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Verbleibender steuerfreier Betrag für Schenkung

04.02.2009 07:36 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Sehr geehrte Dame, sehr geehrte Herr,

im Zusammenhang mit dem neuen Erbschaftsrecht habe ich folgende Fragen zum Thema Schenkung:

Sachverhalt:

meine Frau hat im Januar 2008 zu gleichen Teilen von ihren Eltern einen Gesamtbetrag von 250.000 Euro überwiesen bekommen. Das Geld war vorgesehen für den Kauf einer Wohnung, d.h. als mittelbare Grundstücksschenkung. Die entsprechende Wohnung wurde für 230.000 erworben. Der Wert, relevant für Schenkung, wurde zu 76.000 Euro ermittelt (eine alte Wohnung, Wert berechnet mit Hilfe des Mietspiegels, und inklusive der Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer etc.). Von daher ist dem Finanzamt eine Schenkung gemeldet worden von 76.000 Euro als Wohnung, und 10.178 Euro in bar.

Nun hat meine Frau in der Folge viel renoviert, saniert und umgebaut. Zu diesem Zweck haben ihre Eltern erneut einen Betrag in Bar überwiesen, und zwar 155.000 Euro August 2008. Der Eingang dieses Betrags ist dem Finanzamt ebenfalls als Schenkung gemeldet worden.

Nun ist mir bekannt, dass im Januar ein neues Gesetz zu Erbschaft und Schenkung in Kraft getreten ist. Nach meinem Wissen werden (wurden) Schenkungen über einen Zeitraum von 10 Jahren addiert, was dann die Summe ergibt, auf die die entsprechende Steuer zu zahlen ist.

Frage:

Welchen Betrag können die Eltern ihrer Tochter noch als Schenkung zukommen lassen, bis zum Jahr 2017? , bzw. ab welchem Jahr, ohne dass Schenkungssteuer anfällt?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Beratung.

MfG, S

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Nach § 16 Abs. 1 Ziff. 2 bleibt der Erwerb der Kinder iHv 400.000 Euro steuerfrei.

Insgesamt hat Ihre Frau dem Finanzamt unentgeltliche Zuwendungen in Höhe von insgesamt EUR 241.178,00 angezeigt.
Innerhalb des Zehn-Jahreszeitraumes kann Ihrer Frau von deren Eltern noch insgesamt EUR 158.822,00 im Wege der Schenkung zugewendet werden.

Nach § 14 Abs. 1 Satz 1 ErbStG werden mehrere innerhalb von zehn Jahren von derselben Person anfallende Vermögensvorteile in der Weise zusammengerechnet, dass dem letzten Erwerb die früheren Erwerbe nach ihrem früheren Wert zugerechnet werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.


Nachfrage vom Fragesteller 05.02.2009 | 07:19

vielen Dank für die Beantwortung der Frage.

Meine Rückfrage ist folgende: der Freibetrag für Schenkung von Eltern an Kinder, ist der Betrag von 400.000 Euro von beiden Elternteilen zusammen, oder kann jedes Elternteil für sich 400.000 Euro schenken, zusammen also 800.000 Euro? Müssen irgendwelche besonderen Dinge beachtet werden, falls man den Freibetrag pro Elternteil ausschöpfen möchte?

Vielen Dank für diese Klärung und Gruss,
S

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.02.2009 | 08:43

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Jedes Elternteil kann bei eigenem Vermögen jeweils den Freibetrag von EUR 400.000,00 ausschöpfen.

Mittelbare Grundstücksschenkungen - wie in Ihrem Fall - sind seit dem 01.01.2009 steuerlich nicht mehr attraktiv, da grundsätzlich der Verkehrswert der Immobilie anzusetzen ist.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de

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