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Verbleib des Hauses bei Zugewinnausgleich


19.07.2005 16:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Mann und ich haben uns im Februar 2005 getrennt und beabsichtigen, uns nach Ablauf des Trennungsjahres scheiden zu lassen.

Wir leben im Güterstand der Zugewinngemeinschaft.

Während der Ehe haben wir –teils durch Erbschaften, teils durch das während der Ehe erwirtschaftete Vermögen finanziert- ein Haus erworben, das im Grundbuch allein auf meinen Mann eingetragen ist.

Momentan bewohne ich dieses Haus gemeinsam mit unseren Kindern, mittelfristig möchte ich aber ausziehen (der Zeitpunkt steht noch nicht fest).

Ich sehe, dass mein Mann meinen Anteil am Zugewinn möglichst niedrig halten will. Ich habe den Verdacht, dass er Vermögen zur Seite schafft und den mir zustehenden Anteil am Haus möglichst "kleinrechnen" will.

Meine Fragen lauten:

1. Soweit ich informiert bin, wurde das „Bankgeheimnis“ aufgehoben, so dass nun beispielsweise die Finanzämter aus einem Zentralregister pekuniäre Informationen zu spezifischen Personen abrufen können. Ist eine solche Anfrage jetzt auch den mit der Scheidung befassten Gerichten möglich?

2. Bietet der weitere Verbleib in dem Haus (und damit verbunden ein mögliches Verzögern des Verkaufs) irgendwelche Vorteile hinsichtlich der Vollstreckbarkeit meiner Zugewinnansprüche ? (i. e.: Bringt es mir Vorteile („Sicherheiten“), über den Zeitpunkt der Scheidung hinaus in dem Haus wohnen zu bleiben, um meine Zugewinnansprüche durchzusetzen?)

3. Geht der Wert des Hauses in die Berechnung der Anwaltkosten mit ein?

Ich sage vielen Dank für die Beantwortung meiner Anfrage und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

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Guten Tag,

ein möglicher Zugewinnausgleichsanspruch errechnet sich aus einem Vergleich zwischen Ihrem Anfangs- und Endvermögen und dem Ihres Mannes. Stichtag für das Anfangsvermögen ist dabei die Eheschließung, für das Endvermögen der Zeitpunkt, an dem der Scheidungsantrag durch das Gericht zugestellt wird.

Zu Ihren Fragen:

1.
Ein generelles Auskunftsrecht über etwa die Kontenstände hat das Familiengericht nicht. Es ist Ihre Aufgabe, dem Gericht die Daten mitzuteilen, damit etwa der Zugewinn ermittelt werden kann. Sie haben zur Realisierung dieser Informationen einen umfassenden Auskunftsanspruch Ihrem Mann gegenüber, der diese Auskünfte auch belegen kann. So können Sie etwa Zwangsgelder und ähnliches beantragen.

2.
Der weitere Verbleib im Haus berührt zunächst Ihre Rechtsstellung nicht. Es kann aber sinnvoll sein, zunächst im Haus zu bleiben, da Sie dann Kontrolle über den Verbleib des Hauses haben. Zudem sollten Sie den Stichtag für das Endvermögen im Auge behalten: wenn der Scheidungsantrag zugestellt ist, wird das Haus mit dem Verkehrswert abzüglich etwaiger Verbindlichkeiten in die Vermögensauseinandersetzung eingestellt. Wird das Haus zuvor durch Ihren Mann verkauft, bleibt allein der Verkaufserlös bzw. das, was zum Stichtag übrig ist.
Hierüber haben Sie natürlich erheblich weniger Kontrollmöglichkeiten.

3.
Maßgeblich bei der Berechnung der Anwaltskosten für das Zugewinnverfahren ist die Forderung, die gestellt wird. Insoweit geht das Haus selbstverständlich mit in die Anwaltskosten ein.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 19.07.2005 | 17:06

Sehr geehrter Herr Weiß,

vielen Dank für Ihre prompte Beantwortung meiner Anfrage. Sie wirft lediglich eine Nachfrage meinerseits auf:

Gibt es Erfahrungswerte, inwieweit sich die Verkehrswertermittlung eines Hauses durch einen Gutachter von der Marktwertermittlung (Einwertung) durch einen Makler unterscheidet (Tendenzen nach oben / unten)?

Ich erwidere Ihre freundlichen Grüße und bin gespannt auf Ihre Antwort.


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.07.2005 | 19:00

Guten Abend,

eine allgemeine Wertung läßt sich diesbezüglich nicht treffen. Erfahrungsgemäß sind Makler dichter am Markt und neigen deshalb eher zu niedrigeren Werten als Sie sie etwa durch den Gutachterausschuß des Katatasteramtes erhalten würden.

In dieser Allgemeinheit läßt sich dies aber kaum belegen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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