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Verbindlichkeit einer Kostenschätzung

| 02.10.2016 09:18 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


19:01

Zusammenfassung: Nachträgliche Änderung des Bauprogramms beim Bauträgervertrag

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben mit unserem Bauträger nach Beurkundung vereinbart, dass dieser uns einen Stufenversatz zur optischen Abgrenzung in die Bodenplatte - die er per se gemäß Bau- und Leistungsbeschreibung schuldet - herstellt. Vor Baubeginn schrieb er uns: "Den Mehraufwand für den Stufenversatz schätze ich auf ca. 5 T€". Wir baten ihn diesen auszuführen mit dem Hinweis, dass es vielleicht noch günstiger wird als geschätzt.

Je mehr wir uns mit dieser Thematik befassten, unseren Sachverständigen dazu befragten und insbesondere vor Ort erkannten, dass der Stufenversatz lediglich dadurch entstand, dass man das Erdreich an dieser Stelle um 15 cm nach unten abtrug und somit quasi zwei Bodenplatten aneinander fügte, kontaktierten wir unseren Bauträger umgehend mit unseren Zweifeln hinsichtlich seiner Kostenschätzung bzw. dessen Höhe, da sich keine Änderung zur Statik, Grundrissfläche (Betonmenge) etc. ergab bzw. eine halbe Steinreihe auf einer umlaufenden Länge von 22 m dazu kam.

Ist nun seine Kostenschätzung für uns als so verbindlich auszulegen als hätten wir ihn im Zuge eines verbindlichen Angebotes beauftragt? Wir zweifeln nämlich die Ortsüblichkeit seines Preises/Kostenschätzung an.

Vielen Dank!

Mit freundlichem Gruß!
02.10.2016 | 09:45

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage Ihrer Schilderung ist wohl davon auszugehen, dass noch kein Preis vereinbart wurde. Wenn sich die Absprachen auf das von Ihnen wieder gegebene beschränkt haben, wurde eher vereinbart, dass nach Aufwand abzurechnen ist. Dann käme es auf den tatsächichen Aufwand an.

Allerdings ist es beim Bauträgervertrag so, dass nachträgliche Änderungen am Bauprogramm in der Regel beurkundungsbedürftig wären. Ob das in Ihrem Fall so ist, kann ich nach den vorliegenden Informationen nicht abschließend beurteilen. Wenn es so ist, ist Ihre Abrede über die abweichende Ausführung an sich nichtig und es bestüde weder ein Anspruch auf Ausführung der Änderung noch auf deren Bezahlung. Wenn nun aber ausgeführt wird, entstehen Ansprüche des Bauträgers auf Entschädigung für sein Leistung, die tendenziell niedriger sind als eine Vergütung.

Dieser Umstand, dessen sich der Bauträger bewusst sein wird, sollte Ihnen ermöglichen, einen fairen Preis für die Änderungsarbeiten auszuhandeln.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Auskünften behilflich sein.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Martin Schröder

Nachfrage vom Fragesteller 03.10.2016 | 18:52

Sehr geehrter Herr Schröder,

vorab vielen Dank für Ihre schnelle und kompetente Beantwortung unseres Anliegens! Unser Vertrag gibt wieder, dass zum Zeitpunkt der Beurkundung keine Sonderwünsche bestanden haben. Des Weiteren haben wir eine Minder- und Mehrkosten-Regelung aufnehmen lassen, die wiederum eine beiderseitige Einigkeit voraussetzt, falls Mehrkosten bzw. Sonderwünsche anfallen bzw. umgesetzt werden sollen.

Die Leistung ist auch bereits umgesetzt. Ich habe den Bauträger deshalb auch gebeten uns den Mehraufwand nachvollziehbar aufzuzeigen oder lieber noch anhand von Rechnungen zu dokumentieren um im Umkehrschluss dann noch einen angemessenen Gewinnanteil zzgl. seiner Selbst-/Herstellkosten zu vereinbaren, sodass der Vorgang final abgeschlossen werden kann.

Falls ich Sie richtig verstanden habe, wäre dies die Verfahrensweise, die Sie unter Entschädigung seiner Leistung meinten?

Besten Dank und Gruß!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.10.2016 | 19:01

Das ist sicherlich der beste Weg, um einen angemessenen Preis in Einigkeit zu finden. Der Gewinnanteil ginge über eine Entschädigung an sich hinaus, wenn an von Nichtigkeit der Vereinbarung ausgehen müsste.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 02.10.2016 | 22:28

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"Sehr schnelle und kompetente Stellungnahme!"
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