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Veräußerung einer Wohung nach Scheidung

21.07.2008 20:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Seit 12/07 bin ich von meinem Mann geschieden, der noch in der nach der Hochzeit gekauften Wohnung lebt (Zugewinngemeinschaft). Grundbuchamtlich sind wir beide zu 50% eingetragen. Die Kaufsumme betrug 140.000,-- €.
Nun geht es um die Frage, wie ich an meinen Anteil nach der Scheidung komme. Mein ex-Mann is bereit 70.000,-- € gestundet auf 5 Jahre (zinsfrei)abzuzahlen, womit ich nicht einverstanden bin. Aus meiner Erfahrung werden solche Immobilien in der Regel veräußert, der Erlös entsprechend aufgeteilt. Die Veräußerung kommt für meinen geschiedenen Mann allerdings nicht in Frage.

Ich würde gerne wissen, welche Möglichkeiten ich habe, um an meinen Anteil zu kommen. Eine Teilveräußerung (meine 50%)stellt sicherlich keinen adäquater Weg dar.
Bitte teilen Sie mir mit, welche rechtlichen Schritte mir bleiben, um die finanzielle Seite der Immobilie in meinem Sinne zu regeln.

Herzlichen Dank!

Sehr geehrte Ratsuchende,

zu ihrer Frage nehme ich Stellung wie folgt.

1) Grundsätzlich steht Ihnen die Möglichkeit einer Teilungsversteigerung zu. Denn es liegt kein Verstoß gegen unterhaltsrechtliche Obliegenheiten vor, wenn sich ein Miteigentümer auf die Aufhebung der Gemeinschaft durch Teilungsversteigerung und anschließende Erlösteilung (§ 753 BGB) beschränkt, weil die Wirtschaftlichkeit am ehesten durch Verwertung im Wege der Aufhebung der Miteigentumsgemeinschaft gewährleistet ist. ( vgl. Wendl/Staudiger in: das Unterhaltsrecht in der familienrechtlichen Praxis Rn. 424).

Dies gilt unabhängig von der Frage, ob ihr geschiedener Mann einer Veräußerung zustimmt oder nicht. Hierauf hat er keinen Einfluss. Er kann die Teilungsversteigerung nicht verhindern.

2) Als weitere Möglichkeit sollten Sie in Erwägung ziehen, ob ihr geschiedener Mann ihren Anteil entsprechend beleiht und Sie ihm im Gegenzug ihren Anteil übertragen.

3) Ferner steht Ihnen natürlich die Möglichkeit des Verkaufs ihres Anteils offen. Jedoch ist bei dieser Lösungsvariante ein geringerer Erlös zu erwarten.

4) Bei der angebotenen Zahlung von 70.000 € in vier Raten, muss sichergestellt werden (soweit dies für Sie überhaupt in Frage kommt), dass die Zahlungen auch fließen, ggf. über eine Bürgschaft oder ähnliches. Denn die Stundung soll ja für 5 Jahre ! vereinbart werden
Ob diese angedachte Variante sinnvoll ist, kann im Forum nicht beantwortet werden, da die wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien nicht bekannt sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sie ggü. über geschiedenen Mann argumentieren sollten, dass Sie die Teilungsversteigerung veranlassen werden, falls er nicht bereit ist, den Kaufpreis auf einmal zu bezahlen ( ggf. in 2 Raten, welche jedoch zeitnah erfolgen müssten, z.B. durch Aufnahme eines Darlehens).
Daran anschließend ist die Reaktion der Gegenseite abzuwarten, ob ihr geschiedner Mann sich darauf einlässt, oder nicht. Falls nicht, sollten Sie ernsthaft in Erwägung ziehen, die Teilungsversteigerung zu veranlassen.
Vor diesem Schritt rate ich Ihnen, dass Sie vor Ort einen Anwalt ihres Vertrauens aufzusuchen, welcher Sie (auch) im Falle einer Teilungsversteigerung unterstützt. Dies ist mit weiteren Kosten für Sie verbunden.


Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt
D. Preiß LL.M.Eur

Hinweis:
Die vorstehende Beantwortung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Die von mir gegebene Antwort ist eine überblicksartige Beantwortung. Außerdem ist die Beantwortung der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars und kann - insbesondere in den Fällen, in denen die notwendigen Unterlagen (z.B. Verträge, Versicherungsbedingungen, Gerichtsurteile, Schreiben von Dritten) nicht vorlagen - eine Beratung durch einen Rechtsanwalt nicht ersetzen.

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