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Vaterschaftsanfechtung - Erfolgswahrscheinlichkeit

| 21.08.2014 18:21 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Zu den Voraussetzungen der Vaterschaftsanfechtung

Fallbeschreibung:

16 Jahre verheiratet
Während der Ehe mehrfacher Ehebruch der Mutter (nicht dokumentiert)
Zwei Kinder während Ehe entstanden, heute 13 und 9 Jahre alt
Scheidung 2012
Mutter inzwischen wieder in eheähnlichem Verhältnis mit neuem Partner. Berufstätig.
Im Juni 2014 wird ein Vaterschaftstest von Mutter und Vater für die Tochter beauftragt (wegen aufkommender Zweifel beiderseits). Resultat: Tochter stammt nicht von Ehemann.
Tochter wurde inzwischen über den biol. Vater und dessen Identität informiert.

Ziel:
Ich, Vater, möchte die Vaterschaft anfechten. Das Ziel ist den biol. Vater in die Pflicht zu nehmen und die Möglichkeit zu haben, den Unterhalt für die Tochter auf einer Bank für die Zukunft zu sparen, anstelle das Geld an die Mutter zu überweisen. Die Tochter hätte hieraus einen finanziellen Vorteil. Ich möchte jedoch als sozialer Vater weiterhin ein Umgangsrecht behalten. Die Kinder sollen nicht getrennt werden bei den Besuchen bei mir.

Frage:
Ich gehe davon aus, das meine Ex Frau Pseudozeugen benennen wird, die bestätigen werden, ich hätte sowohl vom Ehebruch wie auch von dem anderen Vater gewusst. Was wiederum nicht stimmt. Wie hoch sehen Sie die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Anfechtung mit dem Ziel der Aberkennung Vaterschaft ? Wie soll ich bestenfalls vorgehen ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Hauptproblem ist die Anfechtungsfrist von 2 Jahren aus § 1600 b I BGB.
Da Ihre Tochter in der Ehe geboren wurde, sind Sie der gesetzliche Vater. Wenn Ihnen
der mögliche Ehebruch bereits in der Ehe bekannt war, wäre die Frist abgelaufen.
Es geht um die Kenntnis der Tatsachen die gegen die Vaterschaft sprechen.
Die Beweislast das die Frist versäumt ist, trägt das Kind. Sie müssen im Fall einer
gerichtlichen Auseinandersetzung, aber darlegen wann Sie Kenntnis der Tatsachen
erlangt haben, die gegen die Vaterschaft sprechen. Wenn erst nach der Scheidung
Zweifel konkret wurden und dann das Gutachten eingeholt wurde, reicht es in der
Regel für die Schlüssigkeit des Antrags das Sie erst durch das Gutachten Kenntnis
erhalten haben. Wenn Ihre Exfrau vorträgt, dass Sie vom Ehebruch wussten, wird man
die Details genau klären müssen. Es kommt in diesen Fällen auch auf das Verhalten
der Ehefrau während der Ehe an, etwa wenn Zweifel beschönigt worden sind.
Ich habe selber bereits mehrfach derartige Verfahren geführt und ohne Kenntnis
weiterer Tatsachen ist es schwer die Erfolgsaussichten abschließend zu beurteilen, Sie
sollten das Verfahren aber führen. Es bliebe falls man wegen der Frist nicht weiter
kommt, nur die Möglichkeit über § 1628 BGB . Sie müssten dann die elterliche Sorge
für den Bereich Anfechtung und Feststellung der Vaterschaft auf sich übertragen
lassen. Hier kommt es darauf an, ob es dem Wohl des Kindes entspricht die
biologische und rechtliche Vaterschaft in Einklang zu bringen.
Solch ein Verfahren ist auch nach Versäumung der Anfechtungsfrist möglich, es wird
dann aber rechtlich schwieriger. Die Anfechtung geht aber vor und Sie sollten
versuchen mit Ihrer Exfrau eine Einigung zu finden, soweit möglich. Sie sollten damit
drohen ansonsten den Rechtsweg auszuschöpfen was auch mit Kosten verbunden ist.
Ein Recht auf Umgang haben Sie auch als ehemaliger Vater weil eine enge Bindung
besteht nach § 1685 II BGB.
Ob Ihre Exfrau mit "Pseudozeugen" durchkommt bleibt abzuwarten, solche Zeugen
machen sich strafbar und darauf sollte man hinweisen. Ihre Exfrau sollte sich
überlegen ob Sie einen versuchten Prozessbetrug begehen will, auch hierauf kann man
sie hinweisen. Eine streitige Auseinandersetzung würde also viel Zeit, Geld und
Nerven kosten und kann auch strafrechtliche Folgen haben.
Am besten wäre es, Sie reichen den Antrag ein und Ihre Exfrau tritt diesem für die
Tochter nicht entgegen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 24.08.2014 | 16:11

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