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Verbindliche Reisebestätigung von Lastminuteang. - trotzdem Storno wegen Systemfehler

| 28.10.2009 10:19 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Morgen,
ich habe einen Hotelaufenthalt bei einem bekannten Lastminuteanbieter gebucht. Bei der Buchung war mir nicht offensichtlich erkennbar, dass der angebotene Preis eine starke Abweichung von anderen Hotels aufwies. Es erfolgte eine Buchung zum Preis von 356,- EUR p.P., dies entsprach einem Preis von 100,- EUR pro Nacht. Was eigentlich ein normaler Preis für ein 5-Sterne Hotel ist.

Folgendes email erhielt ich als Buchungsbestätigung:
> Sehr geehrter Kunde,
>
> wir freuen uns, dass Sie bei XXX gebucht haben - vielen Dank
> für Ihren Auftrag!
> Unten finden Sie Ihre verbindliche Buchungsbestätigung mit allen
> wichtigen Informationen zu den von Ihnen gebuchten Leistungen. Bitte
> drucken Sie diese Bestätigung aus und bewahren Sie sie auf. Die
> Buchungsbestätigung erhalten Sie auch noch einmal per E-Mail an die
> von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse.
> Sollten Sie Fragen zu Ihrer Buchung haben, dann schreiben Sie uns eine
> E-Mail (klicken Sie dazu einfach hier) oder wenden sich telefonisch an
> unsere Reise-Experten. Unter 000000 (0,14 EUR/ Min. aus dem
> dt. Festnetz, ggf. abweichende Preise aus dem Mobilfunk) oder aus dem
> Ausland unter +49-0000helfen wir Ihnen gerne weiter. Sie
> erreichen uns werktags von 9.00 bis 22.00 Uhr, am Wochenende 10.00 bis
> 22.00 Uhr, sowie an Feiertagen von 10.00 bis 18.
> 00 Uhr.
> Bei Unrichtigkeiten bzw. Abweichungen melden Sie sich bitte
> unverzüglich (innerhalb 24 Std.) nach Erhalt dieser Nachricht. Später
> können wir Änderungen nur als Umbuchung und gegen Gebühr beim
> Veranstalter vornehmen.

30 Std. später folgte der Storno per email

Sehr geehrter Kunde,
>
> vielen Dank für Ihre Anfrage bei XXX. Leider kann die von Ihnen gewünschte Reise nicht rückbestätigt werden, da es sich um einen Systemfehler handelt.
>
> Die Reise ist regulär zu einem Preis in Höhe von 3284,00 Euro buchbar. Bitte beachten Sie, dass der neue Preis unter Vorbehalt der Verfügbarkeit der Reise gilt.

Nun meine Fragen:
- Welche Bedeutung hat eine verbindliche Buchungsbestätigung im lastminute Bereich, wenn Sie nur einseitig gültig ist d.h. in diesem Fall wäre Sie gar nicht verbindlich.
- Kann eine verbindliche Buchungsbestätigung storniert werden?
- Mir als Kunde wird eine Aenderungsfrist von 24 Stunden eingeräumt, der Veranstalter informiert mich nach 30 Stunden. Ist der Anbieter nicht an die selbe Frist gebunden?
- Das Angebot war auch nach 30 Stunden immer noch auf der homepage des Anbieters, hätte dies nicht sofort vom Anbieter gelöscht werden müssen?
- Muss der Anbieter eine Alternative anbieten bzw. macht er sich Schadensersatzpflichtig?
- War der Storno korrekt?

28.10.2009 | 11:18

Antwort

von


(474)
Fuhrstr. 4
58256 Ennepetal
Tel: 0 23 33 / 83 33 88
Web: http://www.rechtsanwalt-ennepetal.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre gestellte Frage beantworte ich wie folgt:

Der Vertragsschluss erfolgt in diesen Fällen wie folgt:

Der Veranstalter fordert den Kunden mit Katalogen oder Internetauftritt auf, ein Angebot abzugeben. Der Kunde nimmt daraufhin die Buchung vor und gibt damit das Angebot ab. Wenn die Buchung eingegangen ist, gibt der Veranstalter seine Annahmeerklärung ab. Dies geschieht in Form der Buchungs- oder Reisebestätigung. Da Ihnen eine derartige Bestätigung nach Ihrem Zitat verbindlich vorliegt, ist ein Vertrag zustande gekommen.

Die spätere Stornierung durch den Veranstalter ist regelmäßig als Anfechtung gem. § 119 BGB auszulegen. Die Buchungsbestätigung erfolgt meist automatisch, der Systemfehler / Irrtum fällt dann erst bei der späteren Bearbeitung auf. Ein nachweisbarer Systemfehler berechtigt dann tatsächlich zur Anfechtung, sofern nicht bloß ein Fehler bei der Kalkulation des Veranstalters vorliegt.

Eine Anfechtung ist gem. § 121 BGB "unverzüglich" vorzunehmen, ab Kenntnis den Anfechtungsgrundes. Der Veranstalter ist insoweit nicht an eine Ihnen gewährte Änderungsfrist gebunden. Eine Anfechtungserklärung nach 30 Stunden dürfte voraussichtlich noch rechtzeitig sein, wenn dem Veranstalter kein schuldhaftes Zögern anzulasten ist.

Folge der Anfechtung ist die Nichtigkeit des Vertrages, § 142 BGB . Zudem macht sich der Anfechtende schadensersatzpflichtig, § 122 BGB . Ersetzt wird aber nur das sog. negative Interesse, d.h. die Nachteile, die im Vertrauen auf die Gültigkeit des Vertrages von Ihnen aufgewendet wurden. Dieser Schaden ist im Einzelnen von Ihnen nach Art, Entstehung und Höhe darzulegen. Anspruch auf eine alternative Buchung haben Sie bei einer wirksamen Anfechtung nicht.

Eine Entfernung des Angebotes sollte im Interesse des Anbieters erfolgen, um weitere Rechtsstreite und Wettbewerbsprobleme zu vermeiden. Ansprüche aus der noch nicht erfolgten Entfernung können Sie m.E. nicht herleiten; ein "bewusster Systemfehler" wäre von Ihnen zu beweisen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 30.10.2009 | 07:59

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Auf die konkreten Fragen wurde kaum bzw. oberflächlich eingegangen. Eine Kernfrage war "verbindliche Buchungsbestätigung im Lastminute Bereich"
Eine ähnliche Anfrage wurde von einem anderen Anwalt konsumentenfreundlicher bzw. in meinen Augen objetktiver beantwortet.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 30.10.2009
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Eine ähnliche Anfrage wurde von einem anderen Anwalt konsumentenfreundlicher bzw. in meinen Augen objetktiver beantwortet.


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