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Verantwortung als Subunternehmer

| 11.12.2019 19:01 |
Preis: 55,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Mein Neffe ist 24 Jahre alt und hat den Meistertitel im Ofenbau. Er arbeitet als Subunternehmer für einen alteingesessenen Ofenbauer, der Innungsmeister und Gutachter ist. Mein Neffe klagt, dass er oft Öfen bauen muss, die kein fachgerechtes Bauen zulassen (z.B. zu wenig Platz für eine vorschriftsmäßige Isolierung oder es wird aus Kostengründen Material eingespart). Meine Frage ist nun folgende:
Wenn es sich mein Neffe schriftlich bestätigen läßt, dass er nach Anweisung des Auftraggebers baut, ist er (mein Neffe) dann aus der Verantwortung entbunden oder steht er weiter in der Verantwortung?

Sehr geehrter Ratsuchender,


Ihr Neffe wird nicht im Verhältnis Subunternehmer-Generalunternehmer haften, da dann der Gewährleistungsausschluss (je nach genauer Formulierung, die entscheidend ist) zwischen ihm und dem Generalunternehmer (alteingesesenen Ofenbauer) eingreifen wird.

Allerdings sollte das dann für jedes Projekt individuell vereinbart werden.


Aber Ihr Neffe haften gegenüber dem Endkunden (Bauherrn) für alle Folgeschäden, also nicht Schaden am Ofen selbst, aber ALLE Schäden außerhalb des Ofens (Wände, Decken, Boden und letztlich das gesamte restliche Haus, falls es durch den Ofen zu Schäden kommen sollte und auch Personenschäden (OLG Koblenz, Urt.v. 22.01.2014, Az.: 5 U 1060/13).

Da hilft dann auch nicht die schriftliche Bestätigung, da diese im Verhältnis zum Bauherren nicht gilt und auch nicht gültig wird.

Das ist in der Tat dann natürlich problematisch, wenn es zu Personenschäden kommt, da die Haftung dann schnell zur Insolvenz des Neffen führen kann.

Daher kann man nur dringend raten, die Arbeiten einzustellen, wenn Fehler erkannt werden, bzw. erkennbar sind.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 13.12.2019 | 10:34

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