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Verbaler Angriff / Geschäftsschädigung

| 24.06.2022 09:07 |
Preis: 60,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


13:11

Hallo und guten Tag,
ich bin selbstständige Stadtführerin. Als solche wurde ich während einer Stadtführung von einem nicht Beteiligten verbal und aggressiv beleidigt. Aussagen waren z. B.: HIer würde nur Bullshit erzählt, die Stadführung wäre zu teuer etc. Meine Gäste waren völlig aufgelöst und hatten auch befürchtet, dass das Ganze in Gewalt ausartet. Nach einiger Zeit zog der "Herr" dann ab. Im Nachgang habe ich dann recherchiert, weil ich vermutete, dass der Pöbler einen Grund hat, meine Führung so anzugreifen und so war es auch. Er ist ein lokaler Restaurantbesitzer, dessen Frau selbst Führungen anbietet. Einer meiner Kunden ließ die Sache nicht los. Er hat daher die Stadt, in der die Führung stattfand angeschrieben, um zu fragen, ob eine Führung hier nur exklusiv möglich wäre (nein). Dann auch den über Google ausfindig gemachten Pöbler und seine Frau (Stadtführerin). Nun hat mein Kunde eine strafbewehrte Unterlassungserklärung erhalten und muss über 1.100 € bezahlen. Der Pöbler streitet trotz ca. 10 Zeug*innen ab, dass er es war. Obwohl er sagte, er arbeite in einem Restaurant in der Straße, das auch dann der Anhaltspunkt für Google war (es findet sich in einer Lokalzeitung ein Beitrag über ihn und das Restaurant, in dem wir alle ihn eindeutig wiedererkannt haben. An der Identität besteht kein Zweifel). Zwar hatte ich mich zunächst dagegen entschieden, gegen den "Herrn" vorzugehen, aber nun soll ich eine Erklärung unterschreiben, dass es sich nicht um den ergoogleten Wirt handelt, damit mein Kunde aus der Rechtsklemme kommt. Kann ich das verweigern, ohne dass meinem Kunden weitere Schritte drohen und kann ich selbst als Geschädigte gegen den Pöbler vorgehen? Hier ist die Gerechtigkeit so eindeutig mit Füßen getreten, dass ich mir überlege, den Wirt selbst zu verklagen. Wie sind die Chancen hier einzuschätzen und wenn alle Beteiligten die Erklärung unterschrieben haben, bleiben mir dann überhaupt noch Zeug*innen? Danke für Ihre Hilfe!

24.06.2022 | 10:31

Antwort

von


(346)
Tannenweg 17
72654 Neckartenzlingen
Tel: 07127/349-1208
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihr Kunde hat aus meiner Sicht nichts zu befürchten, wenn er wahrheitsgemäß über den Störer schilderte. Dies ist dann letztlich im Zweifel eine Einschätzung eines Gerichts, wobei nach Ihren Schilderungen ja durch die entsprechenden Zeugen problemlos alles beweisbar wäre. Es ist auch so, dass ein Zeuge vor Gericht erscheinen und aussagen muss und ein Zeuge auch zur Wahrheit verpflichtet ist. Eine etwaig unterschriebene Erklärung ist insoweit nicht von Bedeutung.

Auch Sie selbst können gegen den Störer vorgehen. Es handelt sich hier um einen Eingriff in den eingereichten und ausgeübten Gewerbebetrieb und natürlich auch um Beleidigungen persönlicher Art. Sie haben hier einen Unterlassungsanspruch. Bereits ein einmaliger Rechtsverstoß bringt regelmäßig gemäß Bundesgerichtshof die tatsächliche Vermutung mit sich, dass auch zukünftig mit gleichartigen Verstößen zu rechnen ist. Gerne kann ich Sie hierbei unterstützen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Johannes Kromer

Rückfrage vom Fragesteller 24.06.2022 | 11:09

Hallo Herr Kromer,
ja, das ist sehr gut beantwortet und hilft mir. Es ist nicht zu erwarten, dass mein Kunde gegen das Strafgeld vorgeht, dafür ist er zu sehr verdattert und verängstigt. Daher meine Rückfrage: Können ihm Nachteile entstehen, wenn ich die Erklärung nicht unterschreibe?
Wenn ich Sie beauftragen würde, mit welchen Kosten wäre zu rechnen? Ich habe zwar eine Rechtsschutzversicherung, diese deckt aber meine selbstständige Tätigkeit nicht ab.
Viele Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.06.2022 | 13:11

Guten Tag,
zunächst vielen Dank für Ihre Bewertung. Wenn Sie mir die Erklärung und ggf. auch das Schreiben was Ihr Kunde erhalten hat, zukommen lassen (Kontaktdaten finden Sie in meinem Profil), dann schaue ich mir das gerne unverbindlich an und kann Ihnen dann auch einen konkreten Preis für ein Vorgehen Ihrerseits benennen. Mir kommen aus der Ferne nämlich die EUR 1.100 die von Ihrem Kunden verlangt werden, ungewöhnlich hoch vor.

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Kromer

Bewertung des Fragestellers 24.06.2022 | 11:52

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