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Veräußerung eines Grundstücksanteils


| 17.04.2007 10:38 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Gemeinsam mit meinem Nachbarn sind wir Eigentümer eines ca.3000qm großen Grundstücks mit einem eingetragenen Sondereigentum für 2 Einfamilienhäuser(Doppelhaus). Ein noch unbebautes Baugrundstück von ca. 1000qm grenzt unmittelbar an das Sondereigentum des Nachbarn. Da das Grundstück von uns praktisch nicht genutzt wird, haben wir unseren Anteil als Teil unsere Rente gedacht und möchten nun verkaufen.
Natürlich ist der Nachbar nach über 30 Jahren damit gar nicht einverstanden. Ich habe den gemeinsamen Verkauf vorgeschlagen, ihm meinen Anteil zu einem marktüblichen Preis(minus 20%)angeboten,und letztlich ein ideelle Teilung vorgeschlagen.
Wir werden vermutlich heute Abend darüber sprechen. Wie sollen wir uns weiter verhalten, welche Möglichkeiten haben wir überhaupt?
Wir wären natürlich für einen Zwischenbescheid im Laufe des Tages dankbar.
Freundliche Grüße
17.04.2007 | 11:23

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Aus Ihrer Schilderung geht hervor, dass das 300qm große Grundstück mit einem Doppelhaus bebaut ist. Das Grundstück gehört Ihnen und dem Nachbarn.
2.Der Verkauf Ihres Anteils bereitet nur dann Probleme, wenn Sie und Ihr Nachbar das Grundstück insgesamt zu je 50% halten. Denn dann muss zunächst eine Teilung des Grundstücks stattfinden. Diese Teilung muss im Grundbuch eingetragen werden. Aus der Teilung ist dann ersichtlich, welcher Teil welchem Eigentümer gehört. Sollte der andere Eigentümer sich weigern, der Teilung zuzustimmen, können Sie die Zustimmung einklagen.
3.Nach dem Gesetz über die planungsrechtliche Teilungsgenehmigung der FreienundHansestadt Hamburg bedarf die Grundstücksteilung im Geltungsbereich eines Bebauungsplans im Sinne des § 30 Absätze 1 und 3 BauGB der Genehmigung. Diese müssen Sie vor der Teilung beantragen.
4.Als weitere und sicher einfachste Möglichkeit steht der Verkauf an den Nachbarn zur Verfügung. Wenn er jedoch nicht bereit ist, das Grundstück zu einem angemessenen Preis zu erwerben, bleibt nur die Teilung des Grundstücks und der Verkauf Ihre Hälfte an einen Dritten.
5.Wenn der Nachbar den Kaufpreis derzeit nicht aufbringen kann, könnte man einen Mietvertrag abschließen. Der Nachbar kann dann Ihr Grundstück und Haus nutzen und Sie erhalten eine monatliche Miete. Zusätzlich dazu sollte eine Vereinbarung getroffen werden, dass Sie auf den Verkauf des Grundstücks verzichten und der Nachbar dafür sämtliche Instandhaltungskosten und sonstige Kosten für das Haus und Grundstück übernimmt. Für einen solchen Vertrag muss jedoch der gesamte Sachverhalt ermittelt werden, um Ihre Interessen bestmöglich umzusetzen und eine wirksame Vereinbarung herbeizuführen (bei einem Mietverhältnis muss darauf geachtet werden, dass klar ist, dass neben dem Mietverhältnis noch ein Vertrag „Verzicht Verkauf gegen Übernahme der Kosten“ besteht, da in einem normalen Mietverhältnis die Abwälzung von Instandhaltungskosten unwirksam wäre).
6.Der Nachbar könnte auch den Kaufpreis in Raten bezahlen, falls die Summe auf einmal nicht aufzubringen ist. Hier könnten Sie über eine günstige Verzinsung reden. Ein Teil des Kaufpreises wird auf einmal bezahlt, der Rest in gleichen Raten über z.B. 10 Jahre.

Bitte teilen Sie uns noch weitere Sachverhaltsangaben mit, damit wir noch weitere Vorschläge erteilen können.


Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Diep, Rösch & Collegen
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80333 München
Tel: (089) 89 33 73 11 / (089) 45 75 89 50

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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


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