Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
503.923
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vaterschaftsfeststellung 1600d BGB

01.11.2018 00:19 |
Preis: 80,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


23:50
Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,
sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

nach einer kurzen Liaison mit einer Dame, welche ich im Internet kennen gelernt hatte, teilte diese mit
mit, dass sie schwanger wäre. Im weiteren Verlauf habe ich sie auch regelmäßig zu ihrem Gynäkologen begleitet und konnte somit den Empfängniszeitraum gesichert eingrenzen. Ab dem 4. Monat der Schwangerschaft hat sie den Kontakt abgebrochen. Das Kind ist im Dezember 2017 auf die Welt gekommen.
Daraufhin hatte sie sich drei Monate nach der Entbindung ex nihilo mit mir telefonischen Kontakt aufgenommen.
Nach meiner Recherche bei dem zuständigen Geburtenbüro und der Erkenntnis, dass kein Vater in der Geburtsurkunde eingetragen ist, habe ich sie aufgefordert in eine Abstammungsuntersuchung einzuwilligen.
Dies hatte sie abgelehnt, woraufhin ich im Mai diesen Jahres einen gerichtliches Vaterschaftsfeststellungsverfahren gem. § 1600d BGB eingeleitet habe. Es wurde eine Verhandlung anberaumt in der sie angab mit mir Geschlechtsverkehr i.S.d. § 1600d III BGB gehabt zu haben. Die Vorsitzende hatte daraufhin nach Prüfung der anderen Tatbestandsvoraussetzungen einen Beweisbeschluss erlassen.
Nach einer Woche erhielt ich vom Gericht einen anderen Beschluss der besagte, dass eine Entscheidung auf dem Bürowege ergeht.
Nach einer weiteren Woche wurde mir ein weiteres Schreiben des Anwaltes der Gegenseite übersendet in dem die Antragsgegnerin nun abstreitet mit mir Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Sie gibt ferner einen Namen eines anderen Mannes an der angeblich der Vater sein soll. Mit ihm hatte sie angeblich nur einen sogenannten One-Night-Stand.
Das Gericht hat mich zu Stellungnahme aufgefordert.

Ich möchte zwingend erfahren, ob ich der Vater dieses Kindes bin. Was legt das Gesetz der Richterin auf wenn die Mutter den Beischlaf dementiert ? Was kann ich dem entgegenhalten ? Quelle ? ( Gesetz, Rspr. Kommentar)
Warum reagiert die Vorsitzende in dieser Art und Weise ?
Was soll ich nun antworten ?


Für die Bearbeitung bedanke ich mich bereits im voraus und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Eingrenzung vom Fragesteller
01.11.2018 | 00:23
01.11.2018 | 01:43

Antwort

von


(384)
Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
Tel: 0551/43600
Tel: 0170/4669331
Web: http://www.ra-vasel.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

die Richterin gibt Ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme auf neues Vorbringender Kindesmutter. Sie ist verpflichtet, Ihnen insoweit rechtliches Gehör zu gewähren.

Wenn der „andere Mann" die Vaterschaft mit Zustimmung der Kindesmutter anerkannt hat, müssen Sie zunächst in einem weiteren Prozeß dessen Vaterschaft anfechten.

Wenn dies nicht der Fall ist, wird die Richterin ein Abstammungsgutachten einholen (Vor Abweisung des Vaterschaftsfeststellungsantrags hat das Gericht sämtliche für die Ermittlung der Abstammung dienliche Beweise zu erheben, Bundesgerichtshof, Urteil vom 06.06.1973 - IV ZR 164/71 )

Sie sollten an Eides Statt versichern, daß Sie in dem maßgeblichen Empfängsniszeitraum ungeschützten Geschlechtsverkehr mit der Kindesmutter hatten, und darauf hinweisen, daß die jetzige Version der Kindesmutter, sie habe keinen Geschlechtsverkehr mit Ihnen gehabt, angesichts ihrer ersten Darstellung in der Verhandlung unglaubwürdig ist.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 05.11.2018 | 03:23

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
vielen Dank für Ihre Antwort. Könnten Sie mir Bitte Auskunft über die Frage geben, was der Gesetzgeber der
Vorsitzenden auferlegt, wenn die Kindsmutter einen Beischlaf in dem fraglichen Zeitraum dementiert und ich als Antragsteller behaupte ich hätte mit ihr Kontakt gehabt und wie ich dem in einer Weise entgegentrete, dass ein Test veranlasst wird ?
Ich habe sie so verstanden, dass die Abgabe einer EV ausreichend ist. Wenn das so ist bitte ich um Bestätigung und einer Nennung einer Quelle, Norm, Rechtssprechung. ( Das von ihnen genannte Urteil ist ja leider rechtlich veraltet in 95% des Inhaltes)

Vielen Dank !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.11.2018 | 23:50

Sehr geehrter Fragesteller,

ja, die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung ist ausreichend, um bei der Richterin schwerwiegende Zweifel an der Vaterschaft des „anderen Mannes" zu begründen (§ 1600 d Abs. 2 BGB) und sie zur Einholung eines Abstammungsgutachtens zu veranlassen. Dies ergibt sich schon aus dem von mir zitierten Urteil des Bundesgerichtshofs vom 06.06.1973 - IV ZR 164/71 – wo es heißt: Es ist „die Aufgabe des Gerichts festzustellen, ob der als Vater Bezeichnete das Kind gezeugt hat. Um diese Feststellung treffen zu können, muß das Gericht alle zur Verfügung stehenden, eine weitere Aufklärung versprechenden Beweise erheben" und entspricht herrschender Rechtsprechung (vgl. z. B. Bayerisches Oberstes Landesgericht, Beschluss vom 21. April 1999 – 1Z BR 124/98, wo es heißt: „Die Einholung eines Abstammungsgutachtens ist mit Rücksicht auf den meist nur unsicheren Wert der übrigen Beweismittel im Regelfall unerläßlich."

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(384)

Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
Tel: 0551/43600
Tel: 0170/4669331
Web: http://www.ra-vasel.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Vertragsrecht, Baurecht, priv., Mietrecht, Sozialrecht, Familienrecht, Inkasso, Kaufrecht, Erbrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 65150 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Genau so sollte die Hilfe ablaufen. Zielgerichtete Antworten und Vorschläge für das weitere Vorgehen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
zu vollsten Zufriedenheit. - Danke! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Für eine Schnellauskunft auf Basis meiner gelieferten Daten hat mir die Antwort weitergeholfen. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER