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Vaterschaftsanerkennung wissentlich durch 'falschen'Vater für Aufenthaltstitel

11. Juli 2019 17:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Fragen zur Vaterschaft und Unterhaltsregeress

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Ex-Freundin meines Mannes hat wissentlich einen anderen Mann die Vaterschaft anerkennen lassen damit diese in Deutschland das Aufenthaltsrecht erlangt.
Die Frist der Vaterschaftsanfechtung von 2 Jahren ist bereits verstrichen,d.h im Klartext:
Dieser Mann hat sich rechtlich natürlich strafbar gemacht und sie sich demnach auch.

Nun fordert sie einen DNA-Test meines Mannes, ist dies überhaupt juristisch "erlaubt" wenn ein anderer Mann als Vater registriert ist und die 2 Jahre verstrichen sind?

Könnte das Kind mit Vollendung des 18.Lebensjahres eventuell,wenn er den Test dann machen sollte,ihn auf rückwirkenden Unterhalt verklagen??

Aktuell möchte er keinen DNA Test machen und der rechtliche Vater im Moment wird wohl angeben,dass er Unterhalt bezahlt.(was natürlich nicht der Fall ist)
Die Mutter lebt vom Jobcenter...

11. Juli 2019 | 18:49

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach der Schilderung sollten Sie zur Vermeidung eines eigenen Nachteils nicht in eine Probe einwilligen und abwarten, ob die Mutter einen Antrag nach § 1598aBGB beim Gericht stellt. Aufgrund dessen, dass die zwei Jahresfrist vorbei ist, wird eine Anfechtung nicht erfolgreich sein.

Das Kind kann zutreffend ab Volljährigkeit die Anfechtung beantragen. Einen rückwirkenden Unterhaltsanspruch für das Kind wird sich nicht ergeben. Gegebenenfalls aber ein Anspruch des Jugendamtes, wenn dieses Unterhaltsvorschuss geleistet hat oder von dem rechtlichen Vater, wenn er Unterhalt geleistet hat. Aber da er nicht wirklich Unterhalt leistet, wird wohl kein Regress erfolgen können. Im Übrigen gibt es auch hier Einschränkungen gem. § 1613 Abs. 3 BGB , wenn die Forderung für Sie eine unbillige Härte darstellt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit vorzüglicher Hochachtung


Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familien- und Erbrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)

Datenschutz:
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