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Veranstaltungs/Eventrecht - Verkaufsplatz war vergeben trotz Vorrauszahlung von 300€

19.06.2014 13:36 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


14:53

Zusammenfassung: Es geht um Schadenersatz- sowie Aufwendungsersatzansprüche, weil der Veranstalter dem Mieter einen Standplatz nicht zur Verfügung gestellt hat.

Ich hatte mich mit meinem Imbiss fuer einen Verkaufsstand auf einem dreitaegigen Musikfestival beworben. Nach Zahlung der Standgebuehr von 300€ +UmSt und eines zusaetzlichen Festivaltickets fuer 50€+UmSt wurde mir ein Platz zugesagt. Rechnung der Standgebuehr erhielt ich via Email.
Auf Fragen, wann die Aufbauzeit beginne und wo sich der Verkaufsstandort direkt befindet,wurde vom Veranstalter nicht geantwortet.
Ende Mai, am ersten Tag der Veranstaltung erschien ich am Veranstaltungsort und musste feststellen, dass alle Verkaufsplaetze vergeben waren und mir nichts weiter uebrig blieb als unverrichteter Dinge nach Hause zu fahren. Vom Veranstalter wurde nachträglich via Email bestaetigt, dass die Plaetze falsch vergeben wurden und wir ueber eine Entschaedigung sprechen werden.
Ich bat um die Erstattung der Standgebuehr, des Mitarbeitertickets und die umsonst gekauften Lebensmittel. Ca 900€. Einen Umsatzausfall machte ich nicht geltend.
Darauf erhielt ich die Antwort vom Veranstalter, dass er hoechstens die 300€ bezahlt oder diese auch fuer das Musikfestival im naechsten Jahr einbehalten koennte, wenn ich das wuensche.
Nach dieser letzten Email vom Veranstalter suche ich nun rechtliche Beratung, wie meine Chancen auf Erstattung der Einkaufskosten, des Mitarbeitertickets oder sogar der Verkaufsverluste sind.
Vielen Dank,
19.06.2014 | 14:11

Antwort

von


(175)
Ginsterweg 1D
31582 Nienburg
Tel: 05021-6071434
Tel: 0160-91019085
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eingangs möchte ich Ihnen mitteilen, dass eine Beurteilung der Rechtslage ohne die Einsicht in die entsprechenden Verträge nicht abschließende möglich ist.

Ihren Angaben nach haben Sie verbindlich einen Standplatz gemietet, vorliegend dürfte es sich um einen Mietvertrag hinsichtlich des Standplatzes gemäß § 535 BGB handeln. Sie haben Ihre Zahlungspflicht in Höhe von 350,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer erfüllt. Der Veranstalter hat seine vertragliche Pflicht, Ihnen einen Standplatz zur Nutzung während des Festivals bereitzustellen, nicht erfüllt und damit eine vertragliche Pflichtverletzung begangen.

Sie hätten daher einen Schaden- oder Aufwendungsersatzanspruch gemäß §§ 535 , 280 , 283 , 284 BGB . Das Vertretenmüssen des Veranstalters hinsichtlich der begangenen Pflichtverletzung wird durch das Gesetz in § 280 Abs. 1 S. 2 BGB vermutet. Insoweit müsste sich der Veranstalter entlasten, was ihm jedoch nicht gelingen wird, er hat ja bereits die Fahrlässigkeit hinsichtlich der Platzvergabe zugestanden.

Als Schaden im Sinne des § 249 BGB können Sie die bislang gezahlten Gebühren in Höhe von 350,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer, der Einkaufskosten sowie der Mitarbeitertickets verlangen. Außerdem können Sie einen Anspruch auf Erstattung der entgangenen Gewinne im Sinne des § 252 BGB geltend machen. Dieser müsste über die drei Tage des Festivals ungefähr beziffert werden. Durchschnittliche Einkünfte aus Ihrer Erfahrung der Vorjahre könnten hilfreich sein. Hier wird der Gewinn zugrunde gelegt, der nach dem gewöhnlichen Verlauf der Dinge mit Wahrscheinlichkeit erwartet werden konnte.

Meiner Ansicht nach hätten Sie also sehr gute Erfolgsaussichten Ihre Ansprüche gegenüber dem Veranstalter geltend zu machen. Ich kann Ihnen gerne bei direkter Beauftragung meiner Person anbieten, Ihre Rechte gegenüber dem Veranstalter zu vertreten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen bei der Entscheidung hinsichtlich Ihres weiteren Vorgehens behilflich sein. Nutzen Sie gerne die einmalige kostenlose Nachfragefunktion, damit ich etwaige Unklarheiten ausräumen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Pilarski

Rückfrage vom Fragesteller 19.06.2014 | 14:48

Sehr geehrter Rechtsanwalt,

herzlichen Dank fuer Ihre sehr hilfreiche und schnelle Antwort.
Fuer die Entscheidung einer Rechtsvertretung ist es vielleicht wichtig, anzugeben, dass es keinen schriftlichen Mietvertag mit Unterschriften gibt.
Ich habe eine Email vom Veranstalter erhalten, eine Rechnung.
In dieser wird aufgefuehrt, 300€ + MwSt fuer 1x shop, Strom- und Wasseranschluss. Auf dieser Rechnung ist auch notiert, dass der Betrag schon beim Veranstalter eingegangen ist.
Wird das als Mietvertag verstanden?


Gruesse,

Die Fragestellerin

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19.06.2014 | 14:53

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Eine Rechnung ist kein Mietvertrag, aber Mietverträge können grundsätzlich auch mündlich geschlossen werden. Soweit ausreichend Indizien vorhanden sind, dass eine Abmachung hinsichtlich des Standplatzes getroffen wurde, reicht das. Die Rechnungsstellung, die Bestätigung des Veranstalters, dass ein Fehler bei der Platzvergabe unterlaufen ist und der Vorschlag, diesen Fehler durch die Anrechnung der Entgelte für nächstes Jahr "gutzumachen" sind jedenfalls Inidzien für einen Mietvertrag. Aus diesen Mails lässt sich ein solcher meiner Meinung nach ableiten. Durch die Bestätigung des Zahlungseingangs hat der Veranstalter zum Ausdruck gebracht, das er mit Ihrer Teilnehmer einverstanden ist un den Betrag entgegennimmt.


Ich hoffe, ich konnte die Unklarheiten ausräumen und würde mich über eine positive Bewertung und gegebenenfalls Beauftragung freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Michael Pilarski
(Rechtsanwalt)

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