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Vaterschaftsanfechtung durch leiblichen Vater MIT Wunsch des Kindes (14)

23.06.2010 23:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Ich war mit meiner jetzigen Freundin schon einmal vor 15 Jahren zusammen. Vor und nach unserer leider sehr kurzen Beziehung hatte sie eine Beziehung mit einem freund von mir. Kurz nach ende unserer Beziehung hatte ich mich komplett aus meinem Umfeld gelöst und keinerlei Kontakte aufrecht gehalten. Sie wurde schwanger, hatt aber wegen unregelmässigem Zyklus und Verhütung unsererseits nicht damit gerechnet das ich der vater sein könnte. So hatt ihr damaliger freund die Vaterschaft anerkannt und beide haben nach der geburt des Kindes geheiratet.
Sie haben sich im Jahre 2000 scheiden lassen, Kontakt zum kind hatte der entsprechende mann nur sporadisch, im schnitt 3 mal im Jahr.
Als ich anfang diesen Jahres die Kindesmutter wieder fand, erzählte sie mir das sie sich in den letzten Jahren häufig mit dem gesetzlichen Vater darüber unterhalten hat, das beide schätzen das der junge von mir ist. Ich habe mich bei ihm gemeldet und er bestätigte mir das und meinte dass er mit einer Vaterschaftsfestellung einverstanden ist, weil er eh wüsste das es nicht sein kind ist und es wäre für ihn okay. Als für mich und die Kindesmutter klar war das wir zusammen bleiben, sprach sie sogleich mit dem jungen (14 jahre). der junge hat es sehr gut aufgenommen und freute sich recht bald seinen vater an seiner seite zu haben. Ich, Kindesmutter und Kind haben einen gerichtlich anerkennbaren Vaterschaftstest machen lassen.
Die Reaktion des Kindes war große Freude, werde sein strahlendes "hallo papa" nie vergessen.
Kurz und knapp ist es so das alle beteiligten bescheid wissen, das Kind glücklich über das Testergebniss war und alle damit einverstanden sind das ich nun auch der gesetzliche Vater werde.
Der gesetzliche vater hat kein sorgerecht, und holt das Kind zwei bis dreimal für ein kurzes Wochenende zu sich. Er meinte das sich das von ihm aus auch nicht ändern müsse wenn ich als gesetzlicher vater eingetragen bin, da er ja schon jahrelang in der Annahme lebt.
Nun war ich bei einem Anwalt der mir wenig Hoffnung darauf machte mit einer klage erfolg zu haben. Ich bin mir äußerst unschlüssig ob er aufgenommen hat, das es der Wunsch des Kindes ist. Zur Erinnerung, der junge ist 14. Wir leben in Hessen (Kassel)


Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Frage ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:


Als biologischer Vater sind Sie seit 2004 gem. § 1600 I BGB zur Anfechtung berechtigt wenn
- Sie eine eidesstattlichge Versicherung abgeben, der Kindsmutter in der Empfängniszeit beigewohnt zu haben
- zwischen Kind und gesetzlichem Vater keine sozial-familiäre Beziehung besteht und
- der Anfechtende (= Sie) leiblicher Vater ist.

Alle 3 Voraussetzungen liegen hier offenbar vor, sodass Sie selbst anfechten könnten.

Auch der gesetzliche Vater (= Scheinvater) könnte die Vaterschaft und auch sein Anerkenntnis anfechten.

Klageberechtigt wären auch die Kindsmutter und das Kind – vertreten durch einen sog. Ergänzungspfleger - selbst.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihnen damit weiterhelfen.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 24.06.2010 | 00:11

Vielen Dank schonmal, aber wie bewerten sie unter den genannten Gesichtspunkten die Erfolgsaussicht?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.06.2010 | 09:30

Sehr geehrter Fragesteller:

besten Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Die Aussichten würde ich als gut bezeichnen, auch weil der Sohn von dem definitiven Ergebnis bereits Kenntnis hat, dies begrüßt und der gesetzliche Vater sowie die Mutter ebenfalls die Berichtigung wollen.

Ihnen kann ich nur raten, den gesamten Vorgang durch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl prüfen lassen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet würde.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

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