktpreis geschehen.

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