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Verbilligte Vermietung wegen Zustand der Wohnung


| 08.05.2007 17:14 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Ich habe eine Wohnung vermietet und einen schriftlichen Mietvertrag mit der Mieterin. Da die Wohnung hinsichtlich Elektroinstallation,renovierungsbedürftigem Bad (Fliesen)und Fußbodenbelägen mangelhaft war, wurde eine verbilligte Vermietung vereinbart. Die Mieterin hat dann die Renovierung durch Ihren Lebensgefährten durchführen lassen. der Lebensgefährte hat die Wohnung nahezu komplett renoviert und das Material aus seinen eigenen finanziellen Mitteln bezahlt, weil die Mieterin dazu finanziell nicht in der Lage ist. Nun hat die Mieterin ihren Lebensgefährten vor die Tür gesetzt. Dieser ist nun auf den gesamten Renovierungskosten sitzengeblieben und begehrt nun von mir als Vermieter die Erstattung der Kosten. Frage: Wie weit muß ich ihm entgegenkommen, obwohl ich keinen Vertrag mit Ihm habe?
Sehr geehrter Fragesteller,

ein Mieter, der Investitionen in die Wohnung tätigt, kann im Regelfall keine Erstattung durch den Vermieter verlangen, sofern nicht vorher eine anderslautende Vereinbarung getroffen wurde. Eine Zahlungspflicht des Vermieters könnte allenfalls dann in Betracht kommen, wenn die Maßnahmen den Interessen des Vermieters und seinem wirklichen oder mutmaßlichen Willen entsprochen haben oder wenn der Vermieter bereichert ist. Hier kommt es auf die tatsächlich durchgeführten Maßnahmen an. So wird z.B. der Einbau einer Heizung dann dem mutmaßlichen Willen des Vermieters entsprechen, wenn keine Heizung vorhanden war.
Eine Bereicherung könnte dann in Betracht kommen, wenn der Vermieter dann einen höheren Mietzins verlangen kann.

Es wäre somit höchst fragwürdig, ob die Mieterin beim Auszug eine Erstattung verlangen könnte, selbst wenn sie die Kosten selbst getragen hätte. Schließlich hat sie ja auch günstiger gewohnt.

In Ihrem Fall kommt hinzu, dass ein Dritter die Kosten getragen hat, so dass hier kein Anspruch des Lebensgefährten gegen Sie direkt besteht, sondern dass er diese Frage in der Beziehung zu seiner Ex-Lebensgefährtin regeln muss oder rechtzeitig hätte regeln müssen.

Außerdem verstehe ich Ihre Angaben so, dass die Mieterin weiterhin in der Wohnung wohnt. Selbst wenn Sie bei einer Neuvermietung aufgrund der Renovierung einen höheren Mietzins verlangen könnten, sind Sie nicht bereichert, solange die Mieterin zu den bisherigen Konditionen darin wohnt. Sie können auch heute noch nicht abschätzen, wie lange sie dort wohnen bleibt und ob sie z.B. die Renovierung während der eigenen Mietdauer vollständig "abwohnt", so dass keine Bereicherung verbleiben würde.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de



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