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Veränderung einer Nacherbfolge-


31.05.2006 11:36 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Situation:
Erbschein ausgestellt am 24.01.1972, Amtsgericht München:
Erbscheintext:
Der am xx.xx.xxxx. geborene “Name,Name” ist am xx.xx.xxxx gestorben und Beerbt worden von seiner Ehefrau,Name-Adresse”
- a l l e i n -

Es ist Nacherbfolge angeordnet. Sie trifft beim Tod der Vorerbin ein.
Nacherben sind die beiden Enkelkinder des Erblassers “Name,Name u.“Name,Name”,vertreten durch die Eltern “Name,Name”

Die Vorerbin ist zur freien Verfügung über den Nachlaß berechtigt.
-----------------------------------------------------------------
Ich bin ein Elternteil der Enkelkinder und durch den Vorerben als Vertrauensperson mit einer schriftlichen Vollmachtserteilung,auch Bankvollmacht, für alle Angelegenheiten und Rechtsgeschäfte beauftragt und berechtigt.

Meine Fragen:
1. was bedeutet: Die Vorerbin ist zur freien Verfügung über den
Nachlaß berechtigt.
2. Kann der Vorerbe die Nacherbfolge verändern und einen anderen
Vorerben (z.B. mich)vor den Nacherben(Enkelkinder)festlegen
oder einsetzen ?
3. Kann die Vorerbin das Sachvermögen (Haus und Grundstück) und
das Barvermögen trennen und seperat vererben.
4. Wie muß eine Veränderung/Änderung des Erbscheins erfolgen.

Vielen Dank
31.05.2006 | 12:00

Antwort

von


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82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Die Vor- und Nacherbschaft ermöglicht es dem Erblasser, zu steuern, wer sein Vermögen nach dem Tod des Vorerben erhalten soll. Zunächst erhält der Vorerbe den Nachlass, er kann aber hinsichtlich des Nachlasses nicht bestimmen, wer es danach erhalten soll. Der Nacherbe erhält den Nachlass mit dem Tod des Vorerben.

2. Die Vorerbin ist hier als befreite Vorerbin berechtigt, besondere Handlungen hinsichtlich des Nachlasses vorzunehmen, z.B. Grundstücke zu verkaufen, § 2136 BGB. Sie kann jedoch keinen anderen Vorerben einsetzten. Nach ihrem Tod erben die Nacherben.

3. Eine Trennung von Grundstücken und Geld ist nicht möglich. Die Vorerbin kann hinsichtlich des Nachlasses keine eigenen Verfügungen von Todes wegen veranlassen. Das kann sie nur hinsichtlich ihres eigenen Vermögens. Das kann sie vererben, wie sie möchte.

4. Eine Änderung des Erbscheins erfolgt daher erst nach Eintritt der Nacherbfolge, also mit dem Tod der Vorerbin.



Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München

Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de

Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:
Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


ANTWORT VON

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