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Vaterschaftsanerkennung vor der Geburt


| 16.02.2006 02:03 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin möglicherweise werdender Vater eines unehelichen Kindes. Die Kindesmutter hat die Beziehung zu mir im dritten Schwangerschaftsmonat abgebrochen, drei Woche später erfolgte seitens ihres Anwaltes eine Unterlassungserklärung, dass ich mich nicht mehr bei ihr melden darf. Es erfolgte aufgrund der Unterlassung keinelei Kontakt.

Ich habe nun ein Schreiben bekommen, in dem mich der Anwalt meiner Ex-Partnerin zur Auskunft über meine Finanzen auffordert. Ein Vaterschaftsanerkenntis ist bislang nicht abgegeben worden. Aufgrund des etwas "exotischen" Werdegangs dieser Schwangerschaft möchte ich die Vaterschaftsanerkenntnis auch erst abgeben, wenn diese im Einverständnis mit einem geteilten Sorgerecht einhergeht. Dieses liegt sonst alleine bei der Kindesmutter und erlaubt mir nur einen sehr eng gestrickten Umgang, der ohnehin zwar einklagbar, aber nicht vollstreckt werden kann. Ich habe der Kindesmutter in einem Telefongespräch darauf hingewiesen und sitze derweil die Forderung nach Nachweisen über mein Einkommen aus. Was kann mir maximal passieren, wenn weiterhin keine Information von meiner Seite aus gegeben wird.

Zur persönlichen Situation: Ich bin als Arbeitssuchender gemeldet, bewerbe mich permanent, habe aber keine Berufsausbildung. Ich würde im April mein Studium weiterführen, um nach drei bis vier Semestern meine Hochschulausbildung zu beenden. Könnte es im Fall einer Klage (Kindesunterhalt und Betreungsgeld für die Kindesmutter) zu einer Erwerbsobliegenheit kommen?

Mit freundlichen Grüßen,
XY

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Sehr geehrter XY,

Ihre Rechtsfrage ist nicht so leicht zu beantworten.

1. Zunächst die gute Nachricht:
Ohne Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft innerhalb Ihrer unehelichen Beziehung wird Ihnen keine Auskunft abverlangt werden können.
Fordern Sie diesen Nachweis bei der Anwältin der Kindesmutter ein, bevor Sie sich weiter einlassen.

2. Andererseits dürfen Sie im Falle der rechtskräftigen Feststellung Ihrer Vaterschaft nicht automatisch ein geteiltes Sorgerecht beanspruchen. Dies bedürfte einer freiwilligen gemeinsamen Sorgeerklärung der nicht miteinander verheirateten Eltern nach § 1626a Abs. 1 Nr. 1 BGB.

3. Soweit Sie nachweislich ein Studium aufnehmen oder fortsetzen, um Ihre Erwerbsfähigkeit nachvollziehbar zu erhöhen, wird Ihnen dies im Rahmen einer eventuellen Unterhaltsverpflichtung zugestanden, solange Sie – wie Sie das hier schildern – sich vorrangig um die Erzielung eigener Einkünfte bemühen. Eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit setzt erst dort ein, wo ein Zuwarten des Unterhaltsberechtigten auf eine Verbesserung nicht mehr zumutbar ist.

4. Dies ist aber nur eine ganz grobe Einschätzung der Rechtslage. Sollten Sie in dieser Angelegenheit auf Widerstand stoßen, scheuen Sie sich nicht, weitere anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen ebenso zur Verfügung wie für eine weitere Beratung oder Vertretung, falls dies erforderlich und erwünscht ist.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.02.2006 | 09:52

Sehr geehrter Herr Geyer,

vielen Dank für die schnelle Stellungnahme zu dieser Problematik. Ich kann also dem gegnerischen Anwalt schreiben, dass keine Vaterschaftsanerkennung vorliegt - dieser aber durchaus schneller geleistet werden kann, wenn man sich auf das gemeinsame Sorgerecht einigen könnten? Anmerkung: Es ist mein letztes "Pfund" in dieser Angelegenheit. Ich möchte damit nur sicherstellen, dass mein Umgang damit möglicherweise etwas strukturierter verläuft, also ohne.

Viele Grüße,
XY

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.02.2006 | 15:38

Sehr geehrter Herr XY,

im Prinzip können Sie durchaus so vorgehen wie geplant, also die Anerkennung der Vaterschaft letztlich von der Übernahme der gemeinsamen Sorge abhängig zu machen und zunächst abzuwarten, ob sich Ihre Ex-Freundin darauf einlässt.

solange Sie nicht Gewissheit darüber haben, ob Sie der leibliche Vater sind, ist es allerdings nicht ratsam, die Vaterschaft anzuerkennen.
Zwar können Sie die Anerkennung innerhalb von zwei Jahren, nachdem Sie gegebenenfalls Kenntnis von den Umständen erlangen, die gegen die Vaterschaft sprechen, anfechten.
Eine verbindliche Feststellung, dass Sie nicht der leibliche Vater sind, kann dann aber nur durch gerichtliche Entscheidung herbeigeführt werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

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