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Veranstaltung abgesagt am selben Tag, Erstattung Spesen

| 30.07.2021 14:53 |
Preis: 50,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


14:47

Zusammenfassung:

Es geht um die "Covid-19"-bedingte Absage einer Veranstaltung in Wien.

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 11.07. haben wir eine Reise von München nach Wien angetreten um dort ein Konzert zu sehen am 13.07. (war Geburtstagsgeschenk).
Am 13.07. um ca. 13.00 Uhr wurde per E-Mail das Konzert abgesagt "aufgrund der aktuellen Situation", also wenige Stunden vor dem eigentlichen Ereignis.

Nun ist die gesetzliche Corona-Situation in Wien seit 01.07. unverändert und hätte die Veranstaltung zugelassen.

Die AGBs des Veranstalters (Barracuda Music) sind diese hier:
http://www.barracudamusic.at/jart/prj3/skalar/main.jart?rel=de&content-id=1262873609310&reserve-mode=active
Die Absage hat durch den Vermittler (Eventim) stattgefunden.

Wir würden erwarten dass eine Absage in einer angemessenen Frist erfolgen muss.
Wenige Stunden vorher ist dagegen zu kurzfristig.

Frage: Wie stehen die Chancen, dass wir Ersatzansprüche geltend machen können? (Spesen)

Viele Grüße

30.07.2021 | 15:44

Antwort

von


(822)
Vorstadt 42
41812 Erkelenz
Tel: 02435 - 6114416
Tel: 0174 - 9994079
Web: http://www.rechtsanwalt-burgmer.com
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Gerne zu Ihrer Frage,

deren Beantwortung ich zunächst voranstellen möchte, dass nach den AGB des Veranstalters "ausschließlicher Gerichtsstand für Unternehmer das für Wien Innere Stadt sachlich zuständige Gericht" wäre.

Gleichwohl gilt auch nach dem österreichischen Zivilrecht eine dem dt. § 305 c BGB ähnliche Regel, dass nach dem Konsumentenschutzgesetz nachteilige, ungewöhnliche und überraschende Klauseln in den AGB des Veranstalters unwirksam sind. Die AGB des Veranstalters sind quasi gespickt (Nr. 4, 6 und 9, 11) von nachteiligen Ausnahmereglung im Zusammenhang mit Covid-19, explizit, dass Ausfälle wg. Covid-19 unspezifisch stets mit "höherer Gewalt" und deren Rechtsfolgen gleichgesetzt werden.

Ihr vorliegender Fall ist ein Beispiel, dass die Ausfälle vom Veranstalter dem Grunde und der Zeit nach gerade nicht substantiiert und differenziert gehandhabt wurden.

Eine Absage, die sich weder am aktuellen gesetzlichen Stand orientiert...

("die gesetzliche Corona-Situation in Wien seit 01.07. unverändert und hätte die Veranstaltung zugelassen") wie Sie berichten...

...noch im angemessenen Zeitrahmen erfolgt, werte ich daher aus der Ferne als eine tragfähige Anspruchsgrundlage für die Rückerstattung (nicht Gutschein) der Ticketgebühren UND Ihres Reiseaufwands, den Sie allerdings konkret spezifizieren müssten.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer

Rückfrage vom Fragesteller 01.08.2021 | 13:41

Sehr geehrter Herr Burgmer,

vielen Dank für Ihre schnelle und deutliche Antwort, das war sehr hilfreich.

Eine letzte Frage dazu:

- Der Reiseaufwand für Bahnfahrt und Hotel lässt sich belegen (647,28 €).
- Das Hotelzimmer war gebucht über 4 Nächte von 11.07. - 15.07., die Veranstaltung war am 13.07. geplant.

Sollte für die Hotelkosten der Anspruch anteilig gestellt werden, da der Aufenthalt ggf. länger war als nötig?

Freundliche Grüße!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.08.2021 | 14:47

Gerne zu Ihrer Nachfrage:

Der Reiseaufwand Bahnfahrt ist so OK.
Die Hotelbuchung müssen Sie anteilig auf den für das Konzert notwendigen Teil berechnen und ggf. noch einen Abzug machen, wenn Ihnen das Hotel ersparte Aufwendungen vergütet. Es sei denn, das Ganze gab´s nur im Paket.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Willy Burgmer
- Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 01.08.2021 | 13:36

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